Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.47 Gegen Skorpion, Gift und Widersacher; Honigrede

ya ākho yo vyukho / vīṇavām̐ iha sarpati | / taṃ pari paribheṣajaṃ / vṛścikajambhanam asi ||

Wer als Ākhu, wer als Vyukha [?], / mit einer Laute versehen [?] hier kriecht: / gegen den bist du ringsum ein Heilmittel, / du bist Skorpion-Zermalmer.

mayūro atti vṛścikaṃ / mayūraṃ vayam admasi | / taṃ pari paribheṣajaṃ / vṛścikajambhanam asi ||

Der Pfau frisst den Skorpion; / den Pfau essen wir; / gegen den bist du ringsum ein Heilmittel, / du bist Skorpion-Zermalmer.

āpa id vā u bheṣajīr / āpo amīvacātanīḥ | / āpo viśvasya bheṣajīr / āpo vṛścikajambhanīḥ ||

Die Wasser sind ja Heilmittel, / die Wasser Vertreiber der Krankheit; / die Wasser sind das Heilmittel für alles, / die Wasser sind Skorpion-Zermalmer.

tvam agne vratapā asi / deva ā martyeṣv ā | / tvaṃ yajñeṣv īḍyaḥ ||

Du, Agni, bist Hüter der Gelübde, / Gott unter den Sterblichen; / du bist bei den Opfern preisenswert.

yad vo vayaṃ pramināma vratāni / viduṣāṃ devā aviduṣṭarāsaḥ | / agniṣ ṭad viśvād ā pṛṇātu vidvān / somasya yo brāhmaṇām̐ āviveśa ||

Was wir euch, ihr Götter, an Geboten verletzen, / wir, die Unwissenderen [gegenüber euch] Wissenden: / das soll Agni, der Wissende, ganz ergänzen, / er, der in die Brahmanen des Soma eingegangen ist.

ā devānām api panthām aganma / yac chaknavāma tad anu pravodhum | / agnir vidvān sa yajāt sa id dhotā / so adhvaraṃ sa ṛtūn kalpayāti ||

Wir sind auch auf den Pfad der Götter gekommen; / was wir vermögen, dem gemäß [wollen wir] weiterführen. / Agni, der Wissende, soll opfern, er ist der Hotar; / er [ordnet] das Opfer, er lässt die Jahreszeiten passen.

ut tudā i śimidvatīṃ / vi duryoṇā iva dupadā i | / ud asyāḥ pātayā manaḥ / śaśvatībhyaḥ samābhyaḥ ||

Stachle auf [ut tuda] die Tatkräftige (śimidvatī) [?], / [wie] Türen [öffnet man sie] [?]. / Lass ihren Sinn auffliegen / für ewige Jahre.

pakvaṃ māṃsam ivāsinā / śakuniprapatanāṃ kṛdhi | / mṛgām̐ anu pra pātaya / marīcīr anu nāśaya ||

Wie gekochtes Fleisch mit dem Messer [zerlegt], / mache sie zu einer, die wie Vogelflug davonstürzt [?]; / jage sie den Tieren nach, / lass sie den Luftspiegelungen nach verschwinden.

viṣvañcau gāvāv ā kuru / viṣvañcau yugyā uta | / utāsau sūrya ūrdhvaṃ / viṣvañcau vāṃ vy ā karat ||

Mache die beiden Rinder auseinanderstrebend, / auseinanderstrebend auch die Joch-Gespannten; / und jene Sonne dort oben / hat euch beide auseinanderstrebend gemacht.

viṣam ugraṃ viṣaṃ sthiraṃ / viṣasya mahimā mahān | / viṣaṃ parasvataḥ śiraḥ / śatadhā vy apātayat ||

Das Gift ist gewaltig, das Gift ist fest; / groß ist des Giftes Größe; / das Gift hat des Parasvant Kopf / hundertfach zerschlagen.

saṃ daha vrajaṃ yathā / vasudhā vasu vartayat | / yaṃ viṣa prasarpasi / sam agnir iva taṃ daha ||

Brenne zusammen den Stall (vraja) [?], wie / der Reichtumsbewahrer den Reichtum [heranrollt] [?]; / in wen du, Gift, hineinkriechst, / den verbrenne wie Agni.

gṛhāṇa māṃsāny / ava lomāni pātaya | / pāṃśūn kṛkāṭa ā vāpāc chindhy / uttānapādam ardaya ||

Nimm das Fleisch [ab], / lass die Haare fallen; / die Staubkörner (pāṃśu) [?] zerschneide bis zum Nacken (kṛkāṭa) [?]; / den Uttānapāda plage [?].

madhor ahaṃ madhutaro / madhughān madhumattaraḥ | Bhatt. -mattarā(⟨ raḥ) / āsani kila me madhu / mukhe nimandanaṃ kṛtam ||

Honiger als Honig bin ich, / honigschlagend [?], honigreichst; / im Rachen ist mir wahrlich Honig, / im Mund ist Ergötzung gemacht.

mām it tvam abhi cākaśo / mṛgas tṛṣyann ivodakam | / adhaspadān ma ud vadān / maṇḍūko gośaphād iva ||

Auf mich allein blickst du hin, / wie ein durstiges Wild nach Wasser; / aus den unteren Tritten [?] rede zu mir herauf, / wie der Frosch aus dem Rinderhuf.

ud vadā me adhaspadān / maṇḍūko gośaphād iva | / atho 'pa cakrā āsāsai / śvā bandha ivāhataḥ ||

Rede zu mir herauf aus den unteren Tritten, / wie der Frosch aus dem Rinderhuf; / und ich möchte [dir] fernsitzen [?] / wie ein Hund, gleichsam gebunden, geschlagen.