namo astu sarpebhyo / ye ke ca pṛthivīm anu | / ye antarikṣe ye divi / tebhyaḥ sarpebhyo namaḥ ||
Verehrung sei den Schlangen, die es auch immer entlang der Erde gibt, / die im Luftraum, die im Himmel sind: / diesen Schlangen Verehrung.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19
namo astu sarpebhyo / ye ke ca pṛthivīm anu | / ye antarikṣe ye divi / tebhyaḥ sarpebhyo namaḥ ||
Verehrung sei den Schlangen, die es auch immer entlang der Erde gibt, / die im Luftraum, die im Himmel sind: / diesen Schlangen Verehrung.
ye cāmī rocane divo Bhatt. divi / ye ca sūryasya raśmiṣu | / yeṣām apsu sadas kṛtaṃ / tebhyaḥ sarpebhyo namaḥ ||
Und die dort im Lichtraum des Himmels [sind], / und die in den Strahlen der Sonne, / deren Sitz in den Wassern gemacht ist: / diesen Schlangen Verehrung.
yā iṣavo yātudhānānāṃ / yā vā vanaspatīnām | Bhatt. om. vā / ye 'vaṭeṣu śerate / tebhyaḥ sarpebhyo namaḥ ||
Die Pfeile der Yātudhānas (Zauberdämonen), / oder die der Bäume, / die in Erdlöchern liegen: / diesen Schlangen Verehrung.
yavocchiṣṭaṃ haviṣā vardhayemaṃ / yathā dyumnī kṛṇavad vīryāṇī | / sajūr devebhir abhi bhūḥ sapatnān / āyuṣmat kṣatram ajaraṃ te astu ||
Lass mit der Opfergabe diesen [Mann] wachsen, o Gerstenrest (Opferrest der Gerste), / damit er glanzvoll Heldentaten vollbringe; / einträchtig mit den Göttern überwinde die Rivalen: / langes Leben besitzende, alterslose Herrschaft (kṣatra) soll dir sein.
puṃsā yavena haviṣā payasvatā- / -ucchiṣṭasyāyū rakṣantu devāḥ | / devā hy asmin ni dadhur nṛmṇaṃ bṛhad / asmā indro vayo dadhātu ||
Mit männlicher (kräftiger) Gerste, mit milchreicher Opfergabe / sollen die Götter die Lebensjahre des vom Opferrest [Genährten] bewahren; / denn die Götter haben in ihn hohe Mannestüchtigkeit gelegt; / ihm soll Indra Lebenskraft geben.
sam ucchiṣṭasya haviṣā sam ukthaiḥ / sam āyuṣā varcasā payo dadhātu | / devā hy asmin ni dadhur nṛmṇaṃ bṛhad / asmā indro vayo dadhātu ||
Mit der Opfergabe des Opferrestes, mit Preisliedern, / mit Lebensdauer, mit Glanz soll er (ihm) Saft/Milch zusammenfügen; / denn die Götter haben in ihn hohe Mannestüchtigkeit gelegt; / ihm soll Indra Lebenskraft geben.
vāyur enāḥ samākarat / tvaṣṭā poṣāya dhriyatām | / indra ābhyo adhi bruvad / rudro bhūmne cikitsatu ||
Vāyu hat diese [Kühe] zusammengebracht; / Tvaṣṭṛ soll sie zum Gedeihen festhalten; / Indra soll sich für sie verwenden (für sie sprechen); / Rudra soll sie zur Fülle hin pflegen (heilen).
yathā cakrur devāsurā / yathā manuṣyā uta | / evā sahasrapoṣāya / kṛṇutaṃ lakṣmāśvinā ||
Wie es die Götter und Asuras machten, / wie auch die Menschen: / so macht, ihr beiden Aśvins, zum Gedeihen von Tausenden / die Marke (lakṣma).
lohitena svadhitinā / mithunaṃ karṇayoḥ kṛdhi | / akartām aśvinā lakṣma / tad astu prajayā bahu ||
Mit dem roten Messer (svadhiti) / mache an den beiden Ohren ein Paar [Marke]; / die Aśvins haben die Marke gemacht: / das soll durch Nachkommenschaft zahlreich werden.
kṛṣṇaṃ niyānaṃ harayaḥ suparṇā / apo vasānā divam ut patanti | / ā ca vartante sadanād ṛtasya- / -ād id ghṛtena pṛthivī vy udyate ||
Den dunklen Abwärtsweg [gehen] die Gelbbraunen, die Schönbeschwingten, / in Wasser gehüllt fliegen sie zum Himmel empor; / und sie kehren vom Sitz des Ṛta zurück, / sogleich wird die Erde mit Fett/Schmalz (ghṛta = Regen) benetzt.
payasvatīḥ kṛṇutāpa oṣadhīr imā / yad ejathā maruto rukmavakṣasaḥ | / ūrjaṃ ca tatra sumatiṃ ca pinvatha / yatrā naro marutaḥ siñcathā madhu ||
Macht die Wasser [und] diese Kräuter milchreich, / wenn ihr euch regt, ihr Maruts mit goldenem Brustschmuck; / dort lasst ihr Kraft und Wohlwollen anschwellen, / wo ihr, Männer, Maruts, Honig gießt.
udapluto marutas tām̐ iyarta / vṛṣṭyā yad viśvā nivatas pṛṇātha | / ejāti galhā kanyeva tunnairun / tundānā patyeva jāyā ||
Der Wasser-Überflutete [?], ihr Maruts, treibt sie (tām) an, / wenn ihr mit Regen alle Niederungen füllt. / Sie zittert, die Erschöpfte (galhā) [?], wie ein Mädchen, von Stößen [?] getrieben, / wie eine Gattin ihren Gatten [suchend].
tvaṣṭeva pūṣeryo damūnā / mahī svastir vṛṣaṇā na āgan | / viśvā āśāḥ sūyavasā saṃrarāṇo / 'syā rayyāḥ puraetā na edhi ||
Wie Tvaṣṭṛ, wie Pūṣan [?] (pūṣeryo), Hausfreund/Hausgenosse (damūnā), / ist großes Heil, ihr beiden Stiere, zu uns gekommen; / alle Himmelsrichtungen mit gutem Weideland, jubelnd, / sei du uns Vorangeher dieses Reichtums.
eha yantu madhumad duhānā / anamīvā uśatīr viśvarūpāḥ | / bahvīr bhavantīr upajāyamānā / ihendro vo ramayatu gāvaḥ ||
Hierher sollen sie kommen, Honigreiches milchend, / frei von Krankheit, begehrend, vielgestaltig, / zahlreich werdend, sich vermehrend: / hier soll Indra euch Kühe zum Ruhen/Bleiben bringen.
prajāpatir janayatu prajā imās / tvaṣṭā dadhātu sumanasyamānaḥ | / saṃvatsara ṛtubhiḥ saṃvidāno / mayi puṣṭaṃ puṣṭapatir dadhātu ||
Prajāpati soll diese Nachkommenschaft zeugen, / Tvaṣṭṛ soll sie wohlwollend [einsetzen/verleihen]; / das Jahr, einig mit den Jahreszeiten, / soll in mir der Herr des Gedeihens Gedeihen setzen.