Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.26 Bitte um Bewahrung, Kuhzauber, Schwärzung des Haars

agniś ca deva savitar / iṣam ūrjaṃ dadhānau | / pātaṃ mā duścaritād / ā mā sucarite bhajataṃ / yuvayor avasā sumnam aśīya ||

Agni und du, Gott Savitṛ, / die ihr Trank und Kraft tragt: / schützt mich vor Fehlverhalten, / lasst mich an gutem Verhalten teilhaben; / durch euer beider Beistand möge ich Wohlwollen erlangen.

idaṃ tad upa yuva idaṃ tad upa hvaye / yac chuśrumā tvat pari | / vācaspatir ni yacchatu / mayy evāstu mama śrutam ||

Dies hier [ist es] – bei euch beiden rufe ich dies an, / was wir von dir gehört haben; / Vācaspati soll [es] festhalten, / in mir soll mein Gehörtes bleiben.

māpatyāya steyaṃ karaṃ / mā śrutena vi rādhiṣi | / amogham asmākaṃ śrāntam / agne draviṇavat kṛdhi ||

Nicht möge ich für Nachkommenschaft [?] Diebstahl begehen, / nicht möge ich im Gehörten scheitern; / unsere Mühe mach unvergeblich, / o Agni, mach sie ertragreich.

madhyameṣṭhā varcasvatyā- / -āyuṣe varcase kṛtam | / vanuṣva viśvadeveṣu / vanuṣva tvaṃ bṛhaspatau ||

Die in der Mitte Stehende, glanzreich, / ist zu Leben und Glanz gemacht; / gewinne bei den Allgöttern, / gewinne du bei Bṛhaspati.

ghṛtena prajāṃ vanute / ghṛtena rayim aśnute | / ghṛtenāyuṣyaṃ varcasyaṃ / devebhyo vanute pari ||

Mit Schmalz gewinnt man Nachkommenschaft, / mit Schmalz erlangt man Reichtum; / mit Schmalz Lebensdauer und Glanz / gewinnt man von den Göttern her.

parjanya pippalās tubhyaṃ / nadyo garbhaṃ svastaye | / maryādā brahmadevīr / āyuṣyaṃ varca āsican ||

Parjanya, dir [haben] die Pippala-[Früchte] [?], die Flüsse, / die Leibesfrucht zum Wohl [gebracht]; / die Grenzen [?], die Brahman-Göttinnen, / haben Lebenskraft und Glanz eingegossen.

yathā hastī hastinyāḥ / padena padam anv agāt | / evā tvam aghnye vatsasya / padena padam anv ihi ||

Wie der Elefantenbulle der Elefantenkuh / Schritt für Schritt folgt, / so folge du, Aghnyā (Kuh), / dem Kalb Schritt für Schritt nach.

yathā rathasya cakre / vi pathaḥ pāṃsum asyathaḥ | / evā mano vy asyāmi / hṛdayaṃ vananāya kam ||

Wie ihr beiden auf dem Wagenrad / vom Weg den Staub wegschleudert, / so schleudere ich den Sinn, das Herz auseinander [?], / um [sie/es] zu gewinnen.

indrasya prathamaṃ vaco / devānām aparaṃ vacaḥ | / tṛtīyam aśvinor vacas / tena gāṃ vānayāmasi ||

Indras erstes Wort, / der Götter zweites Wort, / drittes der Aśvins Wort: / damit bringen wir die Kuh herbei.

ud itaḥ śyāvau vithurau / divaṃ gṛdhrāv iveyathuḥ | / śocanāv atiśocanāv / asyocchocanau hṛdaḥ ||

Empor von hier, ihr beiden Dunkelbraunen, Schwankenden, / ihr steigt wie zwei Geier zum Himmel auf, / Glühende, Überglühende, / ihr die ihr dessen Herz ausbrennt.

śocayābhi śocayā / dīpayopa dīpaya | / aher agne viṣaṃ tvaṃ / tṛṇam iva kalvalaṃ daha ||

Brenne, lass durchglühen, / lass aufflammen, entzünde; / das Gift der Schlange, Agni, / verbrenne du wie Gras [Kalvala?].

sīdataṃ niṣattārāv / avetaṃ mod gatam | Bhatt. moṅgatam (⟨ mod gatam) / kṛṣṇā vāṃ gauḥ sārasvatī ||

Setzt euch nieder, ihr beiden Sitzenden, / kommt herab, geht nicht hinauf [?]; / schwarz ist eure Kuh, / die Sarasvatī-gehörige.

yathā rātrī kṛṣṇatamā / gauḥ kṛṣṇā kṛṣṇavartaniḥ | / śācīḥpyavo yathā rūpam / evedaṃ māmakaṃ śiraḥ ||

Wie die Nacht [ist], die schwärzeste, / wie die schwarze Kuh mit schwarzem Weg, / wie die Gestalt der [?] śācīḥpyavas [?]: / so [schwarz] sei dieser mein Kopf.

yathāṅgaro 'bhiṣikto / darvidāko yathāsitaḥ | / anuṣyaṅgasya kalmaṣam / evedaṃ māmakaṃ śiraḥ ||

Wie Kohle, benetzt, / wie der schwarze Darvidāka [?], / der Fleck des Anuṣyaṅga [?]: / so [schwarz] sei dieser mein Kopf.

yathā dāvād dahyamānāt / kṛṣṇo jvālo 'padhvaṃsate | / naiṣād asya yathā mukham / evedaṃ māmakaṃ śiraḥ ||

Wie vom brennenden Waldbrand / das Schwarze der Flamme abfällt, / wie das Gesicht eines Niṣāda: / so [schwarz] sei dieser mein Kopf.