Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.16 Rückkehr, Abwehr von Unheil, Ehe und Hunde-Dämon

asthād dyaur asthāt pṛthivy / asthād viśvam idaṃ jagat | / tiṣṭhanti parvatā ime / sthāmann aśvā araṃsata ||

Es stand fest der Himmel, es stand fest die Erde, / es stand fest diese ganze bewegliche Welt; / diese Berge stehen; / im Stehen haben die Rosse Ruhe gefunden.

ya udānaḍ vyāyane / ya udānaṭ parāyaṇe | / āvartanaṃ nivartanaṃ / yo gopā api taṃ huve ||

Wer bei der Ausreise, / wer bei der Fortreise sich erstreckt, / bei Wiederkehr und Rückkehr, / als Hüter, den rufe ich an.

āvṛto nyāvṛto / 'bhyavartanam āyanam | / agneś catasra āvṛtas / tābhiṣ ṭvā tarpayāmasi ||

Die Umwendung, Rückwendung, / Hinwendung, Ankunft: / Agnis vier Umwendungen: / mit denen erfreuen wir dich.

jātavedo ni vartaya / śataṃ te santv āvṛtaḥ / sahasraṃ ta upāvṛtaḥ | / tābhir enaṃ ni vartaya ||

Jātavedas, wende zurück; / hundert Umwendungen seien dein, / tausend Hinwendungen dein: / damit wende ihn zurück.

adārasṛd bhavatu deva soma- / -asmin yajñe maruto mṛḍatā naḥ | / mā no vidad abhibhā mo aśastir / mā naḥ prāpad ducchunā dveṣyā yā || Bhatt. prāpat ducch-

Nicht Herzeleid-schaffend soll sein, Gott Soma; / in diesem Opfer seid uns gnädig, Maruts. / Nicht soll uns Bedrängnis finden, nicht Schmähung, / nicht Unheil erreichen, [nicht] die Feindin.

yo adya daivyo vadho / jighāṃsan na upāyati | / yuvaṃ taṃ mitrāvaruṇav / asmad yāvayataṃ pari ||

Welche göttliche Waffe heute / uns töten wollend sich nähert: / die haltet, Mitra und Varuṇa, / von uns fern.

itaś cāmutaś cāghaṃ / varuṇa yāvaya | / vi mahac charma yaccha / varīyo yāvayā vadham ||

Von hier und von dort, das Übel / Varuṇa, halte fern. / Gewähre weiten Schutz; / die Waffe wehre weiter ab.

apendra prāco maghavann amitrān / apāpāco abhibhūte nudasva | / apodīco apa śūrādharāca / urau yathā tava śarman madema ||

Weg, Indra, die östlichen Feinde, Maghavan, / weg die westlichen, Überwinder, stoß fort; / weg die nördlichen, weg die südlichen, Held; / damit wir in deinem weiten Schutz uns freuen.

tena bhūtasya haviṣā / punar ā pyāyatām ayam | / jāyāṃ yām asmā avidaṃ / sā rasenābhi vardhatām ||

Mit dessen Opfergabe soll der Mann des Wesens / wieder anschwellen; / die Gattin, die ich diesem gefunden habe, / soll mit Saft aufwachsen.

abhi vardhatāṃ prajayā- / -abhi rāṣṭreṇa vardhatām | / īṣā sahasravīryāv / imau stām anupakṣitau ||

Sie soll mit Nachkommen wachsen, / mit Herrschaft wachsen. / Diese beiden, Deichsel(-Paar) tausendfach kräftig, / sollen unversehrt sein.

tvaṣṭā jāyām ajanayat / tvaṣṭāsyai tvāṃ patiṃ dadhau | / tvaṣṭā sahasram āyūṃṣi / dīrgham āyuḥ kṛṇotu vām || Bhatt. mā ||

Tvaṣṭar erzeugte die Gattin; / Tvaṣṭar gab ihr dich zum Gatten; / Tvaṣṭar mache euch tausend Lebensalter, / ein langes Leben.

antarikṣeṇa patati / viśvā bhūtāvacākaśat | / śuno divyasyaitan mahas / tasmā etena haviṣā juhomi ||

Durch den Luftraum fliegt er, / alle Wesen überblickend. / Des himmlischen Hundes ist dies die Macht: / ihm opfere ich mit dieser Opfergabe.

apsu te janma divi te sadhasthaṃ / samudra ātmā mahimā te pṛthivyām | / śuno divyasyaitan mahas / tasmā etena haviṣā juhomi ||

In den Wassern ist dein Ursprung, im Himmel dein Sitz, / im Meer dein Wesen, deine Größe auf Erden. / Des himmlischen Hundes ist dies die Macht: / ihm opfere ich mit dieser Opfergabe.

ye trayaḥ kālakāñjā / divi devā iva śritāḥ | / tān sarvān ahva ūtaye / 'smā ariṣṭatātaye ||

Die drei Kālakāñja, / die wie Götter am Himmel wohnen: / sie alle rufe ich zur Hilfe, / zu Unversehrtheit für diesen.

yaḥ puruṣaṃ hūrcchayasi / śvā divyo avīrahā | / taṃ tvāhaṃ brahmaṇā nude / puruṣaṃ mā parā vadhīḥ ||

Der du den Mann quälst [oder: hinwirfst], / himmlischer Hund, Held-Töter: / dich stoße ich mit dem Brahman weg; / töte den Mann nicht.

yaḥ piśaṅgo ayodaṃṣṭraḥ / śvā divyaḥ pariplavaḥ | / tasyāhaṃ nāma jagrabha- / -asmā ariṣṭatātaye / ayaṃ no jīvatād iti ||

Der gelbrote, mit eisernen Zähnen, / der himmlische Hund, der Umherschwimmende: / dessen Namen habe ich ergriffen, / zur Unversehrtheit dieses [Mannes]: / „Dieser soll uns leben!“

ayaṃ no nabhasas patiḥ / saṃsphāno abhi rakṣatu | / asamātiṃ gṛheṣu naḥ ||

Dieser, unser Herr der Wolken (Nabhasas pati), / der Gedeihen-Bringer, soll uns schützen, / [er, der] die Bedrängnislosigkeit in unseren Häusern [bringt].

tvaṃ no nabhasas patir / ūrjaṃ gṛheṣu dhāraya | / ā puṣṭam etv ā vasu ||

Du, unser Herr der Wolken, / halte Kraft in unseren Häusern. / Es komme Gedeihen, es komme Gut.

deva saṃsphāna sahasrāpoṣasyeśiṣe | / tasya no dhehi tasya te bhakṣīmahi / tasya te bhaktivāṃso bhūyāsma svāhā ||

Gott Saṃsphāna, du herrschst über tausendfache Nahrung. / Davon gib uns; von dir mögen wir Anteil haben; / deine Anteilhaber möchten wir sein. Svāhā.