yās te hirā dhamanayo / 'ṅgāny anu viṣṭhitāḥ | / tāsāṃ te sarvāsāṃ sākaṃ / nir viṣāṇi hvayāmasi ||
Die Adern, Röhren, die dir in den Gliedern verteilt sind: / von allen deinen zugleich / rufen wir die Gifte hinaus.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19
yās te hirā dhamanayo / 'ṅgāny anu viṣṭhitāḥ | / tāsāṃ te sarvāsāṃ sākaṃ / nir viṣāṇi hvayāmasi ||
Die Adern, Röhren, die dir in den Gliedern verteilt sind: / von allen deinen zugleich / rufen wir die Gifte hinaus.
yāṃ te rudra iṣum āsthad Bhatt. āsta(⟨ stha)d / aṅgebhyo hṛdayāya ca | / imāṃ tām adya te vayaṃ / viṣūcīṃ vi vṛhāmasi ||
Den Pfeil, den dir Rudra auf die Glieder / und das Herz gelegt hat: / diesen rufen wir heute für dich / nach allen Seiten auseinander.
namas te rudrāsyate / namaḥ pratihitābhyaḥ | / namo visṛjyamānābhyo / namas ta āyatābhyaḥ ||
Verehrung dir, Rudra, dem Schießenden; / Verehrung den aufgelegten [Pfeilen]; / Verehrung den entsandten, / Verehrung den gespannten dir.
avācīḥ pari mūrdhno / yās te dhamanayaḥ śatam | / tās te pra bhidyantāṃ / pṛthag anu tyaṃ lohitāvaṭam ||
Nach unten gerichtet, vom Scheitel ringsum, / die hundert Adern von dir: / die sollen sich einzeln spalten / gegen jene Blut-Grube (lohitāvaṭa).
syandantāṃ rodanāvatīr / anu tyaṃ lohitāvaṭam | / yathāsyām antar na raṃsantām Bhatt. raṃsantā / anukūlam ivodakam || Bhatt. anukūla(m)
Die Weinenden (Tränenden) sollen fließen / zu jener Blut-Grube; / damit sie in dieser nicht verharren, / wie Wasser, das dem Ufer entlang läuft.
pratīcīnaḥ sūrya etu / pratīcīḥ sravataḥ kṛtāḥ | / avācīs te asnaḥ kulyā / iyaṃ tṛṇattv oṣadhīḥ ||
Rückwärts soll die Sonne gehen; / rückwärts sollen die Ströme gemacht sein; / nach unten [fließen] deine Blutbäche. / Diese Pflanze soll grasen.
imaṃ yavam aṣṭāyogaiḥ / ṣaḍyogebhir acarkṛṣuḥ | / sa ghā te tanvo rapaḥ / pratīcīnam apa vyayat ||
Diese Gerste haben sie mit achtjochigen, / sechsjochigen [Gespannen] gepflügt. / Die soll dir den Schaden des Körpers / rückwärts wegwehen.
nyag vāto vāti / nyak tapati sūryaḥ | / nīcīnam aghnyā duhe / nyag bhavatu te rapaḥ ||
Abwärts weht der Wind, / abwärts brennt die Sonne; / nach unten melkt man die Unantastbare [Kuh]; / abwärts soll dein Leid sein.
āpa id vā u bheṣajīr / āpo amīvacātanīḥ | / āpaḥ samudrārthā yatīḥ / parā vahantu te rapaḥ ||
Die Wasser sind es, die Heilmittel, / die Wasser, die Leiden-Vertreiber; / die Wasser, zum Meer hin gehend, / sollen dein Leid wegtragen.
amī ye yudham āyanti / ketūn kṛtvānīkaśaḥ | / indras tān pary ahār dāmnā / tān agne sandyā tvam ||
Jene, die zum Kampf kommen, / Fahnen aufgestellt, in Heerscharen: / Indra hat sie mit der Schnur umfaßt, / die bindest du, Agni, zusammen.
yāvatīḥ sica āyanty / anīkāni yati ṣṭan | / indras tān pary ahār dāmnā / tān agne sandyā tvam ||
Wie viele Zerfetzte heranziehen, / wie viele Heere dastehen: / Indra hat sie mit der Schnur umfaßt, / die bindest du, Agni, zusammen.
saṃ paramān sam avamān Bhatt. paramāṃ / atho sandyāni madhyamān | / indras tān pary ahār dāmnā / tān agne sandyā tvam ||
Die äußersten, die untersten, / und die zu bindenden mittleren: / Indra hat sie mit der Schnur umfaßt, / die bindest du, Agni, zusammen.
sandānaṃ vo bṛhaspatiḥ / sandānaṃ savitā karat | / sandānam indraś cāgniś ca / sandānaṃ bhago aśvinā ||
Eure Verbindung soll Bṛhaspati, / Verbindung Savitar schaffen; / Verbindung Indra und Agni, / Verbindung Bhaga, die Aśvins.
yās te ruco deva sūrya- / -udyato divy ātatāḥ | / tābhir mām adya sarvābhir / manuṣyebhyo ruce kṛṇu ||
Deine Lichtstrahlen, Gott Sonne, / die aufgehend am Himmel ausgespannt sind: / mit allen diesen mache mich heute / bei den Menschen glänzend.
ruce mā dhehi brahmasu / ruce rājasu dhehi mā | / ruce viśyeṣu śūdreṣu / mayi dhehi ruce rucim ||
Gib mir Glanz bei den Brahmanen, / Glanz gib mir bei den Fürsten, / Glanz bei den Vaiśyas und Śūdras; / in mich lege Glanz, Glanz des Glanzes.
yā ruco hiraṇye / yā agnau yāś ca sūrye | / indrāgnī mayi tā ruco / ruco dhehi bṛhaspate ||
Die Glanzkräfte im Gold, / die im Feuer und in der Sonne: / Indra und Agni, diese Glanzkräfte / in mich, gib Glanz, Bṛhaspati.