Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.9 Jahreszeiten, Vaiśvānara, Schlangengift, Würfelspiel

idāvatsarāya parivatsarāya / saṃvatsarāya kṛṇutā bṛhan namaḥ | / teṣāṃ vayaṃ sumatau yajñiyānām / api bhadre saumanase syāma ||

Dem Idāvatsara, dem Parivatsara, / dem Saṃvatsara macht große Verehrung; / in der Gunst dieser Opferwürdigen / wollen wir auch in gnädiger Eintracht sein.

ye vaḥ panthā bahavo devayānā / anu dyāvāpṛthivī saṃcarantī | Bhatt. saṃcaranti / teṣām ajyāniṃ yatamo na āvahāt / tasmai no devāḥ pari dhatta sarve || Bhatt. dhatteha+ sarve

Eure vielen Götterwege, / die Himmel und Erde entlang gehen: / welcher von ihnen uns Verlust herbeibringt, / vor dem, ihr Götter alle, schirmt uns ab.

śarad dhemantaḥ śiśiro vasanto / grīṣmo varṣāḥ suvite no dadhāta | Bhatt. varṣāḥ svite+ / ā no goṣu bhajatauṣadhīṣu / nivāta id vaḥ śaraṇe syāma ||

Herbst, Winter, Kaltzeit, Frühling, / Sommer, Regenzeit, schenkt uns Wohlergehen; / gebt uns Anteil an Kühen und Kräutern; / windgeschützt wollen wir in eurem Schutz sein.

vaiśvānaro na ūtaya / ā pra yātu parāvataḥ | / agnir ukthair no aṃhasaḥ ||

Vaiśvānara soll zu unserem Beistand / von fern herbeikommen; / Agni [soll uns] mit Preisliedern [helfen] vor Not.

vaiśvānaro na ā gamad / imaṃ yajñaṃ sajūr upa- | Bhatt. sajūḥ+ | / -imāṃ suṣṭutiṃ mama ||

Vaiśvānara soll zu uns kommen, / zu diesem Opfer, einmütig, / zu diesem meinem guten Lobgesang.

vaiśvānaro no aṅgirobhi / stomaṃ yajñaṃ ca cākl̥pat | / aiṣu dyumnaṃ svar yamat ||

Vaiśvānara hat uns mit den Aṅgiras / Lobgesang und Opfer bereitet; / auf diese hin soll er Glanz, Himmelslicht reichen.

ajaiṣaṃ tvā saṃlikhitam / ajaiṣam uta saṃrudham | / aviṃ vṛko yathā mathad / evā mathnāmi te kṛtam ||

Ich habe dich besiegt, den Zusammengeritzten [?], / ich habe [dich] besiegt, den Eingeschlossenen; / wie der Wolf das Schaf zerreißt, / so zerreiße ich dir deinen [Wurf].

yathā vṛkṣam aśanir / viśvahā hanty aprati | / evāham amuṃ kitavam / akṣair vadhyāsam aprati ||

Wie der Blitz den Baum / stets unwiderstehlich trifft, / so möge ich jenen Spieler / mit den Würfeln unwiderstehlich erschlagen.

turāṇām aturāṇāṃ / viśāṃ devayatīnām | / sam aitu viśvato bhago / antarhastaṃ kṛtaṃ mama ||

Der eilenden und nichteilenden, / der gottsuchenden Stämme: / von überallher soll das Glück zusammenkommen, / mein in der Hand liegender [glücklicher] Kṛta-Wurf.

yāvad dyaur yāvat pṛthivī / yāvad ābhāti sūryaḥ | / tāvat sṛjāmi te viṣaṃ / yāvad arṣanti sindhavaḥ ||

So weit der Himmel, so weit die Erde, / so weit die Sonne leuchtet, / so weit entlasse ich dir das Gift, / so weit die Ströme fließen.

ucchvasanta ud īrate / gāva āvasathād iva | / ahīnāṃ paśyatā viṣam / apavaktā na vidyate ||

Schnaufend erheben sie sich, / wie Kühe aus dem Stall; / seht das Gift der Schlangen: / einen Wegsprecher [Abwehrer] gibt es nicht [?].

ā jaghāna pṛṣaddhanuḥ / saṅgathe dhamanīnām | / mūrdhānaṃ viṣam āskadya- / -aṅgāni vy asisrasat ||

Er hat [zu]geschlagen, der Gefleckt-Bogige [?], / an der Vereinigung der Adern; / dem Kopf zuspringend hat das Gift / die Glieder gelöst.

mā no devā ahir vadhīt / santokān sahapūruṣān | / saṃyataṃ na vi ṣparad Bhatt. sparad / vyāttaṃ na saṃ yamat ||

Nicht soll uns, ihr Götter, die Schlange töten, / samt Kindern und Männern; / ein Zusammengepresstes soll sie nicht aufsprengen, / den geöffneten [Rachen] nicht zusammenschließen.

saṃ te dadhāmi dadbhir / dataḥ saṃ te hanvā hanū | / saṃ te jihvayā jihvāṃ / saṃ ta āsnāha āsyam ||

Ich füge deine Zähne mit den Zähnen zusammen, / deine Kinnbacken mit den Kinnbacken, / die Zunge mit der Zunge, / den Mund mit dem Mund [?].

namo 'haye asitāya / namas tiraścirājaye | / svajāya babhrave namo / namo devajanebhyaḥ ||

Verehrung der Schlange, der schwarzen; / Verehrung der Quergestreiften; / dem Svaja, dem Braunen Verehrung; / Verehrung den Götterleuten.