Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.25 Entzweiung von Feinden, Anheilmittel, Abwehr des Arāya

yūpe garte vidveṣaṇaṃ / devānāṃ varcasā kṛtam | / agnir vām astv antarā / yathā vāṃ na sahāsati ||

Im Loch des Opferpfostens [ist] die Verfeindung, / durch den Glanz der Götter gemacht; / Agni sei zwischen euch beiden, / damit es für euch kein Zusammensein gibt.

yathāhiṃ dveṣṭi puruṣo / ahir vā dveṣṭi puruṣam | / girir vām astv antarā / yathā vāṃ na sahāsati ||

Wie ein Mann die Schlange hasst / oder die Schlange den Mann hasst, / so sei ein Berg zwischen euch beiden, / damit es für euch kein Zusammensein gibt.

nānāni vām ākūtāni Bhatt. nānānaṃ / nānā cittāni santu vām | / viṣvañcau pary ā vartethāṃ / yathā vāṃ na sahāsati ||

Verschieden seien eure Absichten, / verschieden eure Gedanken; / auseinanderstrebend wendet euch ab, / damit es für euch kein Zusammensein gibt.

atra dve kamale dve tuṇḍe Bhatt. aḍadve kamaḍadve / na maśīkataṃ taṃ galāpate | Bhatt. namaśītakam | / bhaṅgalāpato (⟨ bhaṅgurāvato) daha ||

Hier zwei Kamala [?], zwei Schnäbel/Bäuche [?]; / nicht [...] den Galāpati [?]; / verbrenne den Bhaṅgalāpata [?].

etad yat te yad vā yad vā / na cāsan no ca te bhavat | / svapne vittaṃ yathā dhanaṃ / naśyād id etad etataḥ ||

Dieses, was dir [gehört], oder was auch immer: / es war nicht [da] und wird auch nicht dein sein; / wie im Traum Gefundenes [als] Reichtum, / so soll dies hier von hier verloren gehen.

āgilo gilāpāpacito gila | / naśyād bradhnakam arbhakam ||

Āgila, verschlinge, [...] verschlinge [?]; / verloren gehe der Bradhnaka, der Arbhaka.

dīrghāyutvāya sahase / mahyā ariṣṭatātaye | / suparṇo mahyam abravīd / etad āśliṣṭabheṣajam ||

Zu langem Leben, zur Kraft, / zur großen Unversehrtheit / hat mir der Suparṇa (Adler) / dieses Zusammenfügungs-Heilmittel (āśliṣṭabheṣaja) genannt.

saktūn iva titaünā punanto / vidvāṃso vācam akrata | / aṅgebhyo viśvāṅgebhyaḥ / pra te chinadmy āśliṣṭam ||

Wie Gerstenmehl mit dem Sieb reinigend, / haben die Kundigen die Rede geformt; / von den Gliedern, von allen Gliedern / schneide ich dir das Anhaftende ab.

avacchindhy āśliṣṭam / ūrvā hy asi bheṣajī | Bhatt. urvā / divyaḥ suparṇo abravid / etad āśliṣṭabheṣajam ||

Schneide das Anhaftende ab; / du bist ja Urvā [?], die Heilkräftige; / der himmlische Suparṇa hat gesprochen: / dies [ist] das Zusammenfügungs-Heilmittel.

abhibhūr aham āgamaṃ / viśvakarmā svāyudhaḥ | / ahaṃ mitrasya kalpayann Bhatt. kalpayan āsv / āsv āśāsu duṣṭaraḥ ||

Als Überwinder bin ich gekommen, / Viśvakarman, mit guten Waffen; / ich, der des Freundes [Verhältnisse] ordnet, / bin in diesen Himmelsrichtungen schwer zu überwinden.

ahaṃ samityayano / ahaṃ viśāṃ purohitaḥ | / ahaṃ mitrāṇi kalpayan / mayi vāg astu dharṇasī ||

Ich bin der, der zur Versammlung geht, / ich der Hauspriester der Stämme; / ich ordne die Freundschaften; / in mir soll die Rede sein, tragend/fest.

ā vaś cakṣur ā vo vācam / ā vaḥ samitiṃ dade | / yogakṣemaṃ va ādāya- / -ahaṃ bhūyāsam uttamaḥ ||

Ich nehme euch das Auge, / ich nehme euch die Rede, / ich nehme euch die Versammlung; / euer Erlangen und Bewahren (yogakṣema) an mich nehmend, / möge ich der Höchste sein.

brahmaṇāgniḥ saṃvidāno / rakṣohā nudatām itaḥ | / arāyo yas te tanvaṃ / durṇāmā yonim āśaye ||

Agni, einträchtig mit dem Brahman (der heiligen Formel), / der Rakṣas-Töter, soll von hier vertreiben / den Arāya (Unheil-Dämon), der in deinem Körper, / als Durnāman (Böser-Name-Dämon), im Schoß liegt.

yas te 'rāyas tanvaṃ / durṇāmā yonim āśaye | / agniṣ ṭaṃ brahmaṇā yujā / rakṣohā nudatām itaḥ ||

Der Arāya, der in deinem Körper, / als Durnāman, im Schoß liegt: / ihn soll Agni, mit dem Brahman als Gefährten, / der Rakṣas-Töter, von hier vertreiben.

yāny abhvāni rakṣāṃsi / ye 'rāyā yātudhānyaḥ | / agniṣ ṭvā śagmayā tanvā / rakṣohā pātu tebhyaḥ ||

Die gewaltigen [?] Rakṣas, / die Arāyas, die Yātudhānīs: / dich soll Agni mit heilsamem Körper, / der Rakṣas-Töter, vor ihnen schützen.