Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.40 Gegen graue Haare und Jāyānya; Opferbrei

nāśaya palitaṃ śīrṣṇo / yaḥ kṛṣṇas tan na ā bhara | / tam oṣadhe tvaṃ vardhaya / keśaṃ kṛṣṇataraṃ kṛdhi ||

Vertreibe das Grau vom Haupt; was schwarz ist, das bring uns; dieses, Pflanze, lass wachsen; mache das Haar schwärzer.

yathāñjanaṃ tathāsasi / yathā traikakudaṃ tathā | / tat saṃbhavāt tat sabhas te Bhatt. (⟨ tastabhus te) / vyucchantīr anūṣasaḥ ||

Wie die Salbe (añjana), so sollst du sein; wie die Traikakuda[-Salbe], so; das soll entstehen [?]; das [sei] dir, aufleuchtend den Morgenröten nachfolgend [?].

yatrāsti yatra tiṣṭhati / yato naśyatvāsinam | Bhatt. naśyatvā(⟨ tyā)sina(⟨ ta)m / divyaḥ suparṇo abravīd / etat palitabheṣajam ||

Wo es ist, wo es steht [?], woher [das Weiße] verschwinden soll [?]: der himmlische Vogel (Suparṇa) hat gesagt: dies [ist] das Mittel gegen Grauhaarigkeit.

divo nu mā bṛhato antarikṣād / apāṃ stoko abhy apaptad rasāya | / sam indriyeṇa payasāham agne Bhatt. agni(⟨ gne) / ṛṣīṇāṃ yajñaiḥ sukṛtāṃ kṛtena ||

Vom Himmel, vom großen Luftraum ist ein Tropfen der Wasser auf mich herabgefallen zum Saft; ich [verbinde mich], Agni, mit Manneskraft [und] Milch, mit den Opfern der Seher, mit dem Werk der Wohltäter.

yadi vṛkṣād abhy apaptat phalaṃ tad / yady antarikṣāt tad u vāyur eva | / yatrāspṛṣṭa tanvo yatra vāsaso / na tat prāpnoti nirṛtiḥ parastāt ||

Wenn [es] vom Baum herabgefallen ist, ist es Frucht; wenn vom Luftraum, so ist es Vāyu; wo [er] unberührt bleibt von Körpern, wo von Gewändern: dorthin gelangt Nirṛti nicht, fern.

abhyañjanaṃ surabhyād u vāsaś / candraṃ hiraṇyam adhi pūtrimaṃ yat | / sarvā pavitrā vitatādhy asmiṃc / chataṃ jīvāti śaradas tavāyam ||

Die Salbe [kommt] von Wohlriechendem her, und Gewand, glänzendes Gold, und was geläutert ist: alle Reinigungsmittel sind über diesem ausgespannt: hundert Herbste soll dieser [Mensch] leben.

yaḥ kīkasāḥ praśṛṇāti Bhatt. kīkasā(ḥ) / talīḍyam upatiṣṭhati | / parāsthaṃ sarvaṃ jāyānyaṃ / yaḥ kaś ca kakubhi śritaḥ ||

Der die Rippen [?] zerbricht, der sich dem Talīdya [?] nähert: hinausgetrieben soll alles Jāyānya sein, was immer im Höcker (kakubh) sitzt.

pakṣī jāyānyaḥ patati / ya āviśati pūruṣam | / tasyāhaṃ veda te nāma Bhatt. vaida (misprint) / yato jāyānya jāyase ||

Ein vogelartiger Jāyānya fliegt, der in den Menschen eindringt; dessen Namen kenne ich, woher du, Jāyānya, geboren wirst.

veda vai te nāma / yato jāyānya jāyase | / kathaṃ hi tatra tvaṃ hanyā / yat kuryām ahaṃ haviḥ ||

Ich kenne wahrlich deinen Namen, woher, Jāyānya, du geboren wirst; wie sollst du dort denn [entkommen, sondern] erschlagen werden, wenn ich das Opfer bereite [?].

ya āsyaṃ praviśati / karoty udaraṃ mahat | / yakṣmo yo atra jāyase / taṃ jāyānyam anīnaśam ||

Der in den Mund eindringt, den Bauch groß macht, Yakṣma, der du hier geboren wirst: diesen Jāyānya habe ich vernichtet.

ārohān me mukhaṃ jātam / ārohāj jaghanaṃ mama | / ārohāt sarvā jātāsmy Bhatt. jātāsmi(nn) / ṛṣabhasyopayodhanāt ||

Aus dem Aufspringen ist mein Mund entstanden, aus dem Aufspringen mein Gesäß; aus dem Aufspringen bin ich ganz entstanden, aus dem Bespringen des Stiers.

svādīyasī surāyā / lavaṇāc cārumattarā | / gobhyo vanīyasīd aham ||

Süßer als Surā, anmutiger als Salz, bin ich fürwahr den Kühen eine noch Begehrenswertere.

yāṃ tvā vāto 'vārayad / ārdranābhā maharṣabhaḥ | / tasyās te devi pṛthivyā / ahaṃ saṃvananaṃ dada / ā te śauṣkāsyaṃ dade ||

Die du der Wind abgehalten hat, der feuchtnabelige große Stier: von dir, Göttin, der Erde [?], gebe ich das Zuneigungsmittel; ich nehme dir die Trockenmündigkeit.

yuktau manasā saṃ suretasā / devebhyo havyaṃ kṛṇavāva sādhu | / yeṣāṃ bhāgas ta idaṃ juṣantām / avikṣubdhāv udayāva bhadrayā ||

Beide angeschirrt, in Eintracht und mit gutem Samen: wir beide wollen den Göttern das Opfergut gut bereiten; denen der Anteil [gehört], sie sollen dies genießen; ungestört wollen wir beide mit Segen aufsteigen.

yena devā jyotiṣā dyām udāyan / yenādityā vasavo yena rudrāḥ | / yenāṅgirasaḥ svar āruruhus / tenod ayāva yajamānau svasti ||

Durch welches Licht die Götter zum Himmel aufstiegen, durch welches die Ādityas, Vasus, durch welches die Rudras, durch welches die Aṅgirasas das Himmelslicht bestiegen: damit wollen wir beide, die Opferherren, zum Wohlergehen aufsteigen.

yaṃ papācāditiḥ putrakāmā / yena prajāḥ kaśyapaḥ paryagṛhnāt | / ya odanaḥ pacyate vaiśvadevaḥ / sa no yame akṣito bhāgo astu ||

Den [Reisbrei] Aditi kochte, Söhne wünschend, durch den Kaśyapa die Nachkommen umfasste: der Reisbrei (odana), der gekocht wird, allgöttlich: der soll uns bei Yama ein unvergänglicher Anteil sein.