abhi tvā śatapāśayā- / -atho sahasrapāśayā | / dāśo matsyam iva tīdena / mayi badhnāmi te manaḥ ||
Mit hundertfädiger und tausendfädiger Schlinge [umgarne ich] dich; wie ein Fischer den Fisch mit der Angel [?], binde ich dein Herz an mich.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19
abhi tvā śatapāśayā- / -atho sahasrapāśayā | / dāśo matsyam iva tīdena / mayi badhnāmi te manaḥ ||
Mit hundertfädiger und tausendfädiger Schlinge [umgarne ich] dich; wie ein Fischer den Fisch mit der Angel [?], binde ich dein Herz an mich.
ā hi te dakṣiṇaṃ padaṃ / hṛdayyaṃ dade | / upasthe padamopi / ni tvām akri sve vaśe ||
Ich habe deinen rechten Fußtritt, das Herzliche [?], genommen; in den Schoß habe ich die Fußspur gepflanzt; ich habe dich in meine Gewalt gebracht.
pari tvā gām ivāsaraṃ / mama patto nipattave | / tan mārutaṃ ha vairudham / āvataṃkaraṇaṃ kṛtam ||
Wie eine Kuh mit einer Fessel habe ich dich umgeben, damit du mir zufliegend dich niederlässt; das Marut-Mittel, das Vairudha-[?], die Umwindung (āvataṃkaraṇa) ist gemacht [?].
ā nayāmi te mano / aśvam ivāśvābhidhānyā | / upa te muñce manaḥ / pador upānahau yathā ||
Ich führe dein Herz herbei wie ein Pferd mit dem Halfter; ich lege dein Herz an [mich] an, wie Sandalen an die Füße.
yathā surā yathā madhu / yathākṣā adhidevane | / yathā ha gavyato mana / evā mām abhi te manaḥ ||
Wie Surā [Branntwein], wie Honig, wie die Würfel beim Spiel, wie das Herz des Kuh-Begehrenden: so [soll] dein Herz auf mich [gerichtet sein].
evā kṛṇuṣva mā priyām / antaḥ kṛṇuṣva mā hṛdi | / yathā mannāpacetayā / nānyāsāṃ kīrtayāś cana ||
So mache mich zur Geliebten, mache mich [zu dir] ins Herz hinein, damit du, an mich denkend [?], von anderen [Frauen] nie sprichst.
yasyedaṃ vaiṣṭapaṃ havir / bhagasya hastayor hitam | / tenā tvābhi mṛśāmasi / saubhāgyāya svastaye ||
Dies Viṣṭapa-Opfergut (?), das in Bhagas Hände gelegt ist: damit berühren wir dich, zu Glück und Wohlergehen.
bhaga memāṃ saṃ baṭ karo / mā paścān mā paro daghaḥ | / adhā bhagasya yo bhagas / tenemāṃ saṃ sṛjā bhaga ||
Bhaga, verbinde mich mit dieser – wahrhaftig! Nicht hinterher, nicht anderswohin [?] soll [sie] gelangen; und was Bhagas Bhaga ist: damit vereinige diese [mit mir], o Bhaga.
bhagena tvā saṃ sṛjāmi / māsureṇa surām iva | / yathāsasi priyā patyur / devṛbhyaḥ subhagāsasi ||
Mit Bhaga vereinige ich dich, wie man Surā mit māsura (Gärstoff?) [vermischt]; wie du dem Gatten lieb sein wirst, so wirst du bei den Schwägern glückvoll sein.
ud ito daivyaṃ vaca / iṣum iva tunnaḥ khide | / tenā sapatnān māmakān / sāsahāni jahāni ca ||
Ausgegangen ist das göttliche Wort, wie ein Pfeil aus einem Gestochenen in Drangsal [?]; damit möchte ich meine Rivalen überwältigen und erschlagen.
agnir mā pātu vasubhiḥ purastāt / savitādityair abhi pātu dakṣiṇāt | / indro marudbhir abhi pātu paścād / viśve devā abhi rakṣantu mottarāt ||
Agni soll mich mit den Vasus von vorn schützen, Savitar mit den Ādityas von rechts schützen; Indra mit den Maruts von hinten schützen; die Allgötter sollen mich von Norden behüten.
devarakṣasān mā pāhi / manuṣyarakṣasān mā pāhi | / viśvasmān mā rakṣasas pāhi ||
Vor Götter-Rakṣas beschütze mich, vor Menschen-Rakṣas beschütze mich; vor jedem Rakṣas beschütze mich.
asau yas trikakud giriḥ / śṛṅgābhyām abhitiṣṭhati | / sa saṃpatatram udyugaṃ / balāsam iva tiṣṭhatu ||
Jener dreigipfelige Berg dort, der mit [seinen] Hörnern aufragt: der soll [den] Balāsa (Auszehrung) gleichsam als Zusammenfliegenden, Aufgejochten [?] festhalten.
divyaḥ suparṇa ā patad / ayodaṃṣṭro ayomukhaḥ | / sa saṃpatatram udyugam / ito yakṣmaṃ parā bhavat ||
Ein himmlischer Vogel (Suparṇa) soll herbeifliegen, eisenzähnig, eisenmündig; er, der Zusammenfliegende, Aufgejochte [?]: von hier soll der Yakṣma fortsein.
sākaṃ balāsa pra pata / cāṣeṇa kikidīvyā | / sākaṃ vātasya dhrājyā / saha naśya nihākayā || Bhatt. nasya(⟨ naśya)
Zugleich mit dem Balāsa fliege fort, mit dem Blauhäher, mit dem Kikidīvī-Vogel; zugleich mit dem Sturmstoß des Windes schwinde, mit dem Nebel.