Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.42 Beschwörungen gegen Geschwulst, Segen für Zeugung und Opfer

apadasvad apādasat / tuṇḍivyadhmāpādasat | / apāpacid ito 'dasad / apeto glaur naśiṣyaty / apivyadhman naśiṣyati ||

Fort [?] apadasvad, fort [?] apādasat; tuṇḍivyadhmā [?] apādasat / fort ist der Apacit-Knoten von hier, er ist [hin]abgesunken [?]. / Von hier fortgegangen wird die Geschwulst (glau) vergehen, / die Apivyadhman [?] wird vergehen.

mā śile mā śilāvati / mā te śeṣi śilaṃ cana | / yāvac chilasya te śilaṃ / tāvac cheṣaḥ śilaṃ tava || Bhatt. tāvacchṣa(⟨ ṣaṃ)

Nicht, Śilā, nicht, Śilāvatī; / nicht soll dir, Śeṣī, je ein Śila [zukommen]; / so weit dein Śila reicht, / so weit soll dein Rest (śeṣa) das Śila [sein] [?].

yathā yūpāgrād udakaṃ / viniṣṭaṃ bhūmim aśnute | / evā tvam arase śile / viniṣṭā bhūmim aśnuhi ||

Wie vom Kopf des Opferpfostens das Wasser, herabgeträufelt [?], die Erde erreicht, / so erreiche du, saftlose (arasā) Śilā, herabgeträufelt [?], die Erde.

vajro 'si sapatnahā / tvayādya vṛtraṃ sākṣīya | / tvām adya vanaspate / vṛkṣāṇām ud ayuṣmahi ||

Ein Vajra bist du, Widersacher-Töter; / mit dir möchte ich heute den Vṛtra (Widerstand) überwältigen. / Dich, Herr des Waldes, [haben] wir heute unter den Bäumen [?] emporgehoben/gelöst (ud ayuṣmahi) [?].

sa na indra purohito / viśvatas pāhi rakṣasaḥ | / abhi gāvo anūṣata- / -abhi dyumnaṃ bṛhaspate ||

Er, o Indra, unser Hauspriester (purohita): / schütze uns von allen Seiten vor dem Rakṣas. / Hin [zu ihm] haben die Kühe gebrüllt, / hin zum Glanz, Bṛhaspati.

prāṇa prāṇaṃ trāyasva- / -aso asave mṛḍa | / nirṛte nirṛtyā naḥ pāśebhyo muñca ||

Lebenshauch, schütze den Lebenshauch; / dem Lebenshauch (asu) sei gnädig [?]. / Nirṛti, von den Schlingen der Nirṛti befreie uns.

hatsuke pari ṇo nama Bhatt. ⟨ ṛcchuke? / pārigaṃ tanve kṛdhi | / yuyuta parṇinaṃ śaram see 2.70.5c; Bhatt. yuyut (⟨ yūyuvat) / utāparṇaṃ riśād iti ||

Hatsukā [?], beuge um uns herum [aus]; / mache [dem] Leib [eine] Schutzwehr (pārigam) [?]. / Trennt den gefiederten Pfeil [von uns] / und den ungefiederten vom Schädiger [?].

prajāpatiṣ ṭvā prajayā / saṃ putreṇa sṛjatu saṃ bhagena | / diṣṭaṃ deṣṭīha kāmo brāhmaṇasya / pumāṃsaṃ dhatsva savituḥ savena ||

Prajāpati soll dich mit Nachkommenschaft, mit einem Sohn verbinden, / verbinden mit Glück (Bhaga). / Das Zugewiesene soll hier der Zuweiser (Deṣṭrī) zuweisen, [ebenso] der Wunsch des Brahmanen; / einen männlichen [Sohn] empfange auf Savitars Antrieb.

pra tvā sarpatv aṅkataḥ / kumāraḥ puruṣād adhi | / ṛtor yam ṛtviyād adhi / yaṃ te dhātā acīkl̥pat ||

Hervor soll dir aus dem Schoß (aṅkataḥ) kriechen / ein Knabe, vom Mann her, / den [du] zur [rechten] Jahreszeit, aus der Jahreszeit [empfangen hast], / den dir Dhātar gefügt hat.

yaṃ te dhātā yaṃ te tvaṣṭā / yaṃ te brahmācīkl̥pat | / taṃ tvaṃ putraṃ vindasva / tasmai tvaṃ jīva jīvase ||

Den dir Dhātar, den dir Tvaṣṭar, / den dir Brahman gefügt hat: / diesen Sohn erlange; / für ihn lebe du, um zu leben (jīva jīvase).

dhvasrās tiṣṭhanti rajasā samaktā / yajñasya hotrāḥ pruśitāso aśnāḥ | / āsāṃ somasya yad ihāvayanti / tad amūtra yajamānasya rūpam ||

Bestäubt (dhvasrāḥ) stehen sie, mit Staub bestrichen, / des Opfers Hotra-Spenden, bespritzt, die Presssteine (aśnāḥ) [?]. / Was sie von diesen vom Soma hier [ab]führen (avayanti) [?], / das ist dort (im Jenseits) die Gestalt des Opferers.

ye brāhmaṇaṃ varco hitvāya malvā / reṇo varṇena paridhāpayanti | Bhatt. (ā)reṇo; read reṇor? / āsāṃ somasya yad ihāvayanti / tad amūtra yajamānasya rūpam ||

Die, den Brahmanen-Glanz zurücklassend, mit Schmutz (malvā) [?] / [ihn] mit Staub-Farbe (reṇo varṇena) bekleiden lassen [?], / was sie von diesen vom Soma hier [ab]führen, / das ist dort die Gestalt des Opferers.

asārathiḥ sumanaso yathā ratho / hitvā savyaṣṭhāṃ rakṣaso yāti yāmam | / evā yajño yajamānaṃ jahāti / yatra somyaṃ somapīthān nayanti ||

Wie ein Wagen ohne Wagenlenker, [ob auch] wohlgesinnt, / den Lenkersitz verlassend die Bahn des Rakṣas geht, / so verlässt das Opfer den Opferer, / wo sie das Somagehörige von den Somatrinkern wegführen.

chandāṃsi tad yajamānasya yanti / yatra somyaṃ somapīthān nayanti | / abrāhmaṇo yat pibati somam asya / tad vai chidraṃ dakṣiṇayāpidheyam ||

Die Metren gehen dorthin vom Opferer, / wo sie das Somagehörige von den Somatrinkern wegführen. / Wenn ein Nicht-Brahmane seinen Soma trinkt, / so ist das fürwahr eine Lücke (chidra), die mit der Dakṣiṇā zu verschließen ist.

'bradhno 'si vājī paripānī / prathamā devebhyas paryābhṛtā | / mā te riṣaṃ khanitā / yasmai ca tvā khanāmasi ||

Ein Abradhna [?] bist du, rasch, ringsum schützend; / die erste, den Göttern ringsum dargebracht. / Nicht möge ich dir schaden, der Gräber, / und der, für den wir dich graben.

mā devāḥ pāpam ārāma / mā karta pāpayāmuyā | Bhatt. (⟨ kartaṃ?) / māhaṃ pariṣyajo hastam / ā rapsi dhanakāmyā ||

Nicht möchten wir, Götter, Übles [an ihm?] anrichten (ārāma) [?]; / nicht tut [ihr] Übles durch jene [Frau?] [?]. / Nicht möchte ich die Hand des Umarmenden / aus Gier nach Besitz ergreifen (ā rapsi).

mā mā devāḥ parā dāta / mā mā karta vyādhyam | / māhaṃ pariṣvajaḥ śira / ā rapsi mo ahaṃ mṛṣi ||

Gebt mich nicht preis, ihr Götter; / macht mich nicht krank (vyādhya). / Nicht möchte ich den Kopf des Umarmenden ergreifen; / auch möchte ich selbst nicht zugrunde gehen/[es] dulden (mṛṣi) [?].