ṛtāvānaṃ vaiśvānaram / ṛtasya jyotiṣas patim | / ajasraṃ gharmam īmahe ||
Den Wahrhaftigen, Vaiśvānara, / den Herrn des Lichtes der Wahrheit: / den nie versiegenden Gharma [Glut/heißen Trank] erflehen wir.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19
ṛtāvānaṃ vaiśvānaram / ṛtasya jyotiṣas patim | / ajasraṃ gharmam īmahe ||
Den Wahrhaftigen, Vaiśvānara, / den Herrn des Lichtes der Wahrheit: / den nie versiegenden Gharma [Glut/heißen Trank] erflehen wir.
sa idaṃ prati paprathad / yajñasya svar uttiran | / ṛtūn ut sṛjate vaśī || Bhatt. ṛtūṃr ut
Er hat dies hier ausgebreitet, / des Opfers Himmelslicht hinüberführend; / die Jahreszeiten entlässt er als Gebieter.
agniḥ priyeṣu dhāmasu / kāmo bhūtasya bhavyasya | / samrāḍ eko vi rājati ||
Agni ist in [seinen] lieben Stätten der Wunsch / des Gewesenen und des Künftigen; / als Alleinherrscher strahlt er allein.
pari dyām iva sūryo / ahīnāṃ janim āgamam | Bhatt. 'hīnāṃ / rātrī jagad ivānyad dhaṃsād / avārīr imaṃ viṣam || Bhatt. amaṃ
Wie die Sonne den Himmel umkreist, / so bin ich zur Herkunft der Schlangen gekommen; / wie die Nacht [die] andere Welt [?] ... [?] / hast du dieses Gift abgehalten.
yad brahmabhir yad ṛṣibhir / yad devair uditaṃ purā | / yad bhūtaṃ bhavyam āsanvat / tena te vāraye viṣam ||
Was von Brahmanen, was von Ṛṣis, / was von Göttern einst gesprochen wurde, / was Gewesenes und Künftiges umfasst [?]: / damit wehre ich dir das Gift ab.
madhunāpṛkṣi nadyaḥ / parvatā girayo madhu | / madhu paruṣṇī śīpālā / śam āsne astu śaṃ hṛde || Bhatt. sam, ŚS 6.12.3d śam
Mit Honig sind die Flüsse vermengt, / die Berge, die Hügel [sind] Honig; / Honig [ist] die Paruṣṇī, die Śīpālā; / Heil dem Mund, Heil dem Herzen.
yatheyam urvī pṛthivī / dādhāra viṣṭhitaṃ jagat | / evā te dhriyatāṃ garbho / anu sūtuṃ savitave || Bhatt. sūtaṃ
Wie diese weite Erde / die auseinandergestellte Welt trägt, / so soll dir die Leibesfrucht gehalten werden, / bis zur Geburt, um zu gebären.
(…) see 7a / dādhāremān vanaspatīn | / (…) || see 7cd
([Wie diese weite Erde die auseinandergestellte Welt trägt,]) / [so] trägt sie diese Bäume; / ([so soll dir die Leibesfrucht gehalten werden, bis zur Geburt, um zu gebären.])
yatheyam urvī pṛthivī / dādhāra parvatān apaḥ | Bhatt. parvatām̐ / evā te dhriyatāṃ garbho / anu sūtuṃ suvitave || Bhatt. sūtaṃ
Wie diese weite Erde / die Berge [und] die Wasser trägt, / so soll dir die Leibesfrucht gehalten werden, / bis zur Geburt, um zu gebären.
sasruṣīs tad apaso / divā naktaṃ ca sasruṣīḥ | / vareṇyakratur aham / apo devīr upa bruve ||
Fließend [waren sie], die Wasser, / die Tag und Nacht Fließenden, die Tätigen; / ich, dessen Wille erwünscht ist, / rufe die göttlichen Wasser an.
oktā āpaḥ karmaṇyā / muñcantv itaḥ praṇītaye | Bhatt. praṇītayaḥ / sadyo bhavantv etave ||
Benetzend sind die Wasser, wirkkräftig; / sie sollen von hier loslassen, zum Fortleiten; / sogleich sollen sie zum Gehen bereit sein.
devasya savituḥ save / karma kṛṇvanti mānuṣāḥ | / śaṃ no bhavantv apa oṣadhīr imāḥ ||
Unter des Gottes Savitar Antrieb / verrichten die Menschen das Werk; / Heil sollen uns die Wasser, diese Kräuter sein.
śatasya te dhamanīnāṃ / sahasrasya hirāṇām | / asthur in madhyamā yāḥ Bhatt. asthur madhyamā / sākam antā araṃsata ||
Deiner hundert Adern, / deiner tausend Gefäße: / die mittleren sind stehen geblieben; / zugleich sind die Enden zur Ruhe gekommen.
pari vaḥ sikatāmayīr / dhanūs tiraś cid asthiran | / tiṣṭhatelayatā su kam ||
Um euch [herum] haben sich sandige [Wälle ?] / [und] ein Bogen quer gestellt; / steht still, ruht: [so ist es] gut.
amūr yā yanti jāmayaḥ / sarvā lohitavāsasaḥ | / abhrātara iva yoṣās / tiṣṭhanti hatavarcasaḥ ||
Jene Schwestern, die dort gehen, / alle in rote Gewänder gehüllt: / wie Frauen ohne Bruder / stehen sie da, ihres Glanzes beraubt.
tiṣṭhāvare tiṣṭha para / uta tvaṃ tiṣṭha madhyame | / kaṇiṣṭhikā ca tiṣṭhāti Bhatt. tiṣṭhāt / tiṣṭhād id dhamanir mahī ||
Steh still, du Untere; steh, du Ferne; / und du, steh, du Mittlere; / auch die Kleinste soll stehen; / stehen soll die große Ader.