Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.2 Schutz und Abwehr von Feinden und Fluch

tvaṣṭā me daivyaṃ vacaḥ / parjanyo brahmaṇaspatiḥ | / putrair bhrātṛbhir aditir nu pātu no / duṣṭaraṃ trāmaṇe śavaḥ ||

Tvaṣṭar, Parjanya, Brahmaṇaspati [sollen] mir göttliche Rede [verleihen]; / Aditi mit Söhnen und Brüdern soll uns schützen; / zur Rettung [gebt uns] schwer bezwingbare Kraft.

aṃśo bhago varuṇo mitro aryamā- / -aditiḥ pātv aṃhasaḥ | / apa tasya dveṣo gamed / avihruto yāvayāc chatrum ?anti tam? ||

Aṃśa, Bhaga, Varuṇa, Mitra, Aryaman, Aditi sollen uns vor Not schützen. / Von jenem [Feind] soll der Hass weichen; / unbeirrt soll er den Feind wegtreiben, jenen [Feind], der nahe [ist ?].

deva tvaṣṭar vardhaya sarvatātaye / dhiye sam u śriye prāvatān naḥ | / uruṣyā ṇa urutarāprayucchan Bhatt. urutaraḥ prayucchan / dyauṣ pitar yāvaya ducchunām itaḥ ||

Gott Tvaṣṭar, lass uns wachsen zum vollen Wohlergehen, / fördere uns zu Einsicht und Glanz; / schaffe uns Raum, du weiter, ohne nachzulassen; / Himmelsvater, treibe von hier die Übel weg.

ye no vacobhir uta daṃsanābhis / tanvaṃ soma paritāpayante | / nīcais tān vṛśca na yathā virukṣan / mā te dṛśan sūryam uccarantam ||

Die uns mit Worten und mit Taten am Leibe quälen, Soma, / die hau unten ab, damit sie nicht wieder emporwachsen; / sie sollen nicht die aufgehende Sonne sehen.

tvayeṣvā tvayā soma dhanvanā Bhatt. tvayeṣṭā, dhanvinā / tvayā muṣṭighnā śāśadmahe vayam | / tvaṃ tān vṛśca ya idaṃ na ?ādṛśākaran? Bhatt. karaṃ / hanāma daṇḍair uta daṃsanābhiḥ ||

Mit dir als Pfeil, mit dir, Soma, als Bogen, / mit dir als Faustschläger wollen wir [sie] bezwingen; / hau du diejenigen ab, die uns dies angetan haben [?]; / wir wollen [sie] erschlagen mit Knüppeln und mit Taten.

padena tān padanyo nayantu / vadhair enān pitaro daṃsayantu | / yathā na jīvāt katamaś canaiṣām ||

Schritt für Schritt sollen die Spurfolger sie [ab]führen; / mit Tötungen [Waffen] sollen die Väter sie zerfleischen [?]; / so dass keiner von ihnen am Leben bleibe.

yena somāditiḥ pathā / mitrā vā yanty adruhaḥ | / tenā no 'vitā bhuvaḥ || Bhatt. novitā

Auf dem Weg, auf dem Soma, Aditi oder die treuen Mitras gehen, / auf diesem sei du uns Beschützer.

yo naḥ soma suśaṃsino / duḥśaṃso abhidāsati | / vajreṇāsya mukhe jahi / sa saṃpiṣṭo apāyati ||

Wer uns, Soma, die wir gut preisen, als Übelredner bedrängt, / dem schlage mit der Keule auf den Mund; / zermalmt soll er davonlaufen (verschwinden).

yo naḥ somābhidāsati / sanābhir yaś ca niṣṭiyaḥ | Bhatt. niṣṭyaḥ+ / apa tasya balaṃ tira / mahīva dyaur vadha tmanā ||

Wer uns, Soma, bedrängt, sei es ein Blutsverwandter oder ein Fremder, / dem entziehe die Kraft; / wie der große Himmel schlage du selbst zu.

punar agham aghakṛtam etu devāḥ / punar ena enaskṛtaṃ vijānat | Bhatt. om. vi / punaḥ putraḥ pitaram etu vidvān / hatām uta yad asya svam asti ||

Wieder soll das Übel den Übeltäter treffen, ihr Götter; / wieder soll das Vergehen den Sünder auffinden; / wieder soll der Sohn wissend zum Vater kommen; / und was sein Eigenbesitz ist, das ist [mit]geschlagen [?].

yena cāsau śapati / yena cainaṃ śapāmasi | / ubhau saṃvṛhya tau tasmād Bhatt. -vṛjya / antikād dhetim asyatām ||

Womit dieser da flucht und womit wir ihn verfluchen: / beide [Flüche] sollen, zusammengefasst, aus dessen Nähe / [ihr] Geschoss schleudern.

ye pārthivāsaḥ śapathā / ya urāv antarikṣe | / ye vātasya prabharmaṇi / tebhiṣ ṭaṃ vartayāmasi / yo 'smān dveṣṭi yaṃ vayaṃ dviṣmaḥ || Bhatt. om. dviṣmaḥ

Die irdischen Flüche, die im weiten Luftraum, / die im Ansturm des Windes: / mit diesen lassen wir ihn zurückrollen [ihn kehren], / der uns hasst und den wir hassen.

ye asmān parisīsṛpuḥ Bhatt. yo 'smān pari sāsṛpaḥ / kulīpayāni bibhrataḥ | / ud devas teṣāṃ vṛścata Bhatt. devās / mūlam urvārvo yathā ||

Die uns umschleichen, / Kulīpaya-[Dinge] tragend: / ihr Götter, reißt ihre Wurzel aus / wie die einer Gurke.

yad devā aghadhā agham Bhatt. yo, -dhām agham / anyasminn ā sisaṃkṣati | Bhatt. āsisasaṅkṣati / bhāro aghasya duḥsahaḥ / pratyak kartāram ṛcchatu ||

Wenn, ihr Götter, ein Übeltäter einem anderen Übles anzuheften sucht: / die Last des Übels ist unerträglich; / sie soll zurück den Täter treffen.

punar evāghadhām aghaṃ / dyumnam ?ivaitur arṣatu | Bhatt. nyumnam / ādityāduryāmahiṣā? Bhatt. -duryamāhiṣā / mahī sindhor ivāvaniḥ ||

Wieder soll auf den Übeltäter das Übel zuströmen [?], / wie [glänzende] Macht; / [Text unklar: ādityāduryāmahiṣā], / die Große, wie das Bett des Flusses.