Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.32 Gegen Kīśmīla, Ungeziefer und für Glück und Ruhm

bhagena mā śāṃśapena Bhatt. sāṃśaphena / sākam indreṇa medinā | / kṛṇomi bhaginaṃ mā- / -apa drāntv arātayaḥ ||

Mit dem Bhaga (Glück) der Śāṃśapa [?], zusammen mit Indra, dem Genossen (medin), mache ich mich glücklich (bhagin); die Missgünstigen (arātayaḥ) sollen fortlaufen.

yo andho yaḥ punaḥsaro / bhago vṛkṣeṣv ārpitaḥ | / bhago me astu śāṃśapo / 'pa drāntv arātayaḥ ||

Der Bhaga, der blind ist und der wiederkehrt (punaḥsara), der in die Bäume gelegt ist: Bhaga, der Śāṃśapa, soll mir sein; die Missgünstigen sollen fortlaufen.

yathā vṛkṣām̐ abhyabhavaḥ Bhatt. vṛkṣāṃ / sākam indreṇa medinā | / evā mā bhaginaṃ kṛṇv / apa drāntv arātayaḥ ||

Wie du über die Bäume die Oberhand gewonnen hast, zusammen mit Indra, dem Genossen, so mache mich glücklich; die Missgünstigen sollen fortlaufen.

apeto nīlalohitaṃ / jātaṃ himavatas pari | / kīśmīlam urvarābhyo / divo jātam anīnaśam ||

Fort von hier das Blaurote (nīlalohita), das vom Himavat herab geboren ist; den Kīśmīla (Hautleiden) von den Ackerfluren, den vom Himmel geborenen, habe ich zum Verschwinden gebracht.

abhrāj jātaṃ varṣāj jātam / atho jātaṃ divas pari | / atho samudrād jātaṃ / kīśmīlaṃ nāśayāmasi ||

Aus der Wolke geboren, aus dem Regen geboren, und ferner vom Himmel herab geboren, und ferner aus dem Meer geboren: den Kīśmīla lassen wir verschwinden.

yo nīhārād yaḥ pruṣvā / yo adbhyas pari jāyase | / garbho yo vidyutām asi / sa naḥ kīśmīla mṛḍaya ||

Der du aus dem Nebel, der du aus dem Reif, der du aus den Wassern heraus entstehst, der du der Keim der Blitze bist: sei uns gnädig, Kīśmīla.

nodeyīḥ sikatā imāḥ / sindhutas paryābhṛtāḥ | / tābhir yamasya kīśmīlaṃ / saṃbhṛtābhir anīnaśam ||

Diese Sandkörner sind aus dem Fluss, aus dem Sindhu herbeigebracht; mit ihnen, den zusammengetragenen, habe ich den Kīśmīla des Yama zum Verschwinden gebracht.

tvayā pūrvaṃ vibhīdaka / saṃjitā asurā hatāḥ | / tvaṃ sapatnacātano / bhrātṛvyām̐ ava dhūnuṣva || Bhatt. bhrātṛvyāṃ

Durch dich, Vibhīdaka (Nuss des Würfelbaums), sind früher die Asuras, besiegt, erschlagen worden; du Vertreiber der Nebenbuhler, schüttle die Rivalen (bhrātṛvya) ab.

vi bhinattu vibhīdakas / tīkṣṇaśṛṅga iva ṛṣabhaḥ | / atho sapatnān ā dattām / atho hantu durasyataḥ ||

Der Vibhīdaka soll [sie] zersprengen wie ein scharfhörniger Stier; und er soll die Nebenbuhler packen, und er soll den Übelgesinnten erschlagen.

vyavadhīt sahamānaḥ sapatnān Bhatt. sapatnāṃ / dviṣato me 'dharām̐ akaḥ | / abhy abhūd bhūtyobhayām ||

Er hat, die Nebenbuhler überwältigend, [sie] auseinandergeschlagen; meine Hasser hat er niedriger gemacht; durch Gedeihen hat er beide [Arten von Gegnern] überwunden.

ya āskandaḥ parāskanda / ākhuḥ kakubha āt krimiḥ | / upajīkām̐ upakvasān Bhatt. upakvasāṃ / tān sarvān jambhayāmasi ||

Der Anspringer (āskanda), der Wegspringer (parāskanda), die Ratte, der Wurm [?] von der Höhe (kakubh) her, die Termiten, die Upakvasas: sie alle zermalmen wir.

api nahyāmy ākhor / muñjena mukham āsyam | / anadaṃ yathā carād / apaitum urvarābhyaḥ ||

Ich binde der Ratte den Mund, den Rachen, mit Muñja-Gras zu, damit sie ohne zu fressen umherziehe, um von den Fluren wegzugehen.

apinahyamukha ākhuḥ / paroktaḥ prāṭparāṇutaḥ | / śṛṇāmy asya dantān / nir akṣau pādayāmasi ||

Mit zugebundenem Maul [soll] die Ratte [sein], fortverwünscht, [als] Fresser [?] weggestoßen; ich zerbreche ihr die Zähne, die Augen lassen wir herausfallen.

aśvinā sāraghena mā / madhunāṅkta śubhaspatī | / yathā varcasvatīṃ vācam / āvadāni janām̐ anu ||

Ihr Aśvins, Herren der Schönheit, salbt mich mit Honig, mit dem von Bienen gemachten (sāragha), damit ich glanzvolle Rede unter den Leuten spreche.

yaśā ahaṃ nimiṣate / pratikhyātre yaśā aham | / atraimi tad yaśā aham / uta tatra yaśā aham ||

Ruhm bin ich für den Augenzwinkernden [Lebenden], Ruhm für den Hinblickenden; hierher gehe ich als Ruhm, und auch dort bin ich Ruhm.

asmai ca sarvasmai bhūtāya / sarvasmai ca vipaśyate | / sarvasmā id ahaṃ yaśāḥ ||

Und für dieses ganze Wesen und für jeden, der sieht: für jeden fürwahr bin ich Ruhm.

apottudāporṇuhi Bhatt. apottuda* (a)porṇuhi* / yadīdam asti vā na vā | / vyandhyaṃ vyalguṇaṃ cakṣur / akṣībhyāṃ kṛdhi ||

Stich weg, decke zu (apottuda apornuhi) – ob dies da ist oder nicht: mache das Auge [des Gegners] aus den Augen [heraus] zu einem verblendeten, unschönen [?].

aṅgaṃ hiraṇyayaṃ kṛtvā / laṅgalāṣam armaṃ ca | / tad devā apa lumpata ||

Nachdem man das Glied golden gemacht hat, das Laṅgalāṣa [?] und das Arma (Augenleiden) – das reißt ihr Götter aus.

cakṣuṣman me mano astu / cakṣuṣmad dhṛdayaṃ mama | / cakṣuṣmac cittam astu me / cakṣuś cakṣuṣmad astu me / cakṣur ā dhehi me 'kṣyoḥ ||

Augenbegabt (cakṣuṣmat) soll mein Geist sein, augenbegabt mein Herz; augenbegabt soll mein Denken sein, das Auge soll mir augenbegabt sein; setze mir das Auge in die Augen.