viśve devā idaṃ havir / ādityāsaḥ saparyata | / asmin yajñe mā vyathiṣy / amṛtāya haviṣ kṛtam ||
Allgötter, Ādityas, dient diesem Opfergut; in diesem Opfer möchte ich nicht straucheln; zur Unsterblichkeit ist das Opfergut bereitet.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19
viśve devā idaṃ havir / ādityāsaḥ saparyata | / asmin yajñe mā vyathiṣy / amṛtāya haviṣ kṛtam ||
Allgötter, Ādityas, dient diesem Opfergut; in diesem Opfer möchte ich nicht straucheln; zur Unsterblichkeit ist das Opfergut bereitet.
avyasaś ca vyacasaś ca / bilaṃ vi ṣyāmi māyayā | / tābhyām udbhṛtya vedam / atha karmāṇi kṛṇmahe ||
Von Avyasa und Vyacasa aus öffne ich durch Zauberkraft die Höhle; aus diesen beiden den Veda emporgeholt, vollziehen wir dann die Riten.
yasmāt kośād udabharāma vedaṃ / tasminn antar ava dadhma enam | / kṛtam iṣṭaṃ brahmaṇo vīryeṇa / tena mā devās tapasāvateha ||
Aus der Schatzkammer, aus der wir den Veda emporgeholt haben, in diese legen wir ihn hinein; das Vollbrachte, Geopferte durch die Kraft des Brahman: damit sollen mich, ihr Götter, durch die Askese (tapas) hier behüten.
vaiśvānaro ajījanad / agnir no navyāṃ sumatim | / kṣmayā vṛdhāna ojasā ||
Vaiśvānara Agni hat uns eine neue Gunst erzeugt, [er] der auf Erden durch Kraft wächst.
sa naḥ pāvaka dīhihy / agne vaiśvānara dyumat | / jamadagnibhir āhutaḥ ||
Du, Reiniger, leuchte für uns, Agni Vaiśvānara, glänzend, von den Jamadagnis angerufen.
divas pṛṣṭho arocathā / agnir vaiśvānaro bṛhan | / jyotiṣā bādhate tamaḥ ||
Vom Rücken des Himmels her hast du geleuchtet, Agni Vaiśvānara, der Große; mit Licht vertreibt er die Finsternis.
hariṇasya patatriṇaḥ / śīrṣṇo bheṣajam ābhṛtam | / tan nīlavad vi lokavat Bhatt. vi(⟨ dyu?) / tad u kṣetriyanāśanam ||
Vom Kopf des gelbgrünen (hariṇa; auch: Hirsch) Vogels ist ein Heilmittel herbeigebracht worden; das [ist] das mit Blauem, mit [?] ‚Weltlicht‘ [?] – und das ist der Vernichter des Kṣetriya (erbliches Leiden).
anvamaṃstānumatir / anvaṃaṃsta vṛṣāyavaḥ | / kīnāśā anvamaṃsata- / -anu gāvo amaṃsata ||
Angestimmt hat Anumati, angestimmt haben die Stier-Begehrenden, die Pflüger haben angestimmt, die Kühe haben zugestimmt.
namo astv āyāmibhyo / nīvibhyo hṛdayāya ca | / namaḥ kṣetrasya pataye / namaḥ kṣetrasya patnyai ||
Verehrung den sich Spannenden [Sehnen?] [?], den Nīvi-Bändern (Unterleib?) und dem Herzen; Verehrung dem Herrn des Feldes, Verehrung der Herrin des Feldes.
ut te hārdiṃ śocayāmi / hastenābhimarīmṛśat | / keśin vṛṣaṇyayā tava Bhatt. (⟨ vṛṣṇyā?) / muṣkau mūrdhā na śuṣyatām ||
Ich lasse dein Herzweh aufglühen, [dich] mit der Hand unablässig berührend; Langhaariger, durch Manneskraft sollen deine Hoden [und] dein Kopf [nicht?] vertrocknen [?].
agniṣ ṭvā tapatu / sūryas tvā tapatu / vātas tvā yuṅktāṃ / marutaś ca yuñjatām | / mṛgān marīcīr apy etu te manaḥ ||
Agni soll dich erhitzen, Sūrya soll dich erhitzen, Vāta soll dich anspannen, und die Maruts sollen [dich] anspannen: zu den Wildtieren, den Flimmerstrahlen soll dein Sinn gehen.
ut tvā hanmi nipadanād / ut tvā hanmi gṛhebhyaḥ | / mā spṛkṣathā niṣadanāya sādhava / ut tiṣṭha prehi sabhām ||
Ich schlage dich aus dem Sitz hoch, ich schlage dich aus den Häusern hoch; berühre nicht den Sitzplatz, du Guter; steh auf, geh zur Versammlung.
ut tuda śimidāvaty / atho ulkāvatīṃ kuru | / patye ca śvaśurāya ca ||
Stich [sie] auf, die Śimidā-Haltige [?], und mache sie fackel-haltig, für den Gatten und den Schwiegervater.
vibarhaṃ harāṃsayo rasaṃ / jñānam ati bhruvoḥ | / sākam ṛṣe vi nāśaya ||
[Textverderbnis:] Vibarha [?], Harāṃsa [?], Saft, Wissen über den Brauen: zugleich, Seher, lass [es] verschwinden.
sākaṃ vātasya dhrājyā / sākaṃ sūryasya raśmibhiḥ | / sākaṃ sūryeṇodyatā / sapatnīṃ nāśayāmasi ||
Zugleich mit dem Sturmstoß des Windes, zugleich mit den Strahlen der Sonne, zugleich mit der aufgehenden Sonne lassen wir die Nebenfrau verschwinden.