Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19
Hymne 19.15
Eintracht, Vertreibung des Feindes, Apāmārga-Kraut
saṃ jānatāṃ manasā saṃ cikitvā Bhatt. cikittā (⟨ tvā) / mā yutsata manyunā daivyena | / mā ghoṣa utthād bahule / vinirhate meṣuḥ paptad / indrasyāhany āgate ||
Einigt euch im Sinn, einigt euch im Denken; / streitet nicht mit göttlichem Zorn. / Kein Lärm soll aufkommen, wenn die große [Schlacht?] geschlagen ist; / nicht soll ein Pfeil fliegen, / wenn Indras Tötung gekommen ist.
saṃ vo manāṃsi saṃ vratā / sam ākūtīr nayāmasi | / ime ye vivratā stha / tān vaḥ saṃ jñapayāmasi ||
Eure Sinne, eure Gelübde, / eure Absichten führen wir zusammen. / Ihr, die ihr hier auseinander-strebend seid, / euch bringen wir zur Einigung.
saṃjñapanaṃ vo manaso / atho saṃ jñapanaṃ hṛdaḥ | / atho bhagasya yac chrāntaṃ / tena saṃ jñapayāti vaḥ ||
Einigung eures Geistes, / und Einigung des Herzens; / und was von Bhaga ermüdet [erlangt] ist: / damit bringt er euch zur Einigung.
saṃ vaḥ pṛcyantāṃ tanvaḥ / saṃ manāṃsi sam u tvacaḥ | / saṃ vo brahmaṇaspatiḥ / somaḥ saṃ jñapayāti vaḥ ||
Eure Körper sollen sich mischen, / eure Sinne, eure Haut; / euch bringt Brahmaṇaspati, / Soma, zur Einigung.
saṃjñānaṃ naḥ svebhyaḥ / saṃjñānam araṇebhyaḥ | / saṃjñānam aśvinā yuvam / ihāsmāsu ni yacchatam ||
Einigung mit den Unseren, / Einigung mit den Fremden; / Einigung, ihr Aśvins, ihr beide, / verleiht hier uns.
yathādityā vasavaḥ saṃbabhūvur / marudbhir ugrā ahṛṇīyamānāḥ | / evā triṇāmann ahṛṇīyamāna / imaṃ janaṃ saṃmanasaṃ kṛṇu tvam ||
Wie die Ādityas, Vasus sich einig waren, / die Gewaltigen mit den Maruts, unbeleidigt: / so mache, du der unbeleidigte, im Triṇāman, / diesen Menschen einträchtig.
nir amun nuda okasaḥ / sapatno yaḥ pṛtanyati | / nirbādhyena haviṣā- / -indra enaṃ parāśarīt ||
Stoße den dort aus seiner Behausung, / den Nebenbuhler, der [uns] bekämpft. / Mit einer Opferspende, die ihn aus dem Weg räumt, / soll Indra ihn zerschmettern.
ihi tisraḥ parāvata / ihi pañca janām̐ ati | / ihi saptāti rocanā / yāvat sūryo asad divi ||
Geh über die drei Fernen, / geh über die fünf Völker hinaus, / geh über die sieben Lichträume, / soweit die Sonne am Himmel sein mag.
paramāṃ tvā parāvatam / indro devo ajīgamat | / yathā na punar āyasi / śaśvatībhyaḥ samābhyaḥ ||
In die äußerste Ferne / hat Gott Indra dich gebracht, / damit du nicht wiederkommst / in ewigen Jahren.
pratīcīnaphalo hi tvam / apāmārga babhūvitha | / sarvān mac chapathām̐ adhi / varīyo yāvayā tvam || Bhatt. varoyo (misprint?)
Mit rückwärts gewandter Frucht bist du / geworden, Apāmārga; / von allen meinen Flüchen weg / treibe du [mich] weit hinaus.
yac ca bhrātṛvyaḥ śapati / yac ca jāmiḥ śapāti naḥ | / brahmā yan manyutaḥ śapāt / sarvaṃ tan no adhaspadam ||
Und was der Vetter verflucht, / und was die Verwandte uns verflucht; / was ein Brahmane im Zorn verflucht: / das alles sei unter unseren Füßen.
aghadviṣṭā devajūtā / vīruc chapathayāvanī | / udnā malam ivāvānaik / sarvān mac chapathām̐ adhi ||
Vom Bösen gehaßt, von Göttern getrieben, / du Pflanze, Fluch-Vertreiberin: / wie mit Wasser den Schmutz, hast du abgewaschen / alle Flüche von mir.
yad enaṃ pariṣīdanti / samādadhati cakṣase | / saṃpreddho agnir jihvābhir / ud eti hṛdayād adhi ||
Wenn sie ihn umsitzen / und ihn ansehen, damit er scheint: / [dann] steigt Agni, aufgeflammt, mit Zungen / aus dem Herzen empor.
agneḥ sāntapanasyāham / āyuṣe padam ā rabhe | / addhātir yasya paśyati / dhūmam udyantam āsyataḥ ||
Von Agni, dem erhitzenden (sāntapana), / ergreife ich für das Leben den Fuß [Schritt]. / Dessen Rauch er sieht, der Nicht-Verschlingende, / wenn er aus dem Mund aufsteigt.
yo asya samidhaṃ veda / kṣatriyeṇa samāhitām | / nābhihvāre padaṃ / ni dadhāti sa mṛtyave ||
Wer dessen Brennholz kennt, / das vom Kṣatriya zusammengelegt ist: / der setzt nicht in ein Hindernis / den Fuß; er [gerät] zum Tod [nicht?].
nainaṃ ghnanti paryāyiṇo / na sannām̐ ava gacchati | / agner yaḥ kṣatriyo vidvān / nāma gṛhṇāty āyuṣe ||
Die Umherziehenden schlagen ihn nicht, / er gerät nicht in Not [wörtl.: kommt nicht zu den Niedergeschlagenen]. / Wer als Kṣatriya wissend Agnis Namen / nennt, [tut es] für das Leben.
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