Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.41 Winde, Kṣetriya, Sieg über Feinde und Brautzauber

somasya prāṇaḥ pavate purastād / dakṣiṇata aindra ā vātu vātaḥ | / asya diśo māturo yā pratīcī / sa no devāḥ śivo astv iha vātaḥ ||

Von Soma her weht der Atem von vorn; von rechts soll der Indra-gehörige Wind wehen; dessen Himmelsrichtung, die mütterliche [?], die westliche: dieser Wind soll uns hier, ihr Götter, gnädig sein.

mitrasya prāṇaḥ pavate ya uttarād / bṛhaspater ūrdhva ud vātu vātaḥ | / yo antarikṣam anu vāti vidvān / sa no devaḥ śivo astv iha vātaḥ ||

Von Mitra her weht der Atem, der von Norden [kommt]; von Bṛhaspati her soll der Wind aufwärts wehen; der wissend dem Luftraum entlang weht: der göttliche Wind soll uns hier gnädig sein.

ya uttarāt pavate yaḥ purastād / yo dakṣiṇāt pavate yaś ca paścāt | / ūrdhvām̐ uddeśām̐ anu yaḥ pravāti / sa no devaḥ śivo astv iha vātaḥ ||

Der von Norden weht, der von Osten, der von Süden weht und der von Westen, der den aufwärts gerichteten Gegenden entlang weht: der göttliche Wind soll uns hier gnädig sein.

trīṇy antarikṣāṇy anu vāsi / vāta tisro vāsi parāvataḥ | / sahasrākṣau vṛtrahā pāhy / arvāṅ vinudaṃ kṣetriyaṃ rapaḥ ||

Durch die drei Lufträume weht du, Wind, durch drei ferne Gegenden weht du; du Tausendäugiger, Vṛtra-Töter, schütze; vertreibe hierher gewandt das Kṣetriya-Übel.

na tatra dāraḥ kṛpaṇaṃ sasāra / na pratighnānā rudatī na bibhratī | / indro no yatrorukṛd vicakṣaṇaḥ / sa no *'jyāni mahatīṃ ni yacchāt ||

Dort läuft weder die Gattin elend umher noch die Schlagende, Weinende, Tragende [?]; wo Indra, der Weiträumigkeit-Schaffer, der Weitsichtige, [ist]: der soll uns die große Beraubung fernhalten [?].

indraḥ senāṃ mohayatu / maruto ghnantv ojasā | / agner vātasya dhrājyā / tān viṣūco vi nāśaya ||

Indra soll das Heer verwirren, die Maruts sollen mit Kraft schlagen; durch den Sturmstoß Agnis [und] des Windes lass sie nach allen Seiten auseinandergehen.

na dyaur eṣāṃ na pṛthivī / nāditir na dhanaṃjayā | Bhatt. ni(⟨ na) / cakṣūṃṣy agnir ā dhattāṃ / punar yantu parājitāḥ ||

Nicht der Himmel [ist] ihnen, nicht die Erde, nicht Aditi, nicht Dhanaṃjayā; Agni soll [ihnen] die Augen versetzen [?]; zurück sollen sie gehen, besiegt.

amitrāṇāṃ daraya grāmam indra / yo naḥ śatrur abhyeti jighāṃsan | / yathaiṣām indranuttānām / agninā veśo anu vartayāni me || Bhatt. (⟨ viśo?)

Zerreiße das Dorf der Feinde, Indra; wer uns als Feind nachstellt, uns töten wollend: damit ich diesen von Indra Vertriebenen mit Agni die Wohnstätte (veśa) nachrollen lasse [?].

jihmaṃ yugaṃ kṛṇvatām indranuttāḥ / parācīnaiḥ pathibhir yantu riṣyantaḥ | Bhatt. yanta(⟨ ntu) / tañ jayanto anv āsadema- / -agninā veśo anu vartayantaḥ ||

Krumm sollen sie das Joch machen, von Indra vertrieben; auf abgewandten Wegen sollen sie gehen, Schaden nehmend; sie besiegend wollen wir ihnen nachsetzen, mit Agni die Wohnstätte nachrollen lassend.

amitrāṇāṃ grāmam upayuktam / indreṇa nuttaṃ vi radāty agniḥ | / satvānaḥ santv anumādyā ime / yebhyaś carāmi haviṣā ghṛtena ||

Die angesetzte Schar der Feinde, von Indra gestoßen, zerreißt Agni; diese sollen Helden sein, die man bejubelt, für die ich mit Opfergut und Butter wirke.

aryamaṇaṃ hi devaṃ bhadraṃ / kanyā yam ayakṣata | / sa enā vṛtrahā deva / ito muñcātu māmutaḥ ||

Den Gott Aryaman, den Guten, den die Mädchen verehrt haben: dieser vṛtra-tötende Gott soll diese von hier lösen, nicht von dort.

iyaṃ te rājan varuṇa / jāmikā kṛṇute haviḥ | / tasyai patiṃ ny ā vaha / subhadraṃ pratikāmyam ||

Diese [Frau], König Varuṇa, die Verwandte, bringt dir das Opfergut dar; führe ihr einen Gatten zu, sehr glücklich, wunschgerecht.

ā krandaya dhanapate / varam āmanasaṃ kṛṇu | / sarvaṃ pradakṣiṇaṃ kṛdhi / patim asyai pratikāmyam ||

Ruf herbei, Herr der Güter; mache den Freier [ihr] herzlich zugeneigt; mache alles günstig, einen Gatten für sie, wunschgerecht.

ā paścād ā purastād / ottarād adharād uta | / pūrṇā bhagasya vartanis / tenemām abhi vartayāmasi / varcasā ca bhagena ca ||

Von hinten, von vorn, von Norden und von unten: voll ist Bhagas Fahrspur; damit wollen wir diese hierher wenden, mit Glanz und mit Bhaga.

nāsṛg asti pataṅgasya / tardasya maśakadyāḥ | / na saṃpatatram udyugo Bhatt. om. na / nyag glaur atra bhaviṣyati || K nyaṃ glau tatra; Bhatt. na glaur atra

Nicht ist Blut im Pataṅga (Fliegenden), im Tarda (Bohrwurm), im Mückenfresser [?]; kein Zusammenfliegender, Aufgejochter [?] wird da sein, [und] keine Beule (glau) wird hier nach unten [gerichtet] sein [?].

apadasvad apādasat / tuṇḍivyadhmāpādasat | / apāpacid ito 'dasad / apeto glaur naśiṣyaty / apivyadhman naśiṣyati ||

[Ohne Fuß? verschwunden ist es;] der Schnabel-Wundwulst ist weggeschwunden; [die Verhärtung] ist von hier weggeschwunden; weg von hier wird die Beule verschwinden, die Schwellung wird verschwinden [?].

yathā sūryaś candramasam / udyann evāpagūhati | / evā tvam ugra oṣadha / imāṃ glāvam apagūhatād itaḥ ||

Wie die Sonne den Mond, gerade aufgehend, verbirgt, so du, mächtige Pflanze: diese Glāva [Geschwulst] verbirg von hier hinweg.