Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.34 Zauber für Rede, Zuneigung und Wagenfahrt

tvacāpidhāne subhage / datparistaraṇe kave | / ekām iva vraje gāṃ / pari tvā varcasāsicam ||

Du mit der Haut als Hülle, Glückliche, mit den Zähnen als Bedeckung, Weise [Zunge]: wie eine einzelne Kuh im Kuhstall habe ich dich mit Glanz übergossen.

agreṇīr iva haṃsānāṃ / prapaśyantī puras patham | / jihve mā vivyatho mā / yathāpūrvaṃ tvaṃ vada ||

Wie die Anführerin der Gänse, die den Weg vor sich sieht: Zunge, du sollst nicht stocken, rede wie zuvor.

varcasvad aham udyāsaṃ / brahmarājanyābhyāṃ / śudrāya cāryāya ca | / yasmai ca kāmayāmahe / sarvasmai ca vipaśyate ||

Glanzvoll möchte ich auftreten unter Brahmanen und Kṣatriyas, unter Śūdra und Ārya, und für den, dem wir es wünschen, und für jeden, der sieht.

arvāñcau pādau pra hara- / -arvācīnaṃ manas tava | / arvācīnasya te ataḥ / parāṅ manyuṃ ni vartatām || Bhatt. manyuṃ(⟨ nyuḥ

Deine Füße setze hierher gewandt vor, hierher gewandt [sei] dein Geist; dir, dem Hierhergewandten, soll von hier der Zorn sich abwenden.

chāgalāde bhagavo / 'rvāg jyote parastamaḥ | / ā tvā khalajñakād asmāt / punar ā vartayāmasi ||

Ziegenfresser (?), Ehrwürdiger, hierhergewandtes Licht, Fernster [?]: von diesem Khalajñaka [?] wenden wir dich wieder hierher zurück.

yathā vrīhīn vrīhikhale / samākurvanti tūlibhiḥ | / evā te viṣṭhitaṃ manaḥ / sam ā karomi mām abhi ||

Wie man auf der Reistenne mit Besen die Reiskörner zusammenscharrt, so bringe ich deinen zerstreuten Sinn zusammen, zu mir hin.

tvam uttamaṃ surabhiṣāṃ / mādhyamaṃ vahator asi | / tvayā vadhūr vi jaṅgahe / taṃ tvā varcasa ā dade ||

Du bist das Höchste der Wohlriechenden, das Mittlere der beiden Fahrer (?); durch dich wird die Braut aufgetan [?]; diesen dich nehme ich um des Glanzes willen.

mūrdhnas te mūrdhanyebhyo / 'gruvaḥ pativittyāḥ | Bhatt. pativityāḥ (⟨ ttyāḥ) / aukṣaṃ śīrṣata ā dade ||

Von deinem Scheitel, von den Haupt-teilen, der jungfräulichen, Gatten-findenden [?]: ich habe besprengt, vom Kopf nehme ich [es].

yaś ca svādmā te aṅgeṣu / yaḥ premā hṛdaye ca te | / taṃ tvad ā veśayāmahe / mayi bhrājāti dīdyat ||

Was an Süße in deinen Gliedern ist und was an Liebe in deinem Herzen ist, das lassen wir aus dir in mich eingehen; in mir soll es leuchtend strahlen.

vātaraṃhā vājin bhava yujyamāna / indrasya yāhi prasave manojavāḥ | / yuñjantu tvā maruto daivyāsa / ā te tvaṣṭā patsu javaṃ dadhātu ||

Windschnell sei, Renner, angeschirrt; geh in Indras Antrieb hinein, geistesschnell. Die göttlichen Maruts sollen dich anschirren; Tvaṣṭar soll dir Schnelligkeit in die Füße legen.

javas te arvan nihito guhā / yaḥ śyene carati yaś ca vāte | / tena tvaṃ vājin balavān balena- / -ājiñ jaya samane pārayiṣṇuḥ ||

Schnelligkeit ist dir, Rennross, in der Höhle verborgen, die im Falken wandelt und die im Wind; mit dieser Kraft, du Kräftiger, gewinne im Getümmel den Wettlauf und bringe [uns] hinüber.

āsīyāne 'dhi manasa Bhatt. sī(⟨ śī) / āsīyāne 'dhi cakṣuṣaḥ | Bhatt. sī(⟨ śī) / āsīyānasya vātād bhūtvā- Bhatt. sī(⟨ śī) / -ājiñ jaya samane pārayiṣṇuḥ ||

[Du, der du] über den Geist hinaus, über das Auge hinaus [eilst] (āsīyāne, Form unsicher) [?]; vom Wind des [Ruhenden] her Wind geworden, gewinne im Getümmel den Wettlauf, hinüberbringend.

tanūs te vājin tanvaṃ vahantī / vāmam asmabhyaṃ dhātu śarma tubhyam | / ahruto maho dharuṇāya devā / divyam iva jyotiḥ svar ānamīyāḥ ||

Dein Leib, Renner, der meinen Leib trägt, soll uns Erwünschtes, dir Schutz verleihen; unbeirrt [mögen wir sein], ihr Götter, zur Stützung des Großen; wie himmlisches Licht möchtest du das Himmelslicht erreichen [?].

indro mā vakṣad akṣataṃ / vṛtrahā yo vṛtañjayaḥ | / sa me rathaṃ sa sārathiṃ / so aśvān sādhu me nayāt ||

Indra soll mich unversehrt fahren, der Vṛtra-Töter, der Hindernis-Sieger; er soll meinen Wagen, er den Wagenlenker, er die Rosse gut für mich führen.

indro mā tena nayatu / panthā yo abhayaḥ sugaḥ | / dakṣiṇā pārayāti mā / mā riṣaṃ samare yudhām ||

Indra soll mich auf jenem Weg führen, der furchtlos, gut gangbar ist; die Rechte (Dakṣiṇā) soll mich hinüberbringen; ich möchte nicht Schaden nehmen im Zusammentreffen der Kämpfer.

hṛtsuke pari ṇo nama Bhatt. (⟨ ṛcchuke?) / pārigaṃ tanve kṛdhi | / yuyuta parṇinaṃ śaram see 2.70.5c; Bhatt. yuyut (⟨ yūyuvat) / utāparṇaṃ riśād iti ||

O hṛtsuka [?], neige dich rings um uns; schaffe dem Leib einen Umgänger (Schutz) [?]. Haltet den gefiederten Pfeil ab und den ungefiederten, vom Verletzer her.