Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19

Hymne 19.31 Yātudhānīs sichtbar machen; Glanz; Heilkräuter

atīmām akhyaṃ pṛthivīm / ati dyām ati sūryam | / ati viśvam idaṃ bhūtam / aty akhyaṃ yātudhānyaḥ ||

Über diese Erde hinweg habe ich geblickt, / über den Himmel, über die Sonne, / über dieses ganze Seiende hinaus: / darüber hinaus habe ich die Yātudhānīs erblickt.

darśaya mā yātudhānān / darśaya yātudhānyaḥ | / aghāyūn sarvān darśaya- / -iti tvauṣadha ā rabhe ||

Zeige mir die Yātudhānas, / zeige die Yātudhānīs; / alle Übelwollenden zeige: / so fasse ich dich, Pflanze, an.

evā sahasracakṣo tvaṃ / prati paśyāsy āyataḥ | / saho 'si yātudhānajambhanam ||

So sollst du, Tausendäugiger, / den Kommenden entgegenblicken; / Kraft bist du, / Zermalmer der Yātudhānas.

imāḥ pāre pṛdākvas / triṣaptā nirjarāyavaḥ | / tāsāṃ jarāyuṇā vayam / akṣyāv api vyayāmasy / aghāyoḥ paripanthinaḥ ||

Diese Pṛdākus dort jenseits, / dreimal sieben, die sich häuten [?]: / mit deren Hülle (jarāyu) / umhüllen wir die beiden Augen / des Übelwollenden, des Wegelagerers.

viṣūcy etu kṛntatī / pinākam iva bibhratī | / viṣvak punarbhuvā mano / 'samṛddhā aghāyavaḥ ||

Auseinanderfahrend soll die Schneiderin gehen, / gleichsam den Pināka-Stab tragend; / nach allen Seiten mit der Wiederkehrenden (punarbhū) [?] ihr Sinn; / erfolglos sind die Übelwollenden.

apetaḥ paripanthino / +'po aghāyur arṣatu | / na bahavaḥ saṃ śaknavan / nārbhakā abhi dhṛṣṇavan ||

Fort von hier soll der Wegelagerer gehen, / fort soll der Übelwollende eilen; / nicht vermochten viele zusammen, / nicht wagten Kleine anzugreifen.

pretaṃ pādau pra sphurataṃ / vahataṃ pṛṇato gṛham | / indrāṇy etu prathamā- / -ajītāmuṣitā pathā ||

Geht los, ihr beiden Füße, eilt voran, / tragt [uns] zum Haus des Freigebigen; / Indrāṇī soll als Erste gehen, / unbesiegt, unberaubt auf dem Weg.

āyam agan phālgumaṇir / balena baladāḥ saha | / yenendro dasyūnāṃ vīrām̐ / asurāṇām avātirat ||

Hier ist der Phālgu-Amulett gekommen, / mit Kraft, [zusammen mit] den Kraftspendern; / mit dem Indra der Dasyus Helden / und der Asuras überwand.

varcasā māṃ payasokṣantu devā / varcasā dyāvāpṛthivī ubhe | / varco me devaḥ savitā dadhātu / varco vipraḥ kaśyapo me dadhātu ||

Mit Glanz und Milch sollen mich die Götter besprengen; / mit Glanz Himmel und Erde beide; / Glanz soll mir Gott Savitṛ setzen; / Glanz soll mir der Weise Kaśyapa setzen.

varco ma āpo dadhatu / varco me vīrudho dadhan | / bhūtāni sarvāḥ saṅgatya / varca ā dhur mukhe mama ||

Glanz sollen mir die Wasser setzen, / Glanz sollen mir die Pflanzen setzen; / alle Wesen, sich versammelnd, / haben Glanz mir in den Mund gesetzt.

yāḥ purastād vitiṣṭhante / gāvaḥ pravrājinīr iva | / vātīkṛtasya bheṣajīḥ / pippalīḥ pārayiṣṇavaḥ ||

Die sich vorne verteilen / wie wandernde Kühe: / die Heilmittel des Windleidens, / die Pippalīs, hinüberbringend.

rudrasya mūtram asy / amṛtasya nābhiḥ | / pṛthivyāṃ mūlaṃ niṣṭhitam asi / viṣāṇā nāma vātīkṛtabheṣajī ||

Du bist Rudras Harn, / der Nabel des Unsterblichen; / in der Erde ist die Wurzel niedergelegt; / Viṣāṇā (die Gehörnte) heißt du, / Heilmittel des Windleidens.

śaṃ te astu matasnābhyāṃ / śaṃ yakne śaṃ talīdyai | / śaṃ te pṛṣṭibhyo majjabhyaḥ / śam astu tanve tava ||

Heil sei dir für die beiden Matasna-Organe [?], / Heil für die Leber, Heil für die Talīdyā [?]; / Heil für deine Rippen, für das Mark; / Heil sei deinem Körper.

na hi te agne tanvaḥ / krūram ānaṃśa martyam | / kapir babhastu tejanaṃ / svaṃ jarāyu gaur iva ||

Nicht hat ja, Agni, [ein Sterblicher] / das Grausame deines Körpers erreicht; / ein Affe [?] soll den Rohrschaft [?] verschlingen, / wie eine Kuh ihre eigene Nachgeburt.

tveṣa iva saṃ ca vi ca roruvaṇyate / yad uttaradrā uparasya khādati | / śīrṣṇā śiro apsasāpso ardayann / aṃśūn babhastu haritebhir āśubhiḥ ||

Wie ein Wilder brüllt er zusammen und auseinander, [?] / wenn der Obere des Unteren frisst; / mit dem Kopf den Kopf, mit dem Mund [?] den Mund zermalmend, / soll er die Fasern kauen mit grünlich-gelben, schnellen [Zähnen?].

suparṇā vācam akratopa dyavy / ākhare kṛṣṇā iṣirā anartiṣuḥ | / ni yan niyanty uparasya niṣkṛtiṃ / purū reto dadhire sūryasyutaḥ || Bhatt. (⟨ śvi/syū?)

Die Suparṇas haben nahe am Himmel Rede erhoben; / in der Erdhöhle haben schwarze, rege getanzt; / wenn sie des Unteren Wiederherstellung erreichen, / haben sie viel Samen gesetzt [...] der Sonne [?].