bodhayainaṃ pra bodhaya / svaptave mānu manyathāḥ | / ūrdhvas tiṣṭhān mamādhyā / nānyāsāṃ kīrtayāś cana ||
Wecke ihn, wecke ihn auf; / denke nicht daran zu schlafen. / Aufrecht stehend gedenke meiner; / nenne keine der anderen [Frauen] auch nur.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19
bodhayainaṃ pra bodhaya / svaptave mānu manyathāḥ | / ūrdhvas tiṣṭhān mamādhyā / nānyāsāṃ kīrtayāś cana ||
Wecke ihn, wecke ihn auf; / denke nicht daran zu schlafen. / Aufrecht stehend gedenke meiner; / nenne keine der anderen [Frauen] auch nur.
ā vartaya ni vartaya- / -abhy ā vartayā kuru | / idam asya sarvā cittāni / smareṇa pra jayāmasi ||
Wende [ihn] her, wende [ihn] zurück, / wende [ihn] mir zu, mach [es so]. / Alle Gedanken von diesem / gewinnen wir durch Liebesverlangen (smara).
smaraṃ tapanti marutaḥ / samiddhe jātavedasi | / ud asya patatāṃ manas / tad asya ramatāṃ mayi ||
Das Verlangen erhitzen die Marut / im entzündeten Jātavedas. / Fliegen soll sein Sinn auf; / der soll sich an mir erfreuen.
gaṇapate gaṇapatiṃ mā kṛṇu / tasmān mā yavam ||
Herr der Schar, mach mich zum Herrn einer Schar; / von ihm möge ich nicht getrennt werden [?].
apigaṇāpigaṇaṃ mā kṛṇu / tasmān mā chitsi ||
Zur Schar Hinzugehöriger, mach mich zum Schar-Angehörigen; / von ihm möge ich nicht abgeschnitten werden.
sagaṇa sagaṇaṃ mā kṛṇu / tasmān mā naśam ||
Mit-der-Schar-Seiender, mach mich zum Schar-Angehörigen; / von ihm möge ich nicht verloren gehen.
gaṇavardhana gaṇaṃ me vardhaya / gavām aśvānāṃ puruṣāṇāṃ brahmacāriṇāṃ bhūtyā annādyasya ||
Scharmehrer, mehre mir die Schar / an Rindern, Rossen, Männern und Brahmacārins, durch Gedeihen, an Nahrungsfülle.
gaṇābhivardhana gaṇaṃ me 'bhi vardhaya / gavām (…) annādyasya || see 7b
Schar-Vermehrer, vermehre mir die Schar / (an Rindern, Rossen, Männern und Brahmacārins, durch Gedeihen, an Nahrungsfülle).
gaṇapravardhana gaṇaṃ me pra vardhaya / gavām aśvānāṃ puruṣāṇāṃ brahmacāriṇām bhūtyā annādyasya ||
Scharförderer, fördere mir die Schar / an Rindern, Rossen, Männern und Brahmacārins, durch Gedeihen, an Nahrungsfülle.
yac ca khātaṃ yac cākhātaṃ / sarvaṃ tad arasaṃ viṣam ||
Was gegraben und was nicht gegraben ist, / all das ist saftlos [wirkungslos] – das Gift.
yac ca piṣṭaṃ yac cāpiṣṭaṃ / sarvaṃ tad arasaṃ viṣam ||
Was zerstoßen und was nicht zerstoßen ist, / all das ist saftlos – das Gift.
yac ca digdhaṃ yac cādigdhaṃ / sarvaṃ tad arasaṃ viṣam ||
Was bestrichen und was nicht bestrichen ist, / all das ist saftlos – das Gift.
yathā vṛkī jagdhaputrā / vyāghrī vālalā bhavet | / evā tvam alalā bhava- / -ādhībhiḥ preṣito mama ||
Wie eine Wölfin, der die Söhne gefressen wurden, / oder eine Tigerin wehklagend (alalā) sein mag, / so sei du wehklagend, / von meinen Sorgen [Sehnsüchten] gesandt.
yathā dīptaṃ śaratūlam / agninālalā bhavet | / evā tvam alalā bhava- / -ādhībhiḥ preṣito mama ||
Wie ein brennender Schilfrohr-Flaum / durch Feuer prasselnd/wehklagend [alalā] sein mag, / so sei du wehklagend, / von meinen Sorgen gesandt.
ā krandayālalā bhava Bhatt. krandaya lalā / dasya kāmena śuṣya ca | Bhatt. hasya / ādhībhiḥ preṣito mama ||
Schrei auf, sei wehklagend, / und verdorre vor Verlangen [?]. / Von meinen Sorgen gesandt.