Quellen der Menschheit

Suśruta-Saṃhitā · Uttaratantra

Adhyāya 24: pratiśyāyapratiṣedho Behandlung des Schnupfens (Pratiśyāya)

Das vierundzwanzigste Kapitel behandelt ausführlich pratiśyāya, den Schnupfen bzw. Katarrh. Nach den Ursachen – übermäßiger Geschlechtsverkehr, Kopfüberhitzung, Rauch, Staub und Kälte – und den Vorboten wie Kopfschwere und Niesreiz werden fünf Formen unterschieden und an ihren Leitsymptomen erkannt: die vāta-bedingte mit trockener, verstopfter Nase, die pitta-bedingte mit heißem, gelblichem Ausfluss und Fieber, die kapha-bedingte mit weißem, kaltem Schleim, die alle drei doṣas gemeinsam betreffende Form mit starkem Juckreiz sowie die blutbedingte mit Nasenbluten und Würmern (kṛmi). Wird der Schnupfen vernachlässigt, entwickelt er sich zum chronischen pīnasa mit schwerwiegenden Folgen wie Schwerhörigkeit, Blindheit oder Verlust des Geruchssinns. Für den frischen wie den ausgereiften Schnupfen werden differenzierte Verfahren – Erbrechen, Nasenreinigung, Abführung, Rauchinhalationen sowie doṣa-spezifische Öl- und Ghee-Rezepturen – dargelegt, ergänzt um Diätvorschriften und einen eigenen Abschnitt zum wurmbedingten Schnupfen. Das umfangreiche Kapitel zeigt exemplarisch das gestufte Vorgehen der klassischen Ayurveda-Therapie von der Prodromalphase bis zur chronischen Erkrankung.

Die fünf Formen des Schnupfens (pratiśyāya) (Vers 6–15)
FormSymptome
vātaNase verstopft, dünner Schleim, trockene Kehle/Gaumen/Lippen, stechender Schläfenschmerz, veränderte Stimme
pittaheißer, gelblicher Ausfluss, Abmagerung, Blässe, Fieber, Durst, Gefühl von Feuerspeien
kaphaweißer, kalter Schleimausfluss, Blässe, geschwollene Augen, schweres Kopf- und Gesichtsgefühl
alle drei doṣa gemeinsamheftiger Juckreiz an Kopf, Kehle, Lippen und Gaumen; wiederkehrend, vereint alle Zeichen des pīnasa
blutbedingtBlutausfluss, kupferrote Augen, Brustschmerz, übler Atem-/Mundgeruch, Geruchsverlust, mitunter weiße Würmer
Wird der Schnupfen vernachlässigt, entwickelt er sich zum chronischen pīnasa mit Folgen wie Schwerhörigkeit, Blindheit oder Verlust des Geruchssinns.

athātaḥ pratiśyāyapratiṣedhaṃ vyākhyāsyāmaḥ

Nun werden wir die Behandlung des *pratiśyāya* (Schnupfen, Katarrh) erklären.

yathovāca bhagavān dhanvantariḥ

So wie es der erhabene Dhanvantari sprach:

nārīprasaṅgaḥ śiraso'bhitāpo dhūmo rajaḥ śītamatipratāpaḥ saṃdhāraṇaṃ mūtrapurīṣayośca sadyaḥ pratiśyāyanidānamuktam

Übermäßiger Geschlechtsverkehr mit Frauen, Überhitzung des Kopfes, Rauch, Staub, Kälte, übermäßige Hitze sowie das Zurückhalten von Harn und Kot gelten als Ursachen des akut auftretenden Schnupfens.

cayaṃ gatā mūrdhani mārutādayaḥ pṛthak samastāśca tathaiva śoṇitam prakopyamāṇā vividhaiḥ prakopaṇairnṛṇāṃ pratiśyāyakarā bhavanti hi

Sammeln sich die drei *doṣas* (Körpersäfte) — *vāta*, *pitta* und *kapha* — im Kopf an, sei es einzeln oder alle zusammen, ebenso wie das Blut, und werden sie durch mannigfaltige reizende Einflüsse erregt, so verursachen sie beim Menschen den Schnupfen.

śirogurutvaṃ kṣavathoḥ pravartanaṃ tathā'ṅgamardaḥ parihṛṣṭaromatā upadra vāścāpyapare pṛthagvidhā nṛṇāṃ pratiśyāyapuraḥsarāḥ smṛtāḥ

Schwere im Kopf, häufiges Niesen, Gliederschmerzen, Aufstellen der Körperhaare sowie verschiedene andere Begleiterscheinungen gelten als Vorboten des Schnupfens.

ānaddhā pihitā nāsā tanusrāvapravartinī galatālvoṣṭhaśoṣaśca nistodaḥ śaṅkhayostathā

Die Nase ist verstopft und verschlossen, sondert dünnen Schleim ab, Kehle, Gaumen und Lippen sind trocken, und in den Schläfen tritt ein stechender Schmerz auf —

svaropaghātaśca bhavet pratiśyāye'nilātmake uṣṇaḥ sapītakaḥ srāvo ghrāṇāt sravati paittike

— auch die Stimme wird beeinträchtigt: dies sind die Zeichen des *vāta*-bedingten Schnupfens. Beim *pitta*-bedingten Schnupfen fließt aus der Nase ein heißer, gelblicher Ausfluss.

kṛśo'tipāṇḍuḥ santapto bhavettṛṣṇābhipīḍitaḥ sadhūmaṃ sahasā vahniṃ vamatīva ca mānavaḥ

Der Kranke wird mager, sehr blass und fiebrig, wird von Durst gequält, und es ist ihm, als spiee er plötzlich rauchendes Feuer aus.

kaphaḥ kaphakṛte ghrāṇācchuklaḥ śītaḥ sravenmuhuḥ śuklāvabhāsaḥ śūnākṣo bhavedguruśiromukhaḥ

Beim *kapha*-bedingten Schnupfen fließt wiederholt weißer, kalter Schleim aus der Nase; der Kranke erscheint bleich, seine Augen sind geschwollen, und Kopf und Gesicht fühlen sich schwer an.

śirogalauṣṭhatālūnāṃ kaṇḍūyanamatīva ca bhūtvā bhūtvā pratiśyāyo yo'kasmādvinivartate

Wenn heftiger Juckreiz an Kopf, Kehle, Lippen und Gaumen besteht und der Schnupfen immer wieder auftritt und plötzlich von selbst wieder abklingt —

saṃpakvo vā'pyapakvo vā sa sarvaprabhavaḥ smṛtaḥ liṅgāni caiva sarveṣāṃ pīnasānāṃ ca sarvaje

— sei er nun ausgereift oder nicht, so gilt er als von allen drei *doṣas* gemeinsam verursacht; die Zeichen aller Arten des *pīnasa* (chronischer, hartnäckiger Schnupfen) treten bei dieser allumfassenden Form gemeinsam auf.

raktaje tu pratiśyāye raktāsrāvaḥ pravartate tāmrākṣaśca bhavejjantururoghātaprapīḍitaḥ

Beim blutbedingten Schnupfen tritt ein Blutausfluss auf; der Kranke bekommt kupferrote Augen und wird von Schmerzen in der Brust geplagt.

durgandhocchvāsavadanastathā gandhānna vetti ca mūrcchanti cātra kṛmayaḥ śvetāḥ snigdhāstathā'ṇavaḥ

Sein Atem und Mund riechen übel, und er nimmt keine Gerüche mehr wahr; dabei können sich auch weiße, glänzende, winzige *kṛmi* (Würmer) einnisten.

kṛmimūrdhavikāreṇa samānaṃ cāsya lakṣaṇam praklidyati punarnāsā punaśca pariśuṣyati

Seine Zeichen gleichen denen der wurmbedingten Kopferkrankung: die Nase wird abwechselnd feucht und wieder ganz trocken.

muhurānahyate cāpi muhurvivriyate tathā niḥśvāsocchvāsadaurgandhyaṃ tathā gandhānna vetti ca

Bald ist sie verstopft, bald wieder offen; Ein- und Ausatem riechen übel, und der Geruchssinn geht verloren.

evaṃ duṣṭapratiśyāyaṃ jānīyāt kṛcchrasādhanam sarva eva pratiśyāyā narasyāpratikāriṇaḥ

So erkenne man den verdorbenen Schnupfen, der nur schwer zu heilen ist. Bleiben jedoch alle Arten des Schnupfens beim Menschen ohne Gegenmaßnahmen,

kālena rogajananā jāyante duṣṭapīnasāḥ bāghiryamāndhyamaghrāṇaṃ ghorāṃśca nayanāmayān kāsāgnisādaśophāṃśca vṛddhāḥ kurvanti pīnasāḥ

— so entstehen mit der Zeit aus dem verdorbenen Schnupfen krankheitserzeugende Folgen: chronischer *pīnasa* erzeugt, wenn er fortbesteht, Schwerhörigkeit, Blindheit, Verlust des Geruchssinns, schwere Augenkrankheiten, Husten, Erlöschen des Verdauungsfeuers und Schwellungen.

navaṃ pratiśyāyamapāsya sarvamupācaret sarpiṣa eva pānaiḥ svedairvicitrairvamanaiśca yuktaiḥ kālopapannairavapīḍanaiśca

Den frischen Schnupfen behandle man vollständig durch das Trinken von Ghee, durch mannigfaltige *sveda* (Schwitzverfahren), durch geeignetes *vamana* (Erbrechen) und durch zeitgemäß angewandte *avapīḍana* (Nasentropfen-Verfahren).

apacyamānasya hi pācanārthaṃ svedo hito'mlairahimaṃ ca bhojyam niṣevyamāṇaṃ payasā'dra kaṃ vā saṃpācayedikṣuvikārayogaiḥ

Ist der Schnupfen noch nicht ausgereift, so ist zu seiner Reifung Schwitzen mit sauren Substanzen nützlich, und man esse warme Speisen; genossen mit Milch oder Ingwer bringt man ihn mithilfe von Zuckerrohrpräparaten zur Reifung.

pakvaṃ ghanaṃ cāpyavalambamānaṃ śirovirekairapakarṣayettam virecanāsthāpanadhūmapānairavekṣya doṣān kavalagrahaiśca

Ist der Schnupfen ausgereift, verdichtet und hängt zäh im Kopf fest, so entferne man ihn durch *śiroviveka* (kopfreinigende Mittel); je nach Zustand der *doṣas* setze man *virecana* (Abführmittel), *āsthāpana* (nährende Klistiere), Rauchinhalationen und *kavala* (Mundspülungen) ein.

nivātaśayyāsanaceṣṭanāni mūrdhno gurūṣṇaṃ ca tathaiva vāsaḥ tīkṣṇā virekāḥ śirasaḥ sadhūmā rūkṣaṃ yavānnaṃ vijayā ca sevyā

Man nutze windgeschützte Liege-, Sitz- und Bewegungsplätze, halte den Kopf warm bedeckt und trage schwere, warme Kleidung; scharfe kopfreinigende Mittel samt Rauchinhalation, trockene Gerstenspeisen und *vijayā* (Hanf, medizinisch verwendet) seien angewandt.

śītāmbuyoṣicchiśirāvagāhacintātirūkṣāśanavegarodhān śokaṃ ca madyāni navāni caiva vivarjayet pīnasarogajuṣṭaḥ

Wer an *pīnasa* leidet, meide kaltes Wasser, Geschlechtsverkehr, kalte Bäder, geistige Anstrengung, allzu trockene Speisen, das Unterdrücken natürlicher Bedürfnisse, Kummer sowie frischen, jungen Wein.

chardyaṅgasādajvaragauravārtamarocakāratyatisārayuktam vilaṅghanaiḥ pācanadīpanīyairupācaret pīnasinaṃ yathāvat

Ist der von *pīnasa* Betroffene zusätzlich von Erbrechen, Gliederschwäche, Fieber, Schweregefühl, Appetitlosigkeit sowie starkem Durchfall geplagt, so behandle man ihn angemessen mit Fasten sowie verdauungsfördernden und appetitanregenden Mitteln.

bahudra vairvātakaphopasṛṣṭaṃ pracchardayet pīnasinaṃ vayaḥstham upadra vāścāpi yathopadeśaṃ svairbheṣajairbhojanasaṃvidhānaiḥ jayedviditvā mṛdutāṃ gateṣu prāglakṣaṇeṣūktamathādiśecca

Ist der erwachsene *pīnasa*-Kranke von *vāta* und *kapha* mit reichlich flüssigem Ausfluss betroffen, lasse man ihn kräftig erbrechen; die Begleitbeschwerden überwinde man, wie gelehrt, mit den jeweils geeigneten Heilmitteln und Diätvorschriften. Erkennt man, dass die zuvor genannten Zeichen milder geworden sind, verordne man das im Folgenden Gesagte.

vātike tu pratiśyāye pibet sarpiryathākramam pañcabhirlavaṇaiḥ siddhaṃ prathamena gaṇena ca

Beim *vāta*-bedingten Schnupfen trinke man der Reihe nach Ghee, das mit den fünf Salzen und mit der ersten Kräutergruppe zubereitet wurde.

nasyādiṣu vidhiṃ kṛtsnamavekṣetārditeritam pittaraktotthayoḥ peyaṃ sarpirmadhurakaiḥ śṛtam

Man beachte das gesamte, bei *ardita* (Fazialisparese) beschriebene Verfahren des *nasya* (Nasentherapie) und dergleichen; bei den durch *pitta* und Blut verursachten Formen trinke man Ghee, das mit süß wirkenden Kräutern gekocht wurde.

pariṣekān pradehāṃśca kuryādapi ca śītalān śrīsarjarasapattaṅgapriyaṅgumadhuśarkarāḥ

Man wende auch kühlende Übergießungen und Auflagen an, aus *śrīsarjarasa* (Harz der Shorea robusta), Sappanholz, *priyaṅgu*, Honig und Zucker,

drā kṣāmadhūlikāgojīśrīparṇīmadhukaistathā yujyante kavalāścātra vireko madhurairapi

— desgleichen werden aus *drākṣā* (Weintraube), *madhūlikā*, *gojī*, *śrīparṇī* und *madhuka* (Süßholz) *kavalas* bereitet; auch das Abführen erfolgt hier mit süßen Mitteln.

dhavatvaktriphalāśyāmātilvakairmadhukena ca śrīparṇīrajanīmiśraiḥ kṣīre daśaguṇe pacet

Mit *dhava*-Rinde, *triphalā*, *śyāmā*, *tilvaka* und *madhuka*, gemischt mit *śrīparṇī* und *rajanī* (Kurkuma), koche man dies in der zehnfachen Menge Milch;

tailaṃ kālopapannaṃ tannasyaṃ syādanayorhitam kaphaje sarpiṣā snigdhaṃ tilamāṣavipakvayā

— das so zubereitete Öl dient zur rechten Zeit als *nasya* und ist bei diesen beiden Formen heilsam. Beim *kapha*-bedingten Schnupfen verwende man Ghee, das mit Sesam und Urdbohnen fettreich zubereitet wurde,

yavāgvā vāmayedvāntaḥ kaphaghnaṃ kramamācaret ubhe bale bṛhatyau ca viḍaṅgaṃ satrikaṇṭakam

— man lasse mit Reisschleim erbrechen und wende danach die schleimlösende Behandlung der Reihe nach an: beide *balā*-Arten, die beiden *bṛhatī*, *viḍaṅga* zusammen mit *trikaṇṭaka*,

śvetāmūlaṃ sadābhadrāṃ varṣābhūṃ cātra saṃharet tailamebhirvipakvaṃ tu nasyamasyopakalpayet

— *śvetā*-Wurzel, *sadābhadrā* und *varṣābhū* sammle man; das mit diesen zubereitete Öl diene diesem Kranken als *nasya*.

saralākiṇihīdārunikumbheṅgudibhiḥ kṛtāḥ vartayaścopayojyāḥ syurdhūmapāne yathāvidhi

Aus *sarala*, *kiṇihī*, *devadāru*, *nikumbha* und *iṅgudī* bereitete Räucherstäbchen seien vorschriftsgemäß zur Rauchinhalation verwendet.

sarpīṃṣi kaṭutiktāni tīkṣṇadhūmāḥ kaṭūni ca bheṣajānyupayuktāni hanyuḥ sarvaprakopajam

Scharf-bitteres Ghee, scharfe Rauchinhalationen und scharfe Heilmittel beseitigen, richtig angewendet, den durch alle drei *doṣas* gemeinsam verursachten Schnupfen.

rasāñjane sātiviṣe mustāyāṃ bhadra dāruṇi tailaṃ vipakvaṃ nasyārthe vidadhyāccātra buddhimān

Mit *rasāñjana*, *ativiṣā*, *mustā* und *bhadradāru* zubereitetes Öl verordne der kundige Arzt hierbei als *nasya*.

mustā tejovatī pāṭhā kaṭphalaṃ kaṭukā vacā sarṣapāḥ pippalīmūlaṃ pippalyaḥ saindhavāgnikau

*mustā*, *tejovatī*, *pāṭhā*, *kaṭphala*, *kaṭukā*, *vacā*, Senfkörner, *pippalī*-Wurzel, *pippalī*-Früchte, Steinsalz und *citraka*,

tutthaṃ karañjabījaṃ ca lavaṇaṃ bhadra dāru ca etaiḥ kṛtaṃ kaṣāyaṃ tu kavale saṃprayojayet

— Kupfersulfat, *karañja*-Samen, Salz und *bhadradāru*: mit diesen bereite man einen *kaṣāya* (Absud) und setze ihn zur *kavala*-Behandlung ein.

hitaṃ mūrdhavireke ca tailamebhirvipācitam kṣīramardhajale kvāthyaṃ jaṅgalairmṛgapakṣibhiḥ

Das mit diesen Mitteln zubereitete Öl ist auch zur *śiroviveka*-Behandlung heilsam. Milch koche man in halb so viel Wasser, mit Fleisch von wildlebenden Vierfüßlern und Vögeln,

puṣpairvimiśraṃ jalajairvātaghnairauṣadhairapi hime kṣīrāvaśiṣṭe'smin ghṛtamutpādya yatnataḥ

— vermischt mit Wasserblüten und *vāta*-beruhigenden Kräutern; ist die Milch bis zum kalten Rückstand eingekocht, gewinne man daraus sorgfältig Ghee,

sarvagandhasitānantāmadhukaṃ candanaṃ tathā āvāpya vipacedbhūyo daśakṣīraṃ tu tadghṛtam

— und koche dieses Ghee mit *sarvagandha*, Zucker, *anantā*, *madhuka* und Sandelholz versetzt nochmals ein, mit der zehnfachen Menge Milch.

nasye prayuktamudri ktān pratiśyāyām vyapohati yathāsvaṃ doṣaśamanaistailaṃ kuryācca yatnataḥ

Als *nasya* angewendet, vertreibt es die verstärkten Formen des Schnupfens; man bereite außerdem sorgfältig Öle, die jeweils die einzelnen *doṣas* beruhigen.

samūtrapittāścoddiṣṭāḥ kriyāḥ kṛmiṣu yojayet yāpanārthaṃ kṛmighnāni bheṣajāni ca buddhimān

Die bei Harn- und Gallenleiden genannten Verfahren wende man auch beim wurmbedingten Schnupfen an; zur dauerhaften Erhaltung der Gesundheit setze der kundige Arzt wurmtötende Heilmittel ein.

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