Yudhiṣṭhira sprach: „So werde ich es tun, wie du gesagt hast, o Herrscher der Erde; und ich bitte, von dir auch weiterhin unterwiesen zu werden, o Stier der Könige.
Wort für Wort
evam etat kariṣyāmi
so werde ich es tun (Fut.)
bhūyaś cānuśāsyo 'ham
und ich bitte, weiterhin unterwiesen zu werden (Ger.)
Vaiśaṃpāyana sprach: So angesprochen, wünschte jener königliche Weise vom weisen Dharmarāja Abschied vom Sohn der Kuntī zu nehmen, o Stier der Bharatas.
tam āsanagataṃ devī gāndhārī dharmacāriṇī uvāca kāle kālajñā prajāpatisamaṃ patim
Zu ihm, der dort saß, sprach die tugendhafte Königin Gāndhārī, die den rechten Zeitpunkt kannte, zur rechten Zeit zu ihrem Gatten, der Prajāpati gleich war:
Wort für Wort
āsanagataṃ
der dort saß (Akk. Ptz.)
kāle kālajñā
zur rechten Zeit, die den rechten Zeitpunkt kannte (Adv. + Adj.)
Dhṛtarāṣṭra sprach: „O Gāndhārī, ich habe selbst die Erlaubnis vom hochherzigen Vater erhalten; mit Yudhiṣṭhiras Zustimmung werde ich bald in den Wald gehen.
Wort für Wort
anujñātaḥ svayaṃ pitrā
von dem Vater selbst die Erlaubnis erhalten (Ptz. + Instr.)
Denn ich wünsche all jenen Söhnen, die dem schlimmen Würfelspiel verfallen waren, noch die für das Jenseits bestimmte Gabe zu geben, nachdem ich alle Untertanen in meinem eigenen Hause habe versammeln lassen.“
Wort für Wort
durdyūtadevinām putrāṇām
der dem schlimmen Würfelspiel verfallenen Söhne (Gen. Pl.)
vaiśaṃpāyana uvāca ity uktvā dharmarājāya preṣayām āsa pārthivaḥ sa ca tadvacanāt sarvaṃ samāninye mahīpatiḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: So gesprochen, sandte der König eine Botschaft an den Dharmarāja, und dieser Herrscher der Erde ließ auf jenes Wort hin alles zusammenbringen.
brāhmaṇāṃś ca mahīpālān nānādeśasamāgatān tataḥ prāha mahātejā dhṛtarāṣṭro mahīpatiḥ
und die Brahmanen und Herrscher, die aus verschiedenen Ländern zusammengekommen waren – zu ihnen allen sprach dann der hochenergische Dhṛtarāṣṭra, der Herrscher der Erde.
Wort für Wort
nānādeśasamāgatān
die aus verschiedenen Ländern Zusammengekommenen (Akk. Pl.)
araṇyagamane buddhir gāndhārīsahitasya me vyāsasyānumate rājñas tathā kuntīsutasya ca bhavanto 'py anujānantu mā vo 'nyā bhūd vicāraṇā
Mein Entschluss, zusammen mit Gāndhārī in den Wald zu ziehen, ist mit Zustimmung des Weisen Vyāsa und des Königs, des Sohnes der Kuntī, gefasst; so möget auch ihr eure Erlaubnis geben, es soll bei euch keine andere Erwägung sein.
Wort für Wort
araṇyagamane buddhiḥ
der Entschluss, in den Wald zu ziehen (Lok. + Nom.)
Seit das Königreich an Yudhiṣṭhira übergegangen ist, habe ich großes Glück erlangt; ich halte es für vorzüglicher als Duryodhanas Herrschaft, ihr Vortrefflichen.
Wort für Wort
yudhiṣṭhiragate rājye
seit das Königreich an Yudhiṣṭhira übergegangen ist (Lok. Abs.)
duryodhanaiśvaryād viśiṣṭam
vorzüglicher als Duryodhanas Herrschaft (Abl. + Adj.)
mama tv andhasya vṛddhasya hataputrasya kā gatiḥ ṛte vanaṃ mahābhāgās tan mānujñātum arhatha
Doch welchen Ausweg gibt es für mich, den Blinden, den Alten, den seiner Söhne Beraubten, außer dem Wald, ihr Hochbeglückten? So möget ihr mir dies erlauben.“
tān avibruvataḥ kiṃ cid duḥkhaśokaparāyaṇān punar eva mahātejā dhṛtarāṣṭro 'bravīd idam
Zu ihnen, die, ganz von Kummer und Trauer erfüllt, kein Wort erwiderten, sprach der hochenergische Dhṛtarāṣṭra abermals dies:
Wort für Wort
avibruvataḥ
die nicht erwiderten (Gen./Akk. Ptz.)
punar eva 'bravīd idam
sprach abermals dies (Impf.)
Kapitel endet offen: die eigentliche Rede beginnt erst zu Beginn von Kap.14, das unmittelbar mit "dhṛtarāṣṭra uvāca" und echtem Redeinhalt fortsetzt (verifiziert).