droṇasya somadattasya bāhlīkasya ca dhīmataḥ putrāṇāṃ caiva sarveṣāṃ ye cāsya suhṛdo hatāḥ yadi cābhyanujānīṣe saindhavāpasadasya ca
für Droṇa, für Somadatta, und für den weisen Bāhlīka, und für alle Söhne, und für alle seine gefallenen Freunde, und, wenn du es gewährst, auch für den Unwürdigen von Sindhu.“
Wort für Wort
droṇasya somadattasya bāhlīkasya
für Droṇa, Somadatta, Bāhlīka (Gen.)
saindhavāpasadasya
für den Unwürdigen von Sindhu (Gen.)
Mit dem „Unwürdigen von Sindhu“ (saindhavāpasada) ist abwertend Jayadratha, der König von Sindhu, gemeint, Draupadīs einstiger Entführer, von Arjuna im Krieg getötet.
Er, der einst Herr der gesamten Erde war, der Herrscher der Menschen, dessen Nachkommenschaft von Feinden vernichtet wurde, begehrt nun, in den Wald zu gehen.
Wort für Wort
pṛthivyāḥ kṛtsnāyā bhartā
Herr der gesamten Erde (Gen. + Nom.)
parair vinihatāpatyaḥ
dessen Nachkommenschaft von Feinden vernichtet wurde (Instr. + Nom.)
mā te 'nyat puruṣavyāghra dānād bhavatu darśanam ayaśasyam ato 'nyat syād adharmyaṃ ca mahābhuja
Nichts anderes als das Geben soll dir, o Tiger unter den Männern, als rechte Sicht erscheinen; alles andere wäre unrühmlich und dharmwidrig, o Starkarmiger.
Wort für Wort
dānād bhavatu darśanam
das Geben soll als rechte Sicht erscheinen (Abl. + Imp.)
rājānam upatiṣṭhasva jyeṣṭhaṃ bhrātaram īśvaram arhas tvam asi dātuṃ vai nādātuṃ bharatarṣabha evaṃ bruvāṇaṃ kaunteyaṃ dharmarājo 'bhyapūjayat
Diene dem König, dem älteren Bruder, dem Herrscher; du bist würdig zu geben, nicht, es zu verweigern, o Stier der Bharatas.“ Den so sprechenden Sohn der Kuntī ehrte der Dharmarāja.
iti me vartate buddhir mā vo nandantu śatravaḥ kaṣṭāt kaṣṭataraṃ yāntu sarve duryodhanādayaḥ yair iyaṃ pṛthivī sarvā ghātitā kulapāṃsanaiḥ
So steht mein Entschluss: Nicht sollen sich eure Feinde freuen; von Schlimmen zu Schlimmerem mögen sie alle gehen, Duryodhana und die anderen, durch die, den Schändern des Geschlechts, diese ganze Erde vernichtet wurde.
Wort für Wort
iti me vartate buddhiḥ
so steht mein Entschluss (Nom.)
kaṣṭāt kaṣṭataraṃ yāntu
von Schlimmen zu Schlimmerem mögen sie gehen (Abl. + Opt.)
Wie kannst du heute die zwölfjährige Feindschaft vergessen haben, den Gang ins unerkannte Exil, das Draupadīs Kummer mehrte? Wo war da Dhṛtarāṣṭras Zuneigung zu uns damals?
Wort für Wort
vairaṃ dvādaśavārṣikam
die zwölfjährige Feindschaft (Akk.)
dhṛtarāṣṭrasya sneho 'smāsu
Dhṛtarāṣṭras Zuneigung zu uns (Gen. + Nom. + Lok.)
kṛṣṇājinopasaṃvīto hṛtābharaṇabhūṣaṇaḥ sārdhaṃ pāñcālaputryā tvaṃ rājānam upajagmivān kva tadā droṇabhīṣmau tau somadatto 'pi vābhavat
In ein schwarzes Antilopenfell gehüllt, deines Schmucks und deiner Zierde beraubt, kamst du zusammen mit der Tochter des Pāñcāla-Königs zum König – wo waren da jene Droṇa und Bhīṣma, oder auch Somadatta?
kiṃ te tad vismṛtaṃ pārtha yad eṣa kulapāṃsanaḥ durvṛtto viduraṃ prāha dyūte kiṃ jitam ity uta
Hast du das vergessen, o Pārtha, dass dieser Schänder des Geschlechts, der Übelgesinnte, zu Vidura beim Würfelspiel höhnisch fragte, was denn gewonnen sei?“
Wort für Wort
kulapāṃsanaḥ durvṛttaḥ
der Schänder des Geschlechts, der Übelgesinnte (Nom.)
dyūte kiṃ jitam
beim Würfelspiel, was gewonnen sei (Lok. + Nom.)
Duryodhanas höhnische Frage an Vidura wird, da es sich um ein Zitat innerhalb der bereits offenen Rede Bhīmas handelt (dritte Zitatebene), indirekt statt mit eigenen Anführungszeichen wiedergegeben.