Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Āśramavāsikaparva

Kapitel 33: dhṛtarāṣṭrayudhiṣṭhirasaṃvādo vidurasya yudhiṣṭhiraśarīrapraveśaś ca Das Gespräch zwischen Dhṛtarāṣṭra und Yudhiṣṭhira, und Viduras Eingehen in Yudhiṣṭhiras Leib

dhṛtarāṣṭra uvāca yudhiṣṭhira mahābāho kaccit tāta kuśaly asi sahito bhrātṛbhiḥ sarvaiḥ paurajānapadais tathā

Dhṛtarāṣṭra sprach: „Yudhiṣṭhira, du Starkarmiger, bist du wohl, mein Kind, wohlauf, zusammen mit allen deinen Brüdern und ebenso mit den Bürgern und Landbewohnern?

Wort für Wort
kaccit tāta kuśaly asi
bist du wohl, mein Kind, wohlauf (Interrog. + Nom.)
paurajānapadais tathā
und ebenso mit Bürgern und Landbewohnern (Instr. Pl.)

ye ca tvām upajīvanti kaccit te 'pi nirāmayāḥ sacivā bhṛtyavargāś ca guravaś caiva te vibho

Und sind auch jene, die von dir leben, unversehrt - deine Minister und die Schar der Diener, und auch deine Lehrer, o Gebieter?

Wort für Wort
ye tvām upajīvanti
die von dir leben (Rel. + 3.Pl.Präs.)
sacivā bhṛtyavargāś ca guravaś
Minister, Dienerschar und Lehrer (Nom. Pl.)

kaccid vartasi paurāṇīṃ vṛttiṃ rājarṣisevitām kaccid dāyān anucchidya kośas te 'bhiprapūryate

Befolgst du wohl den althergebrachten, von den Königssehern geübten Lebenswandel? Füllt sich wohl deine Schatzkammer, ohne die Erbteile zu schmälern?

Wort für Wort
paurāṇīṃ vṛttiṃ rājarṣisevitām
den althergebrachten, von Königssehern geübten Lebenswandel (Akk.)
dāyān anucchidya
ohne die Erbteile zu schmälern (Akk. + Abs.)

arimadhyasthamitreṣu vartase cānurūpataḥ brāhmaṇān agrahārair vā yathāvad anupaśyasi

Verhältst du dich gegenüber Feinden, Neutralen und Freunden gebührend? Achtest du die Brahmanen gehörig durch Landschenkungen?

Wort für Wort
arimadhyasthamitreṣu
gegenüber Feinden, Neutralen und Freunden (Lok. Pl.)
agrahārair yathāvad anupaśyasi
achtest du gehörig durch Landschenkungen (Instr. + Adv.)

kaccit te parituṣyanti śīlena bharatarṣabha śatravo guravaḥ paurā bhṛtyā vā svajano 'pi vā

Sind sie wohl zufrieden mit deinem Wesen, o Stier der Bharatas - die Feinde, die Lehrer, die Bürger, die Diener oder auch die eigenen Verwandten?

Wort für Wort
parituṣyanti śīlena
sind zufrieden mit dem Wesen (3.Pl.Präs. + Instr.)
śatravo guravaḥ paurā bhṛtyā
Feinde, Lehrer, Bürger, Diener (Nom. Pl.)

kaccid yajasi rājendra śraddhāvān pitṛdevatāḥ atithīṃś cānnapānena kaccid arcasi bhārata

Opferst du wohl gläubig den Ahnen und Göttern, o Herr der Könige, und ehrst du die Gäste mit Speise und Trank, o Bhārata?

Wort für Wort
yajasi śraddhāvān
opferst du gläubig (2.Sg.Präs. + Nom.)
atithīṃś cānnapānena arcasi
ehrst du die Gäste mit Speise und Trank (Akk. + Instr.)

kaccic ca viṣaye viprāḥ svakarmaniratās tava kṣatriyā vaiśyavargā vā śūdrā vāpi kuṭumbinaḥ

Und sind in deinem Reich die Brahmanen wohl ihren eigenen Pflichten hingegeben, ebenso die Scharen der Kṣatriyas und Vaiśyas oder auch die Śūdra-Hausväter?

Wort für Wort
viṣaye svakarmaniratāḥ
im Reich, ihren eigenen Pflichten hingegeben (Lok. + Nom. Pl.)
śūdrā vāpi kuṭumbinaḥ
oder auch die Śūdra-Hausväter (Nom. Pl.)

kaccit strībālavṛddhaṃ te na śocati na yācate jāmayaḥ pūjitāḥ kaccit tava gehe nararṣabha

Grämen sich wohl Frauen, Kinder und Alte bei dir nicht, betteln sie nicht, werden die Frauen des Hauses wohl geehrt in deinem Haus, o Stier unter den Männern?

Wort für Wort
strībālavṛddhaṃ na śocati
Frauen, Kinder und Alte grämen sich nicht (Nom. + 3.Sg.Präs.)
jāmayaḥ pūjitāḥ
die Frauen des Hauses werden geehrt (Nom. Pl. + Ptz.)

kaccid rājarṣivaṃśo 'yaṃ tvām āsādya mahīpatim yathocitaṃ mahārāja yaśasā nāvasīdati

Verfällt wohl diese Königsseher-Dynastie, da sie dich, den Herrscher der Erde, gefunden hat, ihrem gebührenden Ruhm nicht, o Großkönig?“

Wort für Wort
rājarṣivaṃśo 'yaṃ
diese Königsseher-Dynastie (Nom.)
yaśasā nāvasīdati
verfällt nicht ihrem Ruhm (Instr. + 3.Sg.Präs.)

vaiśaṃpāyana uvāca ity evaṃvādinaṃ taṃ sa nyāyavit pratyabhāṣata kuśalapraśnasaṃyuktaṃ kuśalo vākyakarmaṇi

Vaiśaṃpāyana sprach: Ihm, der so sprach, antwortete jener Kenner des rechten Verhaltens, kundig in der Redekunst, mit einer mit der Wohlergehens-Frage verknüpften Erwiderung:

Wort für Wort
nyāyavit pratyabhāṣata
der Kenner des rechten Verhaltens antwortete (Nom. + Impf.)
kuśalapraśnasaṃyuktaṃ
mit der Wohlergehens-Frage verknüpft (Akk.)

kaccit te vardhate rājaṃs tapo mandaśramasya te api me jananī ceyaṃ śuśrūṣur vigataklamā apy asyāḥ saphalo rājan vanavāso bhaviṣyati

„Nimmt wohl deine Askese zu, o König, und ist deine Anstrengung dabei erträglich? Ist auch diese meine Mutter dir zu Diensten, frei von Erschöpfung? Wird auch ihr Waldaufenthalt fruchtbar sein, o König?

Wort für Wort
vardhate tapo mandaśramasya
nimmt die Askese zu, deine Anstrengung erträglich (3.Sg.Präs. + Nom. + Gen.)
saphalo vanavāso bhaviṣyati
wird der Waldaufenthalt fruchtbar sein (Nom. + Fut.)

iyaṃ ca mātā jyeṣṭhā me vītavātādhvakarśitā ghoreṇa tapasā yuktā devī kaccin na śocati

Und grämt sich wohl diese meine älteste Mutter, von Wind und Weg abgezehrt, der grausamen Askese hingegeben, die Herrin, nicht?

Wort für Wort
vītavātādhvakarśitā
von Wind und Weg abgezehrt (Nom.)
ghoreṇa tapasā yuktā
der grausamen Askese hingegeben (Instr. + Nom.)

[Anm.: mit 'ältester Mutter' ist Gāndhārī gemeint.]

hatān putrān mahāvīryān kṣatradharmaparāyaṇān nāpadhyāyati vā kaccid asmān pāpakṛtaḥ sadā

Denkt sie wohl nicht mit Groll an ihre erschlagenen, hochtapferen, dem Kṣatriya-Recht ergebenen Söhne, oder wohl stets an uns, die Übeltäter?

Wort für Wort
hatān putrān mahāvīryān
die erschlagenen, hochtapferen Söhne (Akk. Pl.)
nāpadhyāyati
denkt nicht mit Groll (3.Sg.Präs. verneint)

kva cāsau viduro rājan nainaṃ paśyāmahe vayam saṃjayaḥ kuśalī cāyaṃ kaccin nu tapasi sthitaḥ

Und wo ist jener Vidura, o König? Wir sehen ihn nicht. Und ist dieser Saṃjaya wohlauf? Weilt er wirklich in Askese?“

Wort für Wort
nainaṃ paśyāmahe vayam
wir sehen ihn nicht (verneint + 1.Pl.Präs.)
tapasi sthitaḥ
in Askese weilend (Lok. + Ptz.)

ity uktaḥ pratyuvācedaṃ dhṛtarāṣṭro janādhipam kuśalī viduraḥ putra tapo ghoraṃ samāsthitaḥ

Also angesprochen, erwiderte Dhṛtarāṣṭra dem Herrn der Menschen dies: „Vidura ist wohlauf, mein Sohn, er hat sich einer grausamen Askese unterzogen.

Wort für Wort
pratyuvācedaṃ janādhipam
erwiderte dies dem Herrn der Menschen (Impf. + Akk.)
tapo ghoraṃ samāsthitaḥ
hat sich grausamer Askese unterzogen (Akk. + Ptz.)

vāyubhakṣo nirāhāraḥ kṛśo dhamanisaṃtataḥ kadā cid dṛśyate vipraiḥ śūnye 'smin kānane kva cit

Von Luft lebend, ohne Nahrung, abgezehrt, mit hervortretenden Adern - er wird bisweilen von Brahmanen irgendwo in diesem einsamen Wald erblickt.“

Wort für Wort
vāyubhakṣo nirāhāraḥ
von Luft lebend, ohne Nahrung (Nom.)
dṛśyate vipraiḥ
wird von Brahmanen erblickt (Pass. + Instr.)

ity evaṃ vadatas tasya jaṭī vīṭāmukhaḥ kṛśaḥ digvāsā maladigdhāṅgo vanareṇusamukṣitaḥ

Während er so sprach, erschien jener mit verfilztem Haar, hagerem Antlitz, abgezehrt, den Himmel als Gewand tragend, seine Glieder mit Schmutz beschmiert, mit Waldstaub bestreut -

Wort für Wort
jaṭī digvāsā
mit verfilztem Haar, den Himmel als Gewand tragend [nackt] (Nom.)
vanareṇusamukṣitaḥ
mit Waldstaub bestreut (Nom.)

[Anm.: die genaue Bedeutung von 'vīṭāmukhaḥ' [?] ist unsicher, hier sinngemäß als 'hageres Antlitz' wiedergegeben.]

dūrād ālakṣitaḥ kṣattā tatrākhyāto mahīpateḥ nivartamānaḥ sahasā janaṃ dṛṣṭvāśramaṃ prati

der Kṣattā wurde von ferne erblickt, dort dem Herrscher der Erde angezeigt, während er sich, kaum die Menschen erblickend, plötzlich der Einsiedelei zuwandte und sich zurückzog.

Wort für Wort
dūrād ālakṣitaḥ kṣattā
der Kṣattā [Vidura] wurde von ferne erblickt (Nom.)
nivartamānaḥ sahasā
sich plötzlich zurückziehend (Ptz. + Adv.)

[Anm.: 'Kṣattā' ist ein Beiname Viduras.]

tam anvadhāvan nṛpatir eka eva yudhiṣṭhiraḥ praviśantaṃ vanaṃ ghoraṃ lakṣyālakṣyaṃ kva cit kva cit

Ihm allein lief der König Yudhiṣṭhira nach, als er in den furchtbaren Wald eindrang, bald sichtbar, bald unsichtbar, hier und dort.

Wort für Wort
anvadhāvan nṛpatir eka eva
ihm lief der König allein nach (Impf. + Nom.)
lakṣyālakṣyaṃ kva cit kva cit
bald sichtbar, bald unsichtbar, hier und dort (Adv.)

bho bho vidura rājāhaṃ dayitas te yudhiṣṭhiraḥ iti bruvan narapatis taṃ yatnād abhyadhāvata

„He, he, Vidura! Ich bin der König, dein geliebter Yudhiṣṭhira!“ - so rufend, lief der Herr der Menschen ihm eifrig nach.

Wort für Wort
bho bho vidura
he, he, Vidura! (Vok., Anrufung)
iti bruvan yatnād abhyadhāvata
so rufend, lief er eifrig nach (Ptz. + Adv. + Impf.)

tato vivikta ekānte tasthau buddhimatāṃ varaḥ viduro vṛkṣam āśritya kaṃ cit tatra vanāntare

Dann blieb, an einem abgeschiedenen, einsamen Ort, der Vortrefflichste der Weisen, Vidura, dort mitten im Wald stehen, an einen Baum gelehnt.

Wort für Wort
vivikta ekānte tasthau
blieb an abgeschiedenem, einsamem Ort stehen (Lok. + Perf.)
vṛkṣam āśritya
an einen Baum gelehnt (Akk. + Abs.)

taṃ rājā kṣīṇabhūyiṣṭham ākṛtīmātrasūcitam abhijajñe mahābuddhiṃ mahābuddhir yudhiṣṭhiraḥ

Den, fast völlig abgezehrt, nur noch durch seine Gestalt kenntlich, erkannte der König, der hochweise Yudhiṣṭhira, als den hochweisen Vidura.

Wort für Wort
kṣīṇabhūyiṣṭham ākṛtīmātrasūcitam
fast völlig abgezehrt, nur durch die Gestalt kenntlich (Akk.)
abhijajñe mahābuddhiṃ
erkannte den Hochweisen (Perf. + Akk.)

yudhiṣṭhiro 'ham asmīti vākyam uktvāgrataḥ sthitaḥ vidurasyāśrave rājā sa ca pratyāha saṃjñayā

„Ich bin Yudhiṣṭhira“ - dieses Wort sprechend, stand der König vor ihm, in Viduras Hörweite, und jener erwiderte durch ein Zeichen.

Wort für Wort
yudhiṣṭhiro 'ham asmi
ich bin Yudhiṣṭhira (Nom. + 1.Sg.Präs.)
pratyāha saṃjñayā
erwiderte durch ein Zeichen (Perf. + Instr.)

tataḥ so 'nimiṣo bhūtvā rājānaṃ samudaikṣata saṃyojya viduras tasmin dṛṣṭiṃ dṛṣṭyā samāhitaḥ

Dann, unbewegten Blickes geworden, betrachtete er unablässig den König - Vidura, seinen Blick mit dessen Blick vereinend, gesammelt.

Wort für Wort
animiṣo bhūtvā samudaikṣata
unbewegten Blickes geworden, betrachtete unablässig (Nom. + Ptz. + Impf.)
saṃyojya dṛṣṭiṃ dṛṣṭyā
den Blick mit dem Blick vereinend (Abs. + Akk. + Instr.)

viveśa viduro dhīmān gātrair gātrāṇi caiva ha prāṇān prāṇeṣu ca dadhad indriyāṇīndriyeṣu ca

Der weise Vidura ging ein, Glied für Glied, indem er seine Lebenshauche in dessen Lebenshauche und seine Sinne in dessen Sinne legte,

Wort für Wort
viveśa gātrair gātrāṇi
ging ein, Glied in Glieder (Perf. + Instr. + Akk.)
prāṇān prāṇeṣu dadhat
die Lebenshauche in die Lebenshauche legend (Akk. + Lok. + Ptz.)

sa yogabalam āsthāya viveśa nṛpates tanum viduro dharmarājasya tejasā prajvalann iva

er, gestützt auf die Kraft des Yoga, ging in den Leib des Königs ein - Vidura in den des Dharmarāja, gleichsam von Glut entflammt.

Wort für Wort
yogabalam āsthāya
gestützt auf die Kraft des Yoga (Akk. + Abs.)
tejasā prajvalann iva
gleichsam von Glut entflammt (Instr. + Ptz.)

vidurasya śarīraṃ tat tathaiva stabdhalocanam vṛkṣāśritaṃ tadā rājā dadarśa gatacetanam

Jenen Leib Viduras aber, so mit starrem Blick, an den Baum gelehnt, erblickte da der König als seines Bewusstseins entschwunden.

Wort für Wort
stabdhalocanam vṛkṣāśritam
mit starrem Blick, an den Baum gelehnt (Akk.)
dadarśa gatacetanam
erblickte als seines Bewusstseins entschwunden (Perf. + Akk.)

balavantaṃ tathātmānaṃ mene bahuguṇaṃ tadā dharmarājo mahātejās tac ca sasmāra pāṇḍavaḥ

Sich selbst nahm der hochglänzende Dharmarāja, der Pāṇḍava, da als kraftvoll und mit vielen Vorzügen versehen wahr, und er erinnerte sich daran,

Wort für Wort
balavantaṃ bahuguṇaṃ mene
nahm als kraftvoll und mit vielen Vorzügen versehen wahr (Akk. + Perf.)
sasmāra
erinnerte sich (Perf.)

paurāṇam ātmanaḥ sarvaṃ vidyāvān sa viśāṃ pate yogadharmaṃ mahātejā vyāsena kathitaṃ yathā

an seine ganze frühere, der Weisheit kundige Yoga-Lehre, o Herr der Völker, wie sie ihm einst von Vyāsa verkündet worden war.

Wort für Wort
paurāṇam yogadharmaṃ
die frühere Yoga-Lehre (Akk.)
vyāsena kathitaṃ yathā
wie von Vyāsa verkündet (Instr. + Ptz. + Adv.)

dharmarājas tu tatrainaṃ saṃcaskārayiṣus tadā dagdhukāmo 'bhavad vidvān atha vai vāg abhāṣata

Der Dharmarāja aber, der ihm dort die Totenriten erweisen und ihn verbrennen wollte, war schon entschlossen dazu, als eine Stimme ertönte:

Wort für Wort
saṃcaskārayiṣuḥ dagdhukāmaḥ
die Totenriten erweisen wollend, verbrennen wollend (Nom.)
vāg abhāṣata
eine Stimme sprach (Nom. + Impf.)

bho bho rājan na dagdhavyam etad vidurasaṃjñakam kalevaram ihaitat te dharma eṣa sanātanaḥ

„He, he, König! Dieser Leib, genannt Vidura, soll hier nicht verbrannt werden - dies ist deine ewige Pflicht.

Wort für Wort
na dagdhavyam etat kalevaram
dieser Leib soll nicht verbrannt werden (Verbaladj. + Nom.)
dharma eṣa sanātanaḥ
dies ist die ewige Pflicht (Nom.)

lokāḥ saṃtānakā nāma bhaviṣyanty asya pārthiva yatidharmam avāpto 'sau naiva śocyaḥ paraṃtapa

Welten, Saṃtānaka genannt, werden ihm zuteil werden, o Herrscher; er hat das Recht des Asketen erlangt - er ist keineswegs zu beklagen, o Bezwinger der Feinde.“

Wort für Wort
lokāḥ saṃtānakā nāma bhaviṣyanti
Welten, Saṃtānaka genannt, werden zuteil werden (Nom. + Fut.)
yatidharmam avāptaḥ
hat das Recht des Asketen erlangt (Akk. + Ptz.)

ity ukto dharmarājaḥ sa vinivṛtya tataḥ punaḥ rājño vaicitravīryasya tat sarvaṃ pratyavedayat

Also angesprochen, kehrte der Dharmarāja dann wieder zurück und berichtete dies alles dem König, dem Sohn des Vicitravīrya.

Wort für Wort
vinivṛtya punaḥ
wieder zurückkehrend (Abs. + Adv.)
pratyavedayat tat sarvaṃ
berichtete dies alles (Impf. + Akk.)

tataḥ sa rājā dyutimān sa ca sarvo janas tadā bhīmasenādayaś caiva paraṃ vismayam āgatāḥ

Da gerieten jener glanzvolle König und alle Leute dort, sowie Bhīmasena und die anderen, in höchstes Erstaunen.

Wort für Wort
dyutimān rājā
der glanzvolle König (Nom.)
paraṃ vismayam āgatāḥ
gerieten in höchstes Erstaunen (Akk. + Ptz.)

tac chrutvā prītimān rājā bhūtvā dharmajam abravīt āpo mūlaṃ phalaṃ caiva mamedaṃ pratigṛhyatām

Als er dies vernommen hatte, sprach der König erfreut zu dem Dharma-Geborenen: „Dieses mein Wasser, meine Wurzeln und Früchte mögen angenommen werden -

Wort für Wort
tac chrutvā prītimān
dies vernommen habend, erfreut (Abs. + Nom.)
āpo mūlaṃ phalaṃ pratigṛhyatām
Wasser, Wurzeln und Früchte mögen angenommen werden (Nom. + Optativ Pass.)

yadanno hi naro rājaṃs tadanno 'syātithiḥ smṛtaḥ ity uktaḥ sa tathety eva prāha dharmātmajo nṛpam phalaṃ mūlaṃ ca bubhuje rājñā dattaṃ sahānujaḥ

denn von welcher Speise ein Mann lebt, o König, von dessen Speise gilt auch sein Gast als lebend.“ So angesprochen, sagte der Dharma-Geborene zustimmend, es solle so sein, und verzehrte, zusammen mit seinen jüngeren Brüdern, die vom König gegebenen Früchte und Wurzeln.

Wort für Wort
yadanno naro tadanno 'tithiḥ
von welcher Speise ein Mann lebt, von dessen Speise sein Gast (Nom.)
tathety eva prāha
sagte zustimmend, es solle so sein (Adv. + Perf.)

tatas te vṛkṣamūleṣu kṛtavāsaparigrahāḥ tāṃ rātriṃ nyavasan sarve phalamūlajalāśanāḥ

Dann nahmen sie an den Wurzeln der Bäume ihr Nachtlager und verbrachten dort alle jene Nacht, sich von Früchten, Wurzeln und Wasser nährend.

Wort für Wort
vṛkṣamūleṣu kṛtavāsaparigrahāḥ
an den Wurzeln der Bäume ihr Nachtlager nehmend (Lok. + Nom.)
phalamūlajalāśanāḥ
sich von Früchten, Wurzeln und Wasser nährend (Nom. Pl.)

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