Vaiśaṃpāyana sprach: Als der Herr der Kauravas in den Wald gegangen war, wurden die Pāṇḍavas, o König, von Kummer und Leid getroffen, und vom Kummer um die Mutter gequält.
Wort für Wort
duḥkhaśokasamāhatāḥ babhūvuḥ
wurden von Kummer und Leid getroffen (Nom. Pl. + Perf.)
mātṛśokena cārditāḥ
und vom Kummer um die Mutter gequält (Instr. + Nom. Pl.)
kathaṃ nu rājā vṛddhaḥ sa vane vasati nirjane gāndhārī ca mahābhāgā sā ca kuntī pṛthā katham
wie wohl jener alte König in dem menschenleeren Wald lebe, und die hochgesegnete Gāndhārī, und wie jene Kuntī, die Pṛthā;
Wort für Wort
vane vasati nirjane
lebt in dem menschenleeren Wald (Lok. + Präs. + Lok.)
mahābhāgā sā ca kuntī pṛthā
und die hochgesegnete Kuntī, die Pṛthā (Nom.)
Die Brahmanen und Bürger äußern hier keine direkt zitierte Rede (kein uvāca/iti im Quelltext), sondern der Inhalt ihrer Gespräche (V002-006) wird als indirekte Rede wiedergegeben.
sukhārhaḥ sa hi rājarṣir na sukhaṃ tan mahāvanam kimavasthaḥ samāsādya prajñācakṣur hatātmajaḥ
denn jener königliche Weise, des Glücks würdig, weile nun in jenem großen Wald, der nicht dem Glück entspreche – in welchem Zustand er wohl sei, er, der Blinde, dessen Auge die Weisheit ist, der seine Söhne verloren hat;
Wort für Wort
sukhārhaḥ na sukhaṃ mahāvanam
des Glücks würdig, in jenem großen Wald, der nicht Glück ist (Nom. + Neg. + Akk.)
prajñācakṣur hatātmajaḥ
der Blinde, dessen Auge die Weisheit ist, der seine Söhne verloren hat (Nom.)
eine überaus schwere Tat habe Kuntī vollbracht, indem sie, ohne ihre Söhne mehr zu sehen, die königliche Herrlichkeit verlassend, das Waldleben gewählt habe;
Wort für Wort
suduṣkaraṃ kṛtavatī kuntī
eine überaus schwere Tat hat Kuntī vollbracht (Akk. + Perf.Ptz. + Nom.)
rājyaśriyaṃ parityajya vanavāsam arocayat
die königliche Herrlichkeit verlassend, wählte sie das Waldleben (Akk. + Abs. + Akk. + Impf.)
viduraḥ kimavasthaś ca bhrātuḥ śuśrūṣur ātmavān sa ca gāvalgaṇir dhīmān bhartṛpiṇḍānupālakaḥ
und in welchem Zustand wohl Vidura sei, der beherrschte, seinem Bruder dienende, und jener weise Sohn Gavalgaṇas, der seinem Herrn die Treue bewahrende.
Wort für Wort
bhrātuḥ śuśrūṣur ātmavān
der beherrschte, seinem Bruder dienende (Gen. + Nom.)
tathaiva pitaraṃ vṛddhaṃ hataputraṃ janeśvaram gāndhārīṃ ca mahābhāgāṃ viduraṃ ca mahāmatim
Ebenso dachten sie an den alten Vater, den seine Söhne verloren habenden Herrscher der Menschen, und an die hochgesegnete Gāndhārī, und an den hochweisen Vidura.
Wort für Wort
hataputraṃ janeśvaram
den seine Söhne verloren habenden Herrscher der Menschen (Akk.)
vairāṭyās tu sutaṃ dṛṣṭvā pitaraṃ te parikṣitam dhārayanti sma te prāṇāṃs tava pūrvapitāmahāḥ
Doch als sie den Sohn der Tochter Virāṭas erblickten, deinen Vater Parikṣit, erhielten sie, deine Vorväter, ihr Leben aufrecht.
Wort für Wort
vairāṭyās sutaṃ dṛṣṭvā
nachdem sie den Sohn der Tochter Virāṭas erblickt hatten (Gen. + Akk. + Abs.)
dhārayanti sma te prāṇān
erhielten sie ihr Leben aufrecht (Präs. + Partikel + Nom. Pl. + Akk.)
Vaiśaṃpāyana wendet sich hier direkt an seinen Zuhörer König Janamejaya, dessen Vater Parikṣit (Sohn Abhimanyus und Uttarās, der Tochter Virāṭas) als einziger überlebender Erbe des Geschlechts den trauernden Pāṇḍavas neuen Lebenswillen gab.