Morgenlied: Agni leuchtet vor der Morgenröte, Savitṛ und Sūrya füllen die Räume mit Licht, Uṣas fährt heran; die Aśvin werden zum Soma geladen (4). Vers 5 wiederholt das Rätsel von 4.13.5 wörtlich und fügt sich hier schlecht ein.
Agni Jātavedas, der Gott, hat sich den leuchtenden Morgenröten mit ihrer Größe zugewandt; / kommt, ihr Nāsatya, weithin Preisende, mit dem Wagen zu dieser Weihehandlung von uns heran.
Aufwärts hat Savitṛ, der Gott, sein Zeichen gehängt, für die ganze Welt Licht schaffend; / du hast Himmel und Erde und den Luftraum erfüllt, die Sonne mit ihren Strahlen leuchtend hell.
Heranführend, die Rötliche, ist sie mit Licht gekommen, die Große, Bunte, durch Strahlen sich bemerkbar machend; / zum Wohlergehen wachrufend fährt die Göttin Uṣas mit gutgeschirrtem Wagen.
ā vāṃ vahiṣṭhā iha te vahantu rathā aśvāsa uṣaso vyuṣṭau / ime hi vām madhupeyāya somā asmin yajñe vṛṣaṇā mādayethām
Zu euch beiden sollen die besten Zugtiere, die Wagen, [die] Rosse, hierher fahren beim Aufleuchten der Morgenröten; / denn diese Somas sind für euch zum Honigtrunk [bereit]; an dieser Weihehandlung, ihr Stiere, berauscht euch.
anāyato anibaddhaḥ kathāyaṃ nyaṅṅ uttāno 'va padyate na | [Anm.: Saṃhitā-Text und Padapāṭha der Quelle stimmen an dieser Stelle nicht überein (verschoben oder gekürzt). Padapāṭha: anāyataḥ ani-baddhaḥ kathā ayam nyaṅ uttānaḥ ava padyate na kayā yāti svadhayā kaḥ dadarśa divaḥ skambhaḥ sam-ṛtaḥ pāti nākam]
Nicht gespannt, ungebunden – wie fällt dieser nicht herab, abwärts [gerichtet], aufrecht [?]? / Mit welcher Eigenkraft geht er? Wer hat es gesehen? Des Himmels Stütze, zusammengefügt, schützt das Firmament [Anm.: wörtliche Wiederholung von 4.13.5; Rätsel um die Sonne, fest].