Kapitel 37: ṛgvede 4.37 · upa no vājā adhvaram ṛbhukṣā devā yāta pathibhir devayānaiḥ
Bitte an die Ṛbhus um Kommen und Reichtum
Einladung der Ṛbhus zur Weihehandlung und Bitte um Reichtum und Ross; das Lied ist syntaktisch teils elliptisch (v. 3 und 8) und der Text in 4.37.3 (tryudāyam, bṛhaddiveṣu) unsicher.
Kommt zu uns, ihr Vājas, Ṛbhukṣan, ihr Götter, zur Weihehandlung / auf den Götterwegen, / wie ihr die Weihehandlung des Menschen [Manu] in diesen Siedlungen annehmt, / erfreut, an schönen Tagen.
te vo hṛde manase santu yajñā juṣṭāso adya ghṛtanirṇijo guḥ / pra vaḥ sutāso harayanta pūrṇāḥ kratve dakṣāya harṣayanta pītāḥ
Diese Weihehandlungen sollen euch für Herz und Sinn sein, / die willkommenen, heute in Schmalz gekleideten sind [zu euch] gegangen. / Die gepressten, vollen [Tränke] haben euch angeregt [?], / zu Einsicht und Geschick haben sie erfreut, getrunken.
Das Dreifach-Dargebrachte [?], den Göttern zugelegt – / wie euch das Loblied, ihr Vājas, Ṛbhukṣan: ich habe es euch gegeben. / Wie bei Manu habe ich in den hinteren Siedlungen [gerufen/gegossen] [?] / mit euch zugleich in den Himmelshöhen den Soma.
Wort für Wort
tri-udāyam
dreifach Dargebrachtes [?] (Nom. Sg.)
deva-hitam
den Göttern gelegt, für die Götter bestimmt (Nom. Sg.)
vaḥ
euch (Dat. Pl.)
stomaḥ
Loblied (Nom. Sg.)
vājāḥ
Vājas (Vok. Pl.)
ṛbhukṣaṇaḥ
Ṛbhukṣan (Vok. Pl.)
dade
ich habe gegeben (1. Sg. Perf. Med.)
vaḥ
euch (Dat. Pl.)
juhve
ich habe gegossen, gerufen [?] (1. Sg. Perf. Med.)
pīvoaśvāḥ śucadrathā hi bhūtāyaḥśiprā vājinaḥ suniṣkāḥ / indrasya sūno śavaso napāto 'nu vaś cety agriyam madāya
Denn ihr seid Männer mit fetten Rossen, mit leuchtenden Wagen, / mit eisernen Kinnbacken [Helmwangen] [?], rasch, gut geschmückt, / Söhne Indras, Enkel der Kraft; / euch gemäß ist das Vorderste zum Rausch wahrgenommen worden [?].
Wort für Wort
pīvaḥ-aśvāḥ
mit fetten, strotzenden Rossen (Nom. Pl.)
śucat--rathāḥ
mit leuchtenden Wagen (Nom. Pl.)
hi
denn
bhūta
seid (2. Pl. Imp./Ind.)
āyaḥ-śiprāḥ
mit eisernen Kinnbacken, Helmwangen [?] (Nom. Pl.)
vājinaḥ
rasch, kraftvoll (Nom. Pl.)
su-niṣkāḥ
gut geschmückt (Nom. Pl.)
indrasya
Indras (Gen. Sg.)
sūnaḥ
Söhne (Vok. Pl.)
śavasaḥ
der Kraft (Gen. Sg.)
napātaḥ
Enkel (Vok. Pl.)
anu
entlang, nach
vaḥ
euch (Gen. Pl.)
ceti
wurde wahrgenommen, erschien (3. Sg. Aor. Pass.) [?]
Den Ṛbhu und die Ṛbhukṣans, den Reichtum, / den im Wettlauf siegreichsten Gefährten, / den mit Indra verbundenen, stets am meisten gewinnenden, / den rossreichen rufen wir an.
Wort für Wort
ṛbhum
den Ṛbhu (Akk. Sg.)
ṛbhukṣaṇaḥ
die Ṛbhukṣans (Akk. Pl.)
rayim
Reichtum (Akk. Sg.)
vāje
im Wettlauf, in der Kraft (Lok. Sg.)
vājin-tamam
am meisten kräftig, siegreichsten (Akk. Sg.)
yujam
Gefährten (Akk. Sg.)
indrasvantam
mit Indra verbunden (Akk. Sg.)
havāmahe
wir rufen an (1. Pl. Med.)
sadāsātamam
stets am meisten gewinnend, immer gebend (Akk. Sg.)
sed ṛbhavo yam avatha yūyam indraś ca martyam / sa dhībhir astu sanitā medhasātā so arvatā
Der, ihr Ṛbhus, den ihr fördert, ihr und Indra, den Sterblichen: / der soll durch Andachten ein Gewinner sein, / im Erlangen der Weisheit, der auch mit dem Ross.
taṃ no vājā ṛbhukṣaṇa indra nāsatyā rayim / sam aśvaṃ carṣaṇibhya ā puru śasta maghattaye
Den [bringt] uns, Vājas, Ṛbhukṣan, Indra, Nāsatyas: Reichtum, / ein Ross zu den Völkern hin – viel, gepriesen, / zum Schenken [Anm.: Verb fehlt, zu ergänzen 'bringt'] [?].