Kapitel 2: ṛgvede 4.2 · yo martyeṣv amṛta ṛtāvā devo deveṣv aratir nidhāyi
Agni, Bote und Beschützer der Verehrer; die Väter und die Rinderbefreiung
Preis Agnis als unsterblicher Mittler zwischen Göttern und Menschen, Schutzbitten für den Darbringer (V. 6-10) und Rückblick auf die Ur-Väter, die den Felsen öffnen (15-17). V. 11, 12, 13, 14 und 18 sind sprachlich schwierig.
Der unter den Sterblichen unsterbliche, ordnungsgemäße Gott wurde unter den Göttern als Mittler eingesetzt; / der Rufer, beste Verehrer, in Größe, um zu leuchten; Agni, um den Menschen mit Darbringungen anzutreiben [?].
iha tvaṃ sūno sahaso no adya jāto jātāṃ ubhayāṃ antar agne / dūta īyase yuyujāna ṛṣva ṛjumuṣkān vṛṣaṇaḥ śukrāṃś ca
Hier, du Sohn der Kraft, heute für uns geboren, gehst du, Agni, zwischen beiden Geborenen als Bote, / anschirrend, erhaben, die geradhodigen [?] Stiere und die Hellen.
atyā vṛdhasnū rohitā ghṛtasnū ṛtasya manye manasā javiṣṭhā / antar īyase aruṣā yujāno yuṣmāṃś ca devān viśa ā ca martān
Die beiden Rosse, die Wachstumsmehrer, rötlich, schmalzströmend, ich meine sie im Geist als die schnellsten des Ṛta; / dazwischen gehst du, rötliche anschirrend, und euch Götter, die Stämme und die Sterblichen.
aryamaṇaṃ varuṇam mitram eṣām indrāviṣṇū maruto aśvinota / svaśvo agne surathaḥ surādhā ed u vaha suhaviṣe janāya
Aryaman, Varuṇa, Mitra von diesen, Indra-Viṣṇu, die Marut und die Aśvin: / mit guten Rossen, gutem Wagen, guter Gabe, Agni, fahre sie herbei zum gut darbringenden Menschen.
gomāṃ agne 'vimāṃ aśvī yajño nṛvatsakhā sadam id apramṛṣyaḥ / iḷāvāṃ eṣo asura prajāvān dīrgho rayiḥ pṛthubudhnaḥ sabhāvān
Mit Rindern, Agni, mit Schafen, mit Rossen ist die Verehrungsweihe, mit Männern als Freunden, immer unvergessen [?], / mit Labung ist sie, Asura, mit Nachkommen, ein langer Reichtum mit breitem Grund, mit Versammlungen [?].
Wer dir Brennholz brachte, schwitzend, oder sein Haupt aus Verlangen nach dir erhitzte [?]: / dessen selbstmächtiger Hüter werde, Agni; vor jedem Übelwollenden schütze ihn ganz.
Wer dir Speise brachte, dem Speise Begehrenden, und den erfreulichen Gast bereitet und anregt, / wer göttersuchend im Haus dich entzündet: bei diesem soll der Reichtum fest sein, gabenreich.
yas tvā doṣā ya uṣasi praśaṃsāt priyaṃ vā tvā kṛṇavate haviṣmān / aśvo na sve dama ā hemyāvān tam aṃhasaḥ pīparo dāśvāṃsam
Wer dich am Abend, wer am Morgen preist, oder dich mit Darbringung sich lieb macht, / (den), wie ein Ross im eigenen Haus, ... [?], den Gebenden führst du hinüber über Bedrängnis.
yas tubhyam agne amṛtāya dāśad duvas tve kṛṇavate yatasruk / na sa rāyā śaśamāno vi yoṣan nainam aṃhaḥ pari varad aghāyoḥ
Wer dir, Agni, dem Unsterblichen, Dienst leistet, wer in dir mit erhobenem Löffel (Dienst) tut, / der soll nicht vom Reichtum getrennt werden, der Sich-Mühende; ihn soll die Bedrängnis des Übelwollenden nicht umschließen. [Anm.: Token 5 im PP verderbt, sinngemäß „gibt Dienst“.]
Wessen Weihehandlung du, Agni, gern annimmst, Gott, das Wohlgesetzte des Sterblichen gebend, / dessen Anrufung soll froh sein; Jüngster, wir möchten Förderer dessen sein, der (dich) verehrt [?].
cittim acittiṃ cinavad vi vidvān pṛṣṭheva vītā vṛjinā ca martān / rāye ca naḥ svapatyāya deva ditiṃ ca rāsvāditim uruṣya
Er soll Einsicht und Unverstand unterscheiden, der Wissende, wie Erfragtes, das Erfahrene und die Krümmungen der Sterblichen [?]. / Zu Reichtum und guter Nachkommenschaft, Gott, gib uns Diti und schütze Aditi. [Anm.: Diti/Aditi = Bindung/Unbeschränktheit, mythisch-abstrakt; unsicher.]
Den Dichter haben die unbetrügbaren Dichter unterwiesen, in den Häusern des Āyu (ihn) festhaltend; / daher sollst du, Agni, diese Sichtbaren, die Wunder, Herr, mit Füßen und Gängen schauen [?].
Du, Agni, gutführend, bring dem Priester, der Soma gepresst hat, dem Verehrenden, Jüngster, Kleinod, / dem Sich-Mühenden, dem Munteren; breit glänzendes Gold zur Hilfe, du der Völker Erfüller.
adhā ha yad vayam agne tvāyā paḍbhir hastebhiś cakṛmā tanūbhiḥ / rathaṃ na kranto apasā bhurijor ṛtaṃ yemuḥ sudhya āśuṣāṇāḥ
Nun, da wir, Agni, aus Verlangen nach dir mit Füßen, mit Händen, mit Leibern gehandelt haben, / wie Wagenbauer [?] durch das Werk der Arme, haben die Wohlgesinnten das Ṛta gehalten, es erlangend. [Anm.: krantaḥ unklar.]
Nun sollten wir von der Mutter Uṣas her geboren werden, sieben Weise, als Erste, Ordner, Männer, / des Himmels Söhne, Aṅgiras möchten wir werden; den reichen Felsen möchten wir brechen, leuchtend.
Und wie unsere Väter, die früheren, alten, Agni, das Ṛta erlangend: / sie gingen zum reinen Leuchten/Gedanken, Lobsprüche sprechend; die Erde spaltend, deckten sie die Rötlichen auf.
Gut Wirkende, gut Leuchtende, Götter suchend, wie Götter (Schmiede) Metall die Geburten anfachend [?], / leuchtend, Agni und Indra stärkend, die Hürde der Rinder umsitzend, kamen sie.
Wie in eine nahrungsreiche (Weide) hat er die Herde des Viehs sichtbar gemacht, als er der Götter Geburten nahe sah, Gewaltiger; / auch den Sterblichen haben die Urvaśīs geholfen, zum Wachstum, Herr, des jüngeren Āyu [?]. [Anm.: Rätselhaft, Deutung unsicher.]
Wir haben für dich gearbeitet, wir sind gute Werker geworden; die aufleuchtenden Uṣas ließen das Ṛta herabströmen [?]. / Den vollkommenen Agni, vielfach, schön glänzend, des sich reinigenden Gottes liebliches Auge.
etā te agna ucathāni vedho 'vocāma kavaye tā juṣasva / uc chocasva kṛṇuhi vasyaso no maho rāyaḥ puruvāra pra yandhi
Diese Sprüche, Agni, haben wir dir, dem Ordner, dem Dichter, gesagt; genieße sie. / Lodere auf, mach uns besser gestellt; von großem Reichtum, Vielbegehrter, reiche uns dar.