Kapitel 43: ṛgvede 4.43 · ka u śravat katamo yajñiyānāṃ vandāru devaḥ katamo juṣāte
Fragen nach den Aśvin: Wer hört, wer kommt zuerst?
Fragelied an die Aśvin (Vv. 1-4), dann Schilderung ihres Wagens und Honigs (Vv. 5-6) und Bitte um Zuwendung (V. 7; identisch mit 4.44.7). Rätselhaft sind V. 3 (īvataḥ dyūn, paritakmyā) und V. 4 (upamāti, tyajas). Schreibfehler im PP: varate für vartate (V. 5), pakvaaḥ.
ka u śravat katamo yajñiyānāṃ vandāru devaḥ katamo juṣāte / kasyemāṃ devīm amṛteṣu preṣṭhāṃ hṛdi śreṣāma suṣṭutiṃ suhavyām
Wer hört es, wer unter den Verehrungswürdigen, welcher lobenswerte Gott findet Gefallen? / Wessen wollen wir dieses göttliche, unter den Unsterblichen liebste, gut gepriesene, gut anzurufende Loblied im Herzen anheften?
ko mṛḷāti katama āgamiṣṭho devānām u katamaḥ śambhaviṣṭhaḥ / rathaṃ kam āhur dravadaśvam āśuṃ yaṃ sūryasya duhitāvṛṇīta
Wer erbarmt sich, wer kommt am ehesten her, wer unter den Göttern ist am heilbringendsten? / Welchen Wagen nennen sie den mit eilenden Rossen, den schnellen, den Sūryas Tochter erwählte?
makṣū hi ṣmā gachatha īvato dyūn indro na śaktim paritakmyāyām / diva ājātā divyā suparṇā kayā śacīnām bhavathaḥ śaciṣṭhā
Rasch fürwahr geht ihr an so vielen Tagen [?] hin, wie Indra zur Kraftleistung in der Umlaufzeit [?] [Anm.: paritakmyā = Nacht oder Bedrängnis]. / Vom Himmel geboren, himmlisch, schön geflügelt: durch welche eurer Kräfte seid ihr die kraftvollsten?
kā vām bhūd upamātiḥ kayā na āśvinā gamatho hūyamānā / ko vām mahaś cit tyajaso abhīka uruṣyatam mādhvī dasrā na ūtī
Was war eure Gunst [?], mit welcher kommt ihr, Aśvin, zu uns, wenn ihr gerufen werdet? / Wer [ist] bei euch nahe selbst vor großer Preisgabe [?]; schützt uns, ihr Honigreichen, ihr Wundertäter, mit euren Hilfen. [Anm.: upamāti und tyajas sind unsicher.]
Weithin umfährt euer Wagen den Himmel, wenn er sich vom Meer her auf euch zu wendet [Anm.: PP varate ist Fehler für vartate]. / Mit Honig, ihr Honigreichen, träufelten sie euren Honig, als die reifen Nahrungen sich für euch regten [?].
sindhur ha vāṃ rasayā siñcad aśvān ghṛṇā vayo 'ruṣāsaḥ pari gman / tad ū ṣu vām ajiraṃ ceti yānaṃ yena patī bhavathaḥ sūryāyāḥ
Der Strom hat euren Rossen mit Nässe [oder: mit der Rasā] eingeschenkt; durch Glut umkreisten euch die rötlichen Vögel [Anm.: vayaḥ auch ‚Lebenskraft‘]. / Dieses euer flinkes Gefährt ist wohl erkannt, mit dem ihr die Gatten der Sūryā werdet.
iheha yad vāṃ samanā papṛkṣe seyam asme sumatir vājaratnā / uruṣyataṃ jaritāraṃ yuvaṃ ha śritaḥ kāmo nāsatyā yuvadrik
Hier und da, wo ich euch, einmütig, verbunden habe [?], das ist eben diese unsere gute Gesinnung, reich an Gewinn-Schätzen. / Schützt den Sänger; zu euch ist wahrlich das Verlangen hingerichtet, ihr Nāsatyas, auf euch gerichtet. [Anm.: papṛkṣe grammatisch unsicher, wohl 1. Sg. Perf. Med. von √pṛc ‚verbinden‘.]
Wort für Wort
iha-iha
hier und da, überall (Adv.)
yat
wo, was (Relativ)
vām
euch (Akk. Du.)
samanā
einmütig (Akk. Du.)
papṛkṣe
ich habe verbunden, gemischt [?] (1. Sg. Perf. Med.)