Quellen der Menschheit

Lakṣmī-Tantra

Paṭala 53: Tripañcāśo'dhyāyaḥ (Kriyāpādaḥ) — Tantrārthasaṃgraha-Fortsetzung Dreiundfünfzigstes Kapitel (Der Handlungs-Teil, Kriyā-Pāda) — Fortsetzung des Tantrārthasaṃgraha

Drittes Kapitel der Tantrārthasaṃgraha-Beilage: eine knappe, an Purandara/Indra gerichtete Zusammenfassung des Bhūtaśuddhi-Rituals (Elementereinigung durch Visualisierung, Bīja-Korrespondenzen, Feuer-/Wasser-Symbolik), weitgehend rekapitulierend gegenüber dem ausführlicheren Kap. 35.

kriyāpādaṃ pravakṣyāmi saṃkṣepeṇa puraṃdara │ paricyutamakhaḥ snāto yathāvac chāstradarśanāt ‖1‖ ekāntaṃ sthānam āsādya sthānaśuddhipuraḥsaram │ jñānabhāvanayā śakra bhūtaśuddhiṃ samācaret ‖2‖

Ich will dir, o Purandara, in Kürze den Handlungs-Teil (kriyā-pāda) darlegen: Wer vom [gewöhnlichen vedischen] Opferdienst zurückgetreten und, wie es die Lehrschrift zeigt, gebadet hat[?] — der begebe sich an einen einsamen Ort und vollziehe, nach vorausgehender Reinigung des Ortes, mittels erkenntnishafter Betrachtung (jñāna-bhāvanā), o Śakra, die Reinigung der Elemente (bhūtaśuddhi).

[Anm.: Eröffnung des dritten Abschnitts der Tantrārthasaṃgraha-Beilage (s. Kap. 51–52), betitelt „Kriyā-Pāda“ — eine knappe Zusammenfassung des bereits in Kap. 35 ausführlicher behandelten Bhūtaśuddhi-Rituals (Reinigung der fünf Elemente durch kontemplative Vergegenwärtigung).]

[V. 3–ca.15, technischer Bhūtaśuddhi-Katalog; Verszählung an dieser Stelle im Original unklar/verderbt überliefert]

[Anm.: Es folgt eine technische Zusammenfassung des Bhūtaśuddhi-Rituals (ausführlicher bereits in Kap. 35 behandelt): die Achtergruppe der Grundprinzipien (prakṛti-aṣṭaka: die fünf Elemente, Manas, Buddhi, Ahaṃkāra), je in grob-stofflicher und feinstofflicher Form (vgl. die tanmātra-Lehre); Zuordnung der Sinnesobjekte und -vermögen zu den fünf Elementen; Auflösung von Manas/Ahaṃkāra, Prāṇa/Buddhi und den drei Guṇas ins Unentfaltete (avyakta); Korrespondenz der acht Bīja-Silben mit Körpergeweben (Fleisch, Fett, Blut, Samen) und den Elementen; schließlich eine feurige Visualisierungstechnik, in der der Übende der Göttin gedenkt — flammengleich wie tausend Sonnen des Weltenfeuers — und mit dem aus ihrem Mund entsprungenen Feuer den [alten, unreinen] Körper (bhava) verbrennt, um ihn anschließend mit mondgleichem, ambrosischem Wasser zu besprengen: die klassische Bhūtaśuddhi-Abfolge von ritueller Einäscherung und Neuschöpfung des Körpers.]

iti śrīpāñcarātrasāre lakṣmītantroddhāre tantrārthasaṃgrahe tripañcāśo'dhyāyaḥ

So endet im Kern des heiligen Pāñcarātra, im Lakṣmītantroddhāra, im Tantrārthasaṃgraha, das dreiundfünfzigste Kapitel.

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