Quellen der Menschheit

Lakṣmī-Tantra

Paṭala 55: Pañcapañcāśo'dhyāyaḥ — Tantrārthasaṃgraha-Fortsetzung (unvollständig überliefert) Fünfundfünfzigstes Kapitel — Fortsetzung des Tantrārthasaṃgraha (Sechs-Cakra-Lehre; im Digitalisat unvollständig überliefert)

Fünftes Kapitel der Tantrārthasaṃgraha-Beilage: eine Zusammenfassung der Sechs-Cakra-/Ādhāra-Lehre mit Vyūha-Gottheiten-Visualisierung, verwandt mit Kap. 36. Das Kapitel bricht im Quellendigitalisat nach V. 19 ab (dort folgt eine editorische Fußnote und dann direkt Kap. 57 — ein Kap. 56 existiert in dieser Handschriftenvariante nicht); Kolophon daher nicht direkt belegt.

ādhārān saṃpravakṣyāmi śṛṇu tvaṃ pākaśāsana │ atha medo'ntare mede nābhimadhye dhanādhipa[?] ‖1‖ hṛdi kūpe śravor madhye ṣaṭ padmāni smared budhaḥ

Ich will dir nun die Stützpunkte (ādhāra) darlegen, höre, o Pākaśāsana [Indra]: nun, zwischen dem Fettgewebe[?], in der Mitte des Nabels, o Schätzeherr[?] — im Herzens-Brunnen, zwischen den Ohren, gedenke der Kundige sechs Lotusblüten.

[Anm.: Eröffnung des fünften Kapitels der Tantrārthasaṃgraha-Beilage: eine Zusammenfassung der Sechs-Cakra-Lehre (ādhāra), verwandt mit der bereits in Kap. 36 (Antaryoga) behandelten inneren Yoga-Praxis.]

[V. 2–19(+), detaillierte Sechs-Cakra-Visualisierung mit Vyūha-Gottheiten und Tor-Wächterinnen; Fortsetzung nach V.19 durch eine Unterbrechung im Quellendigitalisat (editorische Fußnote in englischer Sprache) nicht mehr erfassbar]

[Anm.: Es folgt eine ausführliche Visualisierung von sechs Lotus-Cakras im Körper, jedes mit acht Blütenblättern, in sonnengleichem Glanz, mit den Silben ka bis dergleichen und den Vokalreihen besetzt; in jedem Lotos wird die Göttin selbst, juwelenlampengleich, vergegenwärtigt. Ausführlicher beschrieben wird sodann ein Maṇḍapa (Pavillon) im Herzens-Cakra mit vier Toren, an denen vier Türhüterinnen (u. a. Bālākinī, eine dunkle/helle und eine rauchfarbene Gestalt) postiert sind; im Zentrum des Pavillons, in einem achtblättrigen, sonnengleich strahlenden Lotos, werden die vier Vyūha-Gestalten Vāsudeva (Ostblatt), Saṅkarṣaṇa (Süden), Pradyumna (Westen) und Aniruddha (Norden) vergegenwärtigt, jeweils mit Muschelhorn und Diskus sowie der Waldblumengirlande geschmückt, der Übende ihnen zugewandt. Der Text bricht im Quellendigitalisat nach V.19 („bījasya sthānam ...“ — „der Ort der Keimsilbe ...“) mitten im Gedanken ab: an dieser Stelle folgt eine schwer lesbare, offenkundig englischsprachige editorische Fußnote der Ausgabe (vermutlich ein Hinweis auf eine Unregelmäßigkeit oder Lücke in der Handschriftenvorlage), unmittelbar gefolgt vom Beginn des Kapitels 57 — ein Kapitel 56 fehlt in dieser Handschriftenvariante vollständig (wie bereits im vorherigen Inhaltsverzeichnis-Abgleich vermerkt). Der Rest von Kapitel 55 (verbleibende Verse und Kolophon) ist daher aus dem vorliegenden OCR-Digitalisat nicht rekonstruierbar; die übliche Kolophon-Formel wird unten sinngemäß ergänzt, ist jedoch nicht direkt belegt.]

[iti śrīpāñcarātrasāre lakṣmītantroddhāre tantrārthasaṃgrahe pañcapañcāśo'dhyāyaḥ] [?, nicht direkt belegt]

[So endet vermutlich, nach dem üblichen Muster der Beilage, im Kern des heiligen Pāñcarātra, im Lakṣmītantroddhāra, im Tantrārthasaṃgraha, das fünfundfünfzigste Kapitel.]

[Anm.: Dieser Kolophon ist NICHT direkt im OCR-Digitalisat belegt (s. 55.2gap) und folgt lediglich der in Kap. 51–54 etablierten Formel; er wird hier nur der Vollständigkeit halber als plausible Ergänzung angegeben, mit ausdrücklicher Unsicherheits-Markierung.]

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