Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.10 Gegen Rivalen; Sarasvant

yo no mitrāvaruṇābhidāsāt / sapatno votpipāno bṛhaspate | / sarvaṃ tam agne adharaṃ pātayāsmad / yathendrāham uttamaś cetayāni ||

Wer uns, Mitra und Varuṇa, angreift, / oder als Rivale, Bṛhaspati, sich erhebt – / den alles, Agni, stürze von uns nach unten, / damit ich, wie Indra, als der Höchste Bewusstsein habe.

aham eṣām uttamaś cetayāni / mama vaśam upa tiṣṭhantu sarve | / ājuhvāno ghṛtapṛṣṭhaḥ suvarcā / vasor madhye dīdihi jātavedaḥ ||

Ich möchte der Höchste von diesen sein; / alle sollen unter meine Gewalt treten. / Mit Schmalz gerufen, schmalzrückig, glanzvoll, / leuchte inmitten des Reichtums, Jātavedas.

amum agne adharaṃ pātayāsmaj / jāsayotpipānaṃ sapatnam | / ye no dhūrvān adhare te bhavantu / viśvā dveṣāṃsy abhito ni mṛḍḍhi ||

Jenen, Agni, stürze nach unten von uns; / mache den sich erhebenden Rivalen erschöpft. / Die uns Schädigende sind, die sollen unten sein; / alle Hassverbindungen ringsum tilge.

mūrdhānaṃ divo aratiṃ pṛthivyā / viśas tvā sarvā balihṛta upāsatām | / tāsām ugro madhyameṣṭheyam asyā / sve kṣetre saviteva vi rāja ||

Das Haupt des Himmels, den Streiter der Erde – / dich sollen alle Stämme als Tributbringer verehren. / Von ihnen sei der Grimmige, in der Mitte stehend, / in diesem [Herrschaftsgebiet] auf seinem Feld leuchte wie Savitar.

ā pratyañcaṃ dāśuṣe dāśvāṃsaṃ / sarasvantaṃ puṣṭipatiṃ rayīṇām | / rāyaspoṣaṃ śravasyaṃ vasānam / iha huvema sadanaṃ rayīṇām ||

Hierher, zum Opferspender gewandt, den Gebenden, / Sarasvant, den Herrn des Gedeihens, der Reichtümer, / den in Reichtumsfülle, Ruhm gekleideten – / hier wollen wir rufen, den Sitz der Reichtümer.

yasya vrate paśavo yanti sarve / yasya vrata upatiṣṭhanta āpaḥ | / yasya vrate puṣṭipatir niviṣṭas / taṃ sarasvantam avase huvema ||

In dessen Ordnung alle Tiere gehen, / in dessen Ordnung die Wasser sich einfinden, / in dessen Ordnung der Herr des Gedeihens steht – / diesen Sarasvant wollen wir zum Beistand rufen.

ye te sarasvann ūrmayo / madhumanto ghṛtaścutaḥ | / tebhir no 'vitā bhuvaḥ ||

Deine Wellen, Sarasvant, / die honigreichen, schmalztriefenden – / mit ihnen sei unser Beschützer.

divyaṃ samudraṃ payasaṃ bṛhantam / apāṃ garbhaṃ vṛṣabham oṣadhīnām | / abhīpato rayyā tarpayantaṃ / sarasvantaṃ rayiṣṭhāṃ sādayeha ||

Das himmlische Meer, das milchreiche, große, / den Embryo der Wasser, den Stier der Pflanzen, / mit Reichtum uns sättigend – / den reichsten Sarasvant setze hier nieder.

indrasya kukṣir asi somadhāna / ātmā devānām uta viśvarūpaḥ | / iha prajā janaya yās ta āsu / yā anyatreha tās te svadhito gṛṇantu ||

Indras Bauch bist du, Somabehälter, / und Selbst der Götter, vielgestaltig. / Zeuge hier Nachkommen, die dir in diesen [sind]; / die anderswo (sind), die sollen dir hier mit Svadhā lobsingen.

śyenaḥ suparṇo divyo nṛcakṣāḥ / sahasrapāc chatayonir vayodhāḥ | / sa no ni yacchād vasu yat parābhṛtam / asmākam astu pitṛṣu svadhāvat ||

Falke, Schönflügler, himmlisch, Männerschauer, / tausendfüßig, hundertschößig, Kraftverleiher – / er soll uns geben, was fortgebracht wurde; / es soll bei unseren Vätern mit Svadhā sein.