Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.15 Sühne für Annahme von Gaben; Agni und Indra

yad annam admi bahudhā virūpaṃ / hiraṇyam aśvam uta gām ajām avim | / yad eva kiṃ ca pratijagrahāham / agniṣ ṭad viśvād agadaṃ kṛṇotu ||

Was ich an Speise in vielerlei Gestalt esse, / Gold, Ross, Kuh, Ziege, Schaf – / was immer ich angenommen habe – / Agni soll es überall unschädlich machen.

yad āśasā me carato janām̐ anu / yācamānasya vadato vicukṣubhe | / yan me tanvo manaso viriṣṭaṃ / sarasvatī tad ā pṛṇād ghṛtena ||

Was mir, in Erwartung umherziehend unter den Leuten, / als Bittendem und Sprechendem widerfuhr, sich aufregte, / was an meinem Leib, meinem Geist verletzt ist – / Sarasvatī soll das mit Schmalz auffüllen.

yad ārima pratigṛhṇanta enaḥ / siṣāsanto balim agne carantaḥ | / tvaṃ nas tasmād enaso mumugdhi / vaiśvānaraḥ prati havyā gṛbhāya ||

Was wir als Sünde begingen, indem wir annahmen, / Gaben zu erlangen wünschend, Agni, umhergehend – / von dieser Sünde befreie uns; / Vaiśvānara, nimm die Opfergaben an.

cakṣuṣaḥ pāśān manasaś ca pāśād / vīkṣāyāḥ pāśād uta śakvarīṇām | / tasmān mumugdhi viśvāvaso tvaṃ no / dātṝṇāṃ dānaṃ bhunajāmahai vayam ||

Von den Fesseln des Auges und des Geistes, / von der Fessel des Blicks und der Kraftverse (?) – / davon befreie uns, Viśvāvasu; / die Gabe der Geber wollen wir genießen.

adur me viśve devā / adāt savitedam | / adān me brahmaṇaspatiḥ / priyo mitro adād idam ||

Es haben mir alle Götter gegeben; / Savitar hat dies gegeben; / es hat mir Brahmaṇaspati gegeben; / der liebe Mitra hat dies gegeben.

indreṇa medinā yuj- yujā / -āpa bādhe pṛtanyataḥ | / adhare santu śatravaḥ ||

Mit Indra, dem Freund, verbunden, / drücke ich die Angreifer weg; / niedriger seien die Feinde.

agnir indraś ca yad yuvaṃ / hato vṛtrāṇy aprati | / ugrā hi vṛtrahantamā ||

Agni und Indra, als ihr beide / die Vṛtras erschlagen habt, unbesiegt – / denn furchtbar, die besten Vṛtratöter [seid ihr].

agnim indraṃ ca yad vayaṃ / purodhāyai havāmahe | / tau no mṛḍāta īdṛśe ||

Agni und Indra, wenn wir euch beide / zum Voranstellen rufen – / diese beiden sollen uns in solcher [Lage] gnädig sein.

yābhyāṃ svar ajayann agre / yāv ātasthatur bhuvanā juṣāṇā | / pracarṣaṇī vṛṣaṇā vajrabāhū / agnim indraṃ vṛtrahaṇā huvema ||

Die, durch die sie zuerst das Licht (svar) gewannen, / die beiden, die die Welten bestiegen, sie genießend, / die Menschenhelfer, Stiere, mit Keulenarmen – / Agni und Indra, die Vṛtratöter, wollen wir rufen.

yayor ojasā stabhitā rajāṃsi / yau vīryair vīratamā śacībhiḥ | / yau patyete apratītau sahobhir / viṣṇum agan varuṇaṃ pūrvahūtiḥ ||

Durch deren Kraft die Räume gestützt sind, / die durch Heldentaten die mannhaftesten mit Machttaten [sind], / die als Herren unvergleichlich mit Kräften herrschen – / zu Viṣṇu und Varuṇa ist er gekommen, den zuerst Angerufenen.