abhi prāgāt sahasrākṣo / yuktvā śapatho ratham | / śaptāram anvicchan yātu / vṛka ivāvimato gṛham ||
Tausendäugig ist der Fluch ausgezogen, / den Wagen angeschirrt; / den Verflucher suchend soll er gehen, / wie ein Wolf ins Haus des Schafbesitzers.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20
abhi prāgāt sahasrākṣo / yuktvā śapatho ratham | / śaptāram anvicchan yātu / vṛka ivāvimato gṛham ||
Tausendäugig ist der Fluch ausgezogen, / den Wagen angeschirrt; / den Verflucher suchend soll er gehen, / wie ein Wolf ins Haus des Schafbesitzers.
pari ṇo vṛṅdhi śapatha / hradam agnir iva dahan | / śaptāram atra tvaṃ jahi / divyā vṛkṣam ivāśaniḥ ||
Meide uns, Fluch, wie das Feuer einen See, [obwohl] es brennt; / den Verflucher hier aber schlage du nieder, / wie der himmlische Blitzstrahl einen Baum.
yo naḥ śapād aśapataḥ / śapato yaś ca naḥ śapāt | / vṛkṣa iva vidyutā hata / ā mūlād anu śuṣyatu ||
Wer uns verflucht, obwohl wir nicht geflucht haben, / und wer uns verflucht, wenn wir geflucht haben: / wie ein vom Blitz getroffener Baum / soll er von der Wurzel her verdorren.
śaptāraṃ yantu śapathā / yaḥ suhārt tena naḥ saha | / jihvāślakṣṇasya durhārdaḥ / pṛṣṭīr api śṛṇīmasi ||
Zum Verflucher sollen die Flüche gehen, / [zu dem,] der als Freund [gilt] – mit ihm zusammen, was uns betrifft [?]; / dem Übelgesinnten mit der glatten Zunge / zerbrechen wir sogar die Rippen.
yaṃ dviṣmo yaś ca no dveṣṭy / aghāyur yaś ca naḥ śapāt | / śune peṣṭram ivāvakṣāmaṃ / taṃ praty asyāmi mṛtyave ||
Den wir hassen und wer uns hasst, / der Unheilsinnende und wer uns verflucht: / wie einem Hund ein angebranntes (?) Stück Mahlgut / werfe ich ihn dem Tod hin.
preto yantu vyādhyaḥ / prānudhyāḥ pro aśastayaḥ | / agnī rakṣasvinīr hantu / somo hantu durasyatīḥ ||
Fort von hier sollen die Leiden gehen, / fort die Brüterinnen (bösen Anschläge), fort die Verwünschungen; / Agni soll die von Rakṣas Besessenen erschlagen, / Soma soll die Übelwollenden erschlagen.
pra catetaḥ pāpi lakṣmi / naśyetaḥ prāmutaḥ pata | / ayasmayenāṅkena / yaṃ dviṣmas tasmin tvā sṛjāmaḥ ||
Und geh fort von hier, böses Unglückszeichen (Lakṣmī), verschwinde von hier, / fliege von dort hinweg; / mit einem eisernen Brandmal / [gezeichnet] lassen wir dich los auf den, den wir hassen.
yā tvā lakṣmīḥ patayālūr ajuṣṭ- ajuṣṭā / -ādhicaskanda vandaneva vṛkṣam | / anyatrāsmat savitas tām ito dhā / hiraṇyahasto vasu no rarāṇaḥ ||
Die Lakṣmī, die dich als Fliegende (?), Unwillkommene / angesprungen hat wie die Schmarotzerranke den Baum: / anderswohin, fort von uns, Savitṛ, bringe sie von hier; / der goldhändige, der uns Güter gewährt.
nir araṇīṃ savitā sāviṣat pador / nir hastayor varuṇo mitro aryamā | / nir ādityā anumatī rarāṇāḥ / pra ṇaḥ suvāt savitā saubhagāya ||
Die Araṇī (die „Unfreundliche“) hat Savitṛ aus dem Fuß ausgetrieben, / aus den Händen Varuṇa, Mitra, Aryaman, / ausgetrieben [haben sie] die Ādityas [und] Anumati, gern gewährend; / möge uns Savitṛ zum Glück anregen.
ekaśataṃ lakṣmyaḥ / sākaṃ martyasya januṣeha jātāḥ | / tāsāṃ pāpiṣṭhā nir ataḥ pra hiṇmaḥ / śivāsmabhyaṃ jātavedo ni yaccha ||
Einhunderteins Lakṣmīs sind / zusammen mit der Geburt des Sterblichen hier geboren; / die schlimmste von ihnen treiben wir von hier hinaus; / die glückverheißenden, Jātavedas, halte für uns bereit.