Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.7 Bitte um Schutz an die Götter, Viṣṇu-Verse

yan no agnir asanad yan na indro / viśve yad devā marutaḥ svarkāḥ | / tad asmabhyaṃ savitā satyadharmā / sarasvaty anumatir ni yacchāt ||

Was Agni uns gewonnen hat, was Indra, / was alle Götter, die Marut mit schönem Gesang – / das soll uns Savitar, der Wahrheitsgesetzte, / Sarasvatī, Anumati zuteilen.

yūyaṃ no devā ubhayāya vedase / śarma yacchata dvipade catuṣpade | / adat pibad ūrjayamānam āśitaṃ / tad asmabhyaṃ śaṃ yor arapo dadhāta ||

Ihr Götter, gewährt dem Wissenden (?) für beide, / für Zweifüßer und Vierfüßer, Schutz. / Was gegessen und getrunken wurde, kraftvoll Gegessenes – / dies gebt uns als Heil und Segen, ohne Übel.

bṛhaspate savitar bodhayainaṃ / saṃśitaṃ cit saṃtaraṃ saṃ śiśādhi | / vardhayainaṃ mahate saubhagāya / viśva enam anu madanti devāḥ ||

Bṛhaspati, Savitar, weckt diesen, / den Geschärften schärft weiter zu; / lasst ihn zu großem Glück wachsen; / alle Götter sollen sich mit ihm freuen.

amutrabhūyād adhi yad yamasya / bṛhaspatir abhiśastyā amuñcata | / prati mṛtyum auhatām aśvinā te / devānām agne bhiṣajā śacībhiḥ ||

Als von dort, aus dem Bereich des Yama, / Bṛhaspati von der Verwünschung [ihn] befreite, / haben die beiden Aśvin den Tod zurückgeschoben – / deine [Freunde], die Ärzte der Götter, Agni, durch ihre Machttaten.

indrāvaruṇā sutapāv imaṃ sutaṃ / madyaṃ somaṃ pibataṃ dhṛtavratā | / yuvo ratho adhvaraṃ devavītaye / prati svasaram upa yāti pītaye ||

Indra und Varuṇa, Somatrinker, diesen gepressten, / berauschenden Soma trinkt, ihr Gebotsfesten. / Euer Wagen fährt zum Opfer, zur Götterlabung, / zu seinem eigenen Ort, zum Trinken.

indrāvaruṇā madhumattamasya / vṛṣṇaḥ somasya vṛṣaṇā vṛṣethām | / idaṃ vām asme pariṣiktam andha / āsadyāsmin barhiṣi mādayethām ||

Indra und Varuṇa, vom honigreichsten / Trank, dem kräftigen, Soma, seid kräftig. / Dies ist euch hier als Speise ausgegossen; / setzt euch auf diese Streu und berauscht euch.

uru viṣṇo vi kramasv- kramasva / -oru kṣayāya niṣ kṛdhi | / ghṛtaṃ ghṛtayone piba / pra pra yajñapatiṃ tira ||

Weit, Viṣṇu, schreite aus, / schaffe weiten Wohnraum; / Schmalz, du Schmalz-Geborener, trinke; / bringe den Opferherrn immer weiter voran.

divo viṣṇa uta vā pṛthivyā / uror vā viṣṇo maho antarikṣāt | / ubhā hi hastau madhunā pṛṇasv- pṛṇasva / -āprayaccha dakṣiṇād ota savyāt ||

Vom Himmel, Viṣṇu, oder von der Erde, / oder vom weiten, großen Luftraum her, / fülle beide Hände mit Honig / und reiche [es] uns von rechts und von links.

viṣṇor nū kaṃ pra vocaṃ vīryāṇi / yaḥ pārthivāni vimame rajāṃsi | / yo askabhāyad uttaraṃ sadhasthaṃ / vicakramāṇas tredhorugāyaḥ ||

Von Viṣṇu will ich nun die Heldentaten verkünden, / der die irdischen Räume ausgemessen hat, / der den oberen Sitz stützte, / dreifach ausschreitend, der Weitrühmende.

pra tad viṣṇu stavate vīryāṇi / mṛgo na bhīmaḥ kucaro giriṣṭhāḥ | / yasyoruṣu triṣu vikramaṇeṣv / adhikṣiyanti bhuvanāni viśvā ||

Diese Heldentaten preist Viṣṇu, / wie ein furchtbares Tier, das umherschweift, im Gebirge weilend; / in dessen drei weiten Schritten / alle Welten wohnen.