Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.62 Tumburu gegen Gift, Verehrung Rudras, gegen Abhīli

yāvat parṇaṃ yāvat phalaṃ / yāvanto adhyṛkṣarāḥ | / tāvantaḥ śuṣmās tumburos / tad u te viṣadūṣaṇam ||

So viele Blätter, so viele Früchte, / so viele ‚adhyṛkṣara‘ [?] – / so viele Kräfte hat der Tumburu; / das ist dein Giftvertreiber.

rudra jalāṣabheṣaj- jalāṣabheṣaja / -emaṃ rogam aśīsamo / jalāṇiti ||

O Rudra, Heiler mit Jalāṣa (dem kühlenden Heilmittel)! / Diese Krankheit haben wir gestillt [?]: ‚jalāṇ iti‘ [?].

asthād dyaur asthāt pṛthivy / asthād idam urv antarikṣam | / ṛṣabhasyeva kanikladato / hṛdayaṃ śamayāmi te ||

Es stand der Himmel, es stand die Erde, / es stand dieser weite Luftraum. / Wie bei einem laut brüllenden Stier / beruhige ich dir das Herz.

saṃ mā siñcantu marutaḥ / saṃ māsau rohiṇī divaḥ | / saṃ māyam agniḥ siñcatu / prajayā ca dhanena ca / dīrgham āyuṣ kṛṇotu me ||

Mich sollen die Marut begießen, / mich jene rote (Rohiṇī) des Himmels, / mich dieser Agni soll begießen / mit Nachkommen und Reichtum; / langes Leben soll er mir machen.

naktaṃ harī mṛgayete / divā suparṇarohitau | / bhavāya ca śarvāya c- ca / -obhābhyām akaraṃ namaḥ ||

Nachts jagen die zwei Falben, / tags die beiden Adlerroten. / Bhava und Śarva, / beiden habe ich Verneigung gemacht.

namo bhavāya namaḥ śarvāya / namaḥ kumāraśatrave | / namo nīlaśikhaṇḍāya / namaḥ sabhāprapādine ||

Verneigung Bhava, Verneigung Śarva, / Verneigung dem Feind des Kumāra, / Verneigung dem Blauschopf, / Verneigung dem, der sich zur Versammlung begibt [?].

yasya harī aśvatarau / gardabhāv abhitaḥsarau | / tasmai nīlaśikhaṇḍāya / namaḥ sabhāprapādine ||

Dessen zwei Falben, zwei Maultiere, / zwei Esel ringsum laufen – / diesem Blauschopf / Verneigung, dem Versammlungsgänger.

asāv eti śiśumāro / asāv eti pulīkayā | / kumāraśatro va roh- roha / -odakaṃ parivācanam ||

Dort kommt der Śiśumāra, / dort kommt (er) mit Pulīkā [?]. / Feind des Kumāra, steige hinab [?] ins Wasser, / ein Umhersprechen [?].

yathedam abhram arbhakaṃ / parjanyād apa śīyate | / evā me aśvinā mukhād / abhīly apa śīyatām ||

Wie diese kleine Wolke / von Parjanya her zerfällt, / so soll mir, ihr Aśvin, vom Mund / die Abhīli (Gesichtsausschlag) zerfallen.

abhīli naśyetaḥ paras / tvacaṃ me mābhi mimlapaḥ | / agastyasya brahmaṇ- brahmaṇā / -ābhīlīṃ nāśayāmasi ||

Abhīli, verschwinde von hier weiter weg; / meine Haut verdirb nicht [?]. / Durch das Brahman des Agastya / lassen wir die Abhīli verschwinden.