Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.21 Abwehr der Unheils-Lakṣmī; Sabhā und Samiti

divas pṛthivyāḥ pary antarikṣād / vātāt paśubhyo adhy oṣadhībhyaḥ | / yato lakṣmīr vṛjinā saṃbabhūva / sā brahmaṇā pracyutā dūram etu ||

Vom Himmel, von der Erde, vom Luftraum, / vom Wind, von den Tieren, von den Pflanzen her, / woher die krumme Lakṣmī entstanden ist: / sie soll, durch das Brahman vertrieben, weit weg gehen.

vālkutsasya ca gandhena / hiraṇyavarcasena ca | / āt puṣkariṇyā yo gandho / bhago mā tena jinvatu ||

Durch den Duft des Vālkutsa (?) / und des goldfarbenen Glanzes, / und den Duft, der vom Lotusteich kommt: / mit diesem soll Bhaga (das Glück) mich beleben.

yad indro agre asurāñ jaghāna / tato lakṣmīr ny adadhur martyeṣu | / tāsāṃ pāpiṣṭhā nir ataḥ suvāmaḥ / śivā asyai jātavedo ni yaccha ||

Als Indra einst die Asuras erschlug, / da legten sie die Lakṣmīs unter die Sterblichen. / Die schlimmste von ihnen treiben wir hinaus; / die glückverheißenden, Jātavedas, halte für sie bereit.

yā tvā lakṣmīr devṛghnī yā patighnī / gṛhebhyas tvā nudate yā vyāḍā | / atas tvam enaso mucyamān- mucyamānā / -ot taremāḥ srotyāḥ sapta sākam ||

Die Lakṣmī, die dich als Schwagertöterin, als Gattentöterin / aus den Häusern verdrängt, die Vyāḍā (?): / hieraus, von der Sünde befreit, / mögen wir zugleich über die sieben Ströme hinüberkommen [?].

nipiṃśantīṃ nitudantīṃ / saṃpibantīṃ nyakvarīm | / prabhaṅgāṃ bhrūṇaghnīṃ lakṣmīṃ / brahmaṇā tā anīnaśam ||

Die Zermalmende, die Stechende, / die Mittrinkende, die Nyakvarī, / die Zerbrecherin, die Embryotöterin, die Lakṣmī: / diese haben wir durch das Brahman vernichtet.

udojiṣṭhāṃ sahasyāṃ / jayantīm aparājitām | / lakṣmīr yāḥ puṇyāḥ kalyāṇīs / tā asyai savitaḥ suva ||

Die Kräftigste, die Starke, / die Siegende, Unbesiegte, / die Lakṣmīs, die glücklich, heilbringend sind: / diese, Savitṛ, sende ihr zu.

lakṣmyaḥ sam alapsata / sam alapsata lakṣmyaḥ | / ajaiṣur bhadrā lakṣmyaḥ / parā pāpīr ajeṣata ||

Die Lakṣmīs haben sich zusammengetan, / zusammengetan haben sich die Lakṣmīs; / gesiegt haben die guten Lakṣmīs, / die bösen haben sie weggesiegt.

lakṣmīṇāṃ lakṣmītame / lakṣmīṇām adhipā asi | / tāṃ tvāhaṃ śuddho gopsyāmi / devajā hi babhūvitha ||

Du Glückreichste unter den Lakṣmīs, / Herrin der Lakṣmīs bist du; / diese dich werde ich, rein, hüten, / denn du bist göttergeboren.

sabhā ca mā samitiś cāvatāṃ / prajāpater duhitarau sacetasau | / yena saṃgacchā upa mā sa tiṣṭhād / antar vadāni hṛdaye janānām ||

Sabhā und Samiti sollen mich schützen, / die beiden einmütigen Töchter des Prajāpati; / mit wem ich zusammenkomme, der soll mir beistehen; / ich möchte in den Herzen der Menschen reden.

sabhā senā samitis tvām avantu / prajāpater duhitaraḥ pracetasaḥ | / yena vadāny upa mā sa śikṣād / antar vadāni hṛdaye janānām ||

Sabhā, Senā, Samiti sollen dich [wohl: mich] schützen, / die einsichtigen Töchter des Prajāpati; / mit wem ich spreche, der soll mir behilflich sein; / ich möchte in den Herzen der Menschen reden.