Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.20 Vertreibung böser Lakṣmīs, Einzug der guten

āsanmantryāṃ vacasyāṃ / saṃpibantīṃ nyakvarīm | / uttarāṃ janaṃgamāṃ / pra tā dhamāmi lakṣmyaḥ ||

Die im Rat [Flüsternde] (?), die Redselige, / die Mittrinkende, die Nyakvarī (?), / die Höhere, die unter Leuten Wandelnde: / diese Lakṣmīs blase ich fort.

yā te ghorā tanvam āviveśa / yā te lakṣmīḥ sarvā samaktā | / agniṣ ṭe tāsv adatta saubhagāy- saubhagāya / -āpaḥ śundhantu bṛhate raṇāya ||

Die schreckliche [Lakṣmī], die in deinen Leib eingedrungen ist, / die Lakṣmī, die dich ganz durchtränkt hat: / Agni hat sich ihrer bemächtigt (?) – zum Glück; / die Wasser sollen dich reinigen zu großer Freude.

adevṛghnīṃ varuṇ- varuṇa / -āpatighnīṃ bṛhaspate | / indrāputraghnīṃ lakṣmyam / asyai tāḥ savitaḥ suva ||

Die Schwager nicht tötende, Varuṇa, / die Gatten nicht tötende, Bṛhaspati, / die Söhne nicht tötende, Indra, [solche] Lakṣmī: / diese, Savitṛ, sende ihr zu.

yā te lakṣmīś cakṣuṣi yota datsu / yā hastayo stanayor yopapakṣayoḥ | / śroṇyor bhaṃsasi yā padoṣ ṭe / sarvās tā ati krāma ghorāḥ ||

Die Lakṣmī, die in deinem Auge oder in den Zähnen [ist], / in den Händen, in den Brüsten oder in den Flanken, / in den Hüften, im Gesäß, die in deinen Füßen [ist]: / über alle diese, die schrecklichen, schreite hinweg.

ūrubhyāṃ te aṣṭhīvadbhyāṃ / pārṣṇibhyāṃ prapadābhyām | / lakṣmīḥ śroṇibhyām aṅgebhyo / yāḥ pāpīs tā anīnaśan ||

An deinen Schenkeln, den [knie]tragenden, / an den Fersen, den Fußspitzen, / an Hüften und Gliedern: / die bösen Lakṣmīs – diese haben sie vernichtet.

apāślīlaṃ pṛthivī hantu yat pador / apa hastayor varuṇo mitro aryamā | / apādityā anumatī rarāṇāḥ / pra ṇaḥ suvāt savitā saubhagāya ||

Das Unheilvolle soll die Erde forttreiben, das an den Füßen [ist]; / von den Händen [treibe es fort] Varuṇa, Mitra, Aryaman; / fort [treiben es] die Ādityas [und] Anumati, gern gewährend; / möge uns Savitṛ zum Glück anregen.

etā enā vyākaran / khile gā aditīr iva | / ramantāṃ bhadrā lakṣmyo / yāḥ pāpīs tā anīnaśan ||

Diese haben sie von ihr abgesondert, / wie man Kühe auf der Brache [aussondert], gleichsam Aditis [?]; / es sollen sich die glückhaften Lakṣmīs ergötzen; / die bösen aber haben sie vernichtet.

sāhuṣī nāma vā asi / sahamānā sahasvatī | / gṛhaguptim anuvartiṃ kulāyinīṃ / tā ihā veśayāmasi ||

Sāhuṣī („Bezwingerin“) heißt du wahrlich, / die Bezwingende, die Kraftvolle; / die Hausbehüterin, die Nachfolgende, die Hausbewohnerin: / diese lassen wir hier einziehen.

?saṃcāriṇy ubhair yā babhūv- babhūva / -ānyā anyāṃ jinvati bhadrapāpīḥ | / tāṃ lakṣmīṃ nihavā nayāmo / bhadrā subhadrām api saubhagāya? ||

?Die als Umherschweifende in beiden [Gestalten] geworden ist – / die eine belebt die andere, die guten und bösen –: / diese Lakṣmī führen wir durch Herbeirufen hin, / die gute zur sehr guten, zum Glück? [?]

ekaśataṃ lakṣmyas / tāsāṃ rājñī babhūvitha | / bhadrābhir bhadre saṃbhūya / bhadreṇābhi sacasva naḥ ||

Einhunderteins Lakṣmīs [gibt es]; / deren Königin bist du geworden; / mit den glückhaften, Glückhafte, vereinigt, / verbinde dich mit uns durch Glückhaftes.