Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.40 Zahn der Nirṛti, Kuh-Zauber

aghamāram aghaśaṃsaṃ nirṛthaṃ / durhārde dantaṃ pra hiṇomi ghoram | / so asyāttu dvipadaś catuṣpadaḥ / śivo asmabhyaṃ sumanā astv eṣaḥ ||

Den Unglück tötenden, Unglück ansagenden Nirṛtha schicke ich, dem Übelgesinnten, [als] furchtbaren Zahn. Er soll diesen [Übelgesinnten] fressen, Zweifüßer wie Vierfüßer; uns aber soll dieser freundlich, wohlgesinnt sein.

śivaṃ te dantaṃ haviṣā kṛṇomi / śivo mahyaṃ kurvate danto astu | / śivāni te trīṇi trikadrukāṇi santu / śivo mahyaṃ nabhasī rodasī stām ||

Deinen Zahn mache ich mit Opferspeise freundlich; dem, der [das] tut, soll der Zahn freundlich sein. Freundlich sollen dir die drei Trikadruka-[Becher] sein; freundlich sollen mir Himmel und Erde, die beiden Welten, sein.

pururūpā pṛthupeśā / araṃkṛd vahator asi | / pratiṣṭhāsi catuṣpadāṃ / yas ta eṣa pañcamaḥ pādas / taṃ tena prati gṛhṇāmi ||

Vielgestaltig, breit gebildet, geschickt-machend bist du für die beiden Zugtiere; Grundlage bist du der Vierfüßer. Deinen fünften Fuß, den nehme ich damit an.

sasarparīr amatiṃ bādhamānā / bṛhan mimāya jamadagnidattā | / ā sūryasya duhitā tatāna / śravo deveṣv amṛtam ajuryam ||

Sasarparī, die Unverstand bedrängt, hat Großes ausgemessen, von Jamadagni gegeben. Sūryas Tochter hat [es] ausgespannt: Ruhm unter den Göttern, unsterblich, unaltern.

sasarparīr abharat tūyam ebhyo / 'dhi śravaḥ pāñcajanyāsu kṛṣṭiṣu | / sā pakṣyā navyamāyur dadhānā / yāṃ me pulasti jamadagnayo daduḥ ||

Sasarparī brachte diesen schnell Ruhm zu, unter den fünf Völkern, den Siedlungen. Sie, die Nachwuchs [zu] neuem Leben verleiht, die mir Pulasti, die Jamadagnis gaben.

aghnye dūramūt kanda / ni padaś caturo jahi | / adhā goduhaḥ śīrṣaṇi / śaphām̐ urasi vādaya ||

O Aghnyā [Kuh], geh fern fort; schlage die vier Füße nieder; dann lass dem Kuhmelker auf den Kopf, die Hufe auf die Brust schlagen.

śṛṅgābhyām upa sraṣṭāraṃ / padāvartaya goduham | / atho ye anye tiṣṭhanti / tān viṣūco vi nāśaya ||

Mit [beiden] Hörnern [stoße] den Loslasser; lass den Kuhmelker [zu Fuß] zurück; und was sonst dasteht, das zerstreue nach allen Seiten.

yathā nartā sakṣikājiṃ / ni kulpham abhinṛtyati | / evā tvam aghnye padaḥ / sarvān sākam ud ardaya ||

Wie der Tänzer [mit] dem Mit-Augen-Jagenden [Hin- und Herzuckenden] den Kulpha (Knöchel) bewegt, tanzend – so, Aghnyā, jage alle Füße zugleich auseinander.

ud u kṣīram uttabhitaṃ / syandantām asya dhenavaḥ | / asṛk tasya gāvo duhrāṃ / yo asmān nāpacāyati ||

Die Milch soll emporgehalten sein; seine Kühe sollen strömen; Blut soll ihm [aus] den Kühen gemolken werden, der uns nicht ehrt/beachtet.

ṛkṣīkāyā yathā mano / vyāghrasya yathā manaḥ | / evā tasya gavāṃ mano / yo asmān nāpacāyati ||

Wie der Bärin Sinn, wie des Tigers Sinn [ist], so soll der Sinn seiner Kühe sein, der uns nicht ehrt.