Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.59 Gegen Skorpiongift, Zahnwurm; Segen für Nachkommen

paiśir mātā peśiḥ pitā / paiśeyaḥ peśyā hataḥ | / addhā kṛtasya brahmaṇā / vṛścikasyārasaṃ viṣam ||

Paiśī ist die Mutter, Peśa der Vater, / der Paiśeya (Sohn) ist durch Peśī erschlagen. / Fürwahr, durch das Brahman des Getanen / ist das Gift des Skorpions kraftlos.

nir hvayāmi parṇasādān / nir ut pucchād u te viṣam | / bhūmis ta ucyate mātā / tasyai te nama it sṛja ||

Ich rufe die Blattfresser heraus; / heraus aus dem Schwanz (ist) dein Gift. / Die Erde wird dir Mutter genannt; / ihr übergib nur Verneigung [?].

kim u danta āmayati / kim abhūd upaveśanam | / āpo nir asyatā krimim / agade kṛṇutā hanū ||

Was tut dem Zahn weh? / Was war das Sich-Niederlassen? / Ihr Wasser, spült den Wurm heraus, / macht die Kinnladen heil.

yatra bhūmyā anāmṛtaṃ / divi candramasi śritam | / vidvām̐ ahaṃ tatra manye / māhaṃ pautram aghaṃ ni gām ||

Wo an der Erde das Unsterbliche ist, / im Himmel, im Mond ruhend – / dort, (als) Wissender, denke ich (mich hin): / ich möge nicht in Enkelleid (Unheil um den Enkel) geraten.

yat te susīme hṛdayam / ado vai tat prajāpatau | / vedāma tasya te vayaṃ / (māhaṃ pautram aghaṃ ni gām) ||

Was dein Herz ist, du Schönsäumige, / das ist dort in Prajāpati; / wir kennen dessen (Herz) von dir. / (Ich möge nicht in Enkelleid geraten.)

yat suvarṇāyā hṛdayaṃ / pṛthivyām adhi niṣṭhitam | / vedāhaṃ tasyās tan nāma / (māhaṃ pautram aghaṃ ni gām) ||

Was das Herz der Goldfarbenen ist, / das auf der Erde niedergelegt ist – / ich kenne dessen Namen. / (Ich möge nicht in Enkelleid geraten.)

agner hṛdayam asi / vidyut tat tvā tathā veda | / māhaṃ pautram aghaṃ ni gām ||

Agnis Herz bist du, / (o) Blitz; als solche(s) kenne ich dich so. / Ich möge nicht in Enkelleid geraten.

prajā ime prajāpata / indrāgnī śarma yacchatam | / yathāhaṃ jyog ihāsāni / prajānām adhipā vaśī ||

Diese Nachkommen, o Prajāpati (sind da); / Indra und Agni, gewährt Schutz, / damit ich hier lange lebe, / der Herr der Nachkommen, der Gebieter.

yāṃ prajām avidām ady- adya / -ātmanaḥ parinirmitām | / āyuṣmatīṃ tanūkṛtāṃ / tām̐ agne jarase naya ||

Die Nachkommenschaft, die ich heute gewonnen habe, / von mir selbst umgrenzt, / langlebig, mit Leib versehen – / sie, Agni, führe zum Altwerden.

indra ivāsāni sāsahir / agnir iva jyotiṣā bṛhan | / sūrya iva viśvataḥ pratyak / samudra iva duṣṭaraḥ ||

Wie Indra möchte ich Überwinder sein, / wie Agni durch Glanz groß, / wie Sūrya nach allen Seiten zugewandt, / wie das Meer schwer zu durchqueren.