Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.27 Embryo, Haarwuchs, Sarasvatī

tiryaṅ te garbho bhavatu / hṛdayasthaṃ jarāyu te | / ād oṣam agnim ā roh- roha / -ād gaccha yamasādanam ||

Quer soll dein Embryo liegen, / im Herzen [sitzen] deine Nachgeburt; / und dann besteige rasch das Feuer, / geh zu Yamas Wohnsitz [?].

vi te cṛtāmi takariṃ / vi yoniṃ vi gavīnyau | / vi mātaraṃ ca putraṃ ca / vi garbhaṃ ca jarāyu ca ||

Ich löse deine Takari, / den Schoß, die beiden Gavīnī, / Mutter und Sohn, / Embryo und Nachgeburt.

anvaṅ te garbho bhavatv / anusota jarāyu te | / yathā tvaṃ putraṃ vindāsai / yathā jīvāsi bhadrayā ||

Richtig [im Fluss] liegen soll dein Embryo, / mit dem Strom die Nachgeburt; / damit du einen Sohn erlangst, / damit du in Wohlergehen lebst.

pra pṛṣṭhe garbham ardaya / vi yona āsyaṃ sṛja | / nir aitu daśamāsyo / garbho gavīnyor adhi ||

Dränge den Embryo auf [dem] Rücken (?) voran, / öffne die Mündung im Schoß; / heraus soll der Zehnmonatige kommen, / der Embryo aus den beiden Gavīnī.

viṣkambheṇa vi ṣkabhāya / tau viṣvañcau vyākuru | / eṣa vām agnir antarā / sa viṣvañcau vy asyatu ||

Mit dem Sperrholz spreize auseinander, / mache die beiden auseinandergerichtet; / dies ist zwischen euch beiden Agni; / der soll die beiden auseinandertreiben.

viṣkambho vi ṣkabhāyatu / manaś ca hṛdayaṃ ca vām | / vivartana vartaya / śaśvatībhyaḥ samābhyaḥ ||

Das Sperrholz soll [sie] auseinanderhalten, / Sinn und Herz von euch beiden; / wende dich hin und her (Vivartana), / für ewige Jahre.

samudraṃ tvā pra hiṇomi / svāṃ yonim apīhi | / acchidras tanvā bhūyāsaṃ / mā parā seci me payaḥ ||

Zum Meer sende ich dich, / geh in deinen eigenen Schoß zurück; / unversehrt möchte ich am Leib sein; / meine Milch/mein Saft soll nicht fortgegossen werden.

yad atrāpi rasasya me / parāpapātāsmṛtam | / tad ihopa hvayāmahe / tan mā pyāyatāṃ punaḥ ||

Was hier von meinem Saft / weggefallen ist – unsterblich [?] –: / das rufen wir hierher; / das soll mir wieder anschwellen.

kavir agre pra lilekha / dhartā keśām̐ adhārayat | / ihaiva viśvato dadhad / dhātā tvaṣṭā tvaci keśām̐ acīkl̥pat ||

Der Seher hat zuerst [vor]gezeichnet, / der Träger hielt die Haare fest; / eben hier von allen Seiten setzend, / hat Dhātṛ, Tvaṣṭṛ die Haare auf der Haut [wachsen] lassen.

sarasvati vrateṣu te / divyeṣu devi dhāmasu | / mandre hiraṇyavartane / pra ṇa āyūṃṣi tāriṣaḥ ||

Sarasvatī, in deinen Geboten, / in den himmlischen Sitzen, Göttin, / du Erfreuende mit goldener Spur, / führe unsere Lebensjahre hinüber.