Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.39 Gegen Takman (Fieber)

apehi takmaṃś cara paro anyam / asmad iccha puruṣaṃ kaṃ cid eva | / veda te takman pitaraṃ veda mātaram ||

Geh weg, Takman, zieh fort zu einem anderen! Suche von uns weg irgendeinen [anderen] Mann! Ich kenne deinen Vater, Takman, ich kenne [deine] Mutter.

śamīvān asi śāmīvataḥ / śamīvān ābhiśokiḥ | / abhiśoko hārṣaṇir / harṣaṇo jāñjabhiḥ ||

Du bist ‚Śamīvant‘, Sohn des Śamīvant; ‚Śamīvant‘, Sohn des Ābhiśoka; Abhiśoka, Sohn des Hārṣaṇi; Harṣaṇa, Sohn des Jāñjabhi.

yaḥ paśūnāṃ mārjanīyo / yaṃ tvam aṃśena bhejiṣe | / abhīhi takman gardabhaṃ / na mām abhyetum arhasi ||

Der du der zu Reinigende unter den Tieren bist, den du durch [deinen] Anteil erhalten hast: Geh auf den Esel los, Takman! Auf mich loszugehen, taugst du nicht.

visrasā nāma te mātā / kiḥkiśo (⟨ kiṣkiṣo?) nāma te pitā | / śimidā nāma te svasā ||

Visrasā heißt deine Mutter, Kiṣkiṣa [?] heißt dein Vater, Śimidā heißt deine Schwester.

giriṃ gaccha girijā asi / girau te māhiṣo gṛhaḥ | / dāsī cakram āsthāya / nāmlāte ni krandayiṣyati ||

Geh zum Berg! Du bist bergentsprossen; im Berg ist dein Haus, du Büffel-artiger. Eine Magd, das Rad besteigend, wird dich … brüllen machen.

ā vāto vātv anaghaḥ / sarvasya dūto abhiśastipāḥ | / jalāṣam it pra siñcati / tad viṣasyāpa siñcatu ||

Der schuldlose Wind soll wehen, aller Bote, der vor Verwünschung schützt; das Heilmittel Jalāṣa träufle [es] herab; er soll davon das Gift abträufeln.

yām asyati pṛśnibāhur / iṣṭaṃ haridruparṇyam | / tām asya niṣ khidāmasi / yathā jīvāsi bhadrayā ||

Die [Pflanze], die der Fleckenarmige (Pṛśnibāhu) schießt, die begehrte, gelbblättrige: Diese [Krankheit] von ihm (dem Kranken) schneiden wir weg, damit du am Leben bleibst, [und] glücklich.

aśrāntasya tvā manasā / yunajmi prathamasya ca | / utkūlam udvaho bhav- bhava / -oduhya prati dhāvatāt ||

Ich schirre dich mit dem Geist des Unermüdlichen und des Ersten an. Werde einer, der an das Ufer hinauf trägt; fortwandernd/…, lauf zurück.

etaṃ dantaṃ nirṛtyā ghoram āhur / yasta āsann avarūḍha eṣaḥ | / taṃ durhārde pra hiṇomi ghoraṃ / sa no mā hiṃsīj jyāyaso mā kanīyasaḥ ||

Diesen Zahn der Nirṛti nennt man furchtbar, der dir eingedrungen war (?). Den furchtbaren schicke ich zu dem Übelgesinnten; er soll uns nicht verletzen, weder die Älteren noch die Jüngeren.

śivaḥ śagmo bhavatu danta eṣa / mā no hiṃsīj jyāyaso mā kanīyasaḥ | / aghamāram aghaśaṃsaṃ nirṛthaṃ / taṃ te dantaḥ sacatāṃ ghora eṣaḥ ||

Freundlich, wohltuend soll dieser Zahn sein; er soll uns nicht verletzen, weder die Älteren noch die Jüngeren. Den, der Unglück tötet und Unglück ansagt, den Nirṛtha (Unheilbringer) – diesen soll dein furchtbarer Zahn ereilen.