Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.4 Savitar, Anumati und der Segen

sāvīr hi deva prathamāya pitre / varṣmāṇam asmai varimāṇam asmai | / athāsmabhyaṃ savitar vāryāṇi / dvedve ā suvā bhūri paśvaḥ ||

Treibe an, Gott, für den ersten Vater, / Größe für ihn, Weite für ihn; / und dann, Savitar, treibe für uns / Begehrenswertes an, je zwei, viel Vieh.

bhadrād adhi śreyaḥ prehi / bṛhaspatiḥ puraetā te astu | / athemam asyā vara ā pṛthivyā / āreśatruṃ kṛṇuhi sarvavīram ||

Von Gutem geh zu Besserem fort; / Bṛhaspati sei dein Vorangeher. / Und dann mache diesen [Mann] auf dem höchsten Punkt dieser Erde / feindfern und mit allen Männern.

damūnā devaḥ savitā vareṇyo / dadhad ratnaṃ dakṣaṃ pitṛbhya āyūṃṣi | / pibāt somaṃ mamadad enam iṣṭe / parijmā cid ramate asya dharmaṇi ||

Der Gott Savitar, der Hausfreund (damūnas), der Begehrenswerte, / der Kleinod, Geschick und Lebensjahre den Vätern verleiht, / soll Soma trinken, sich an ihm berauschen; / auch der Umherziehende findet Gefallen an seiner Satzung.

tāṃ savituḥ satyasavasya citrāṃ / vayaṃ devasya prasave vanāmahe | / yām asya kaṇvo aduhat prapīnāṃ / sahasradhārāṃ mahiṣo bharāya ||

Diese bunte [Kuh] des Savitar, des wahrhaft Antreibenden, / wollen wir im Antrieb des Gottes gewinnen, / die Kaṇva für ihn melkte, die strotzende, / tausendströmige, der Mächtige, zum Nähren.

ko no asyā druho 'vadyavatyā / un neṣati kṣatriyo vasya icchan | / kaḥ pūrtikāmaḥ ka u yajñakāmaḥ / ko deveṣu vanute dīrgham āyuḥ ||

Wer wird uns aus dieser tadelbehafteten Schädigung (druh) / hinausführen, ein Kṣatriya, der das Bessere wünscht? / Wer ist auf Verdienst aus, wer auf Opfer aus? / Wer erlangt bei den Göttern langes Leben?

kaḥ pṛśniṃ dhenuṃ varuṇena dattām / atharvaṇe sudughāṃ nityavatsām | / tāṃ bṛhaspatyā sakhyā duhāno / yathāvaśaṃ tanvaḥ kalpayāti ||

Wer [gibt] die gescheckte Kuh, von Varuṇa gegeben, / dem Atharvan, die gutmelkende, die ihr Kalb bei sich hat? / Sie melkend in Freundschaft mit Bṛhaspati / macht er [sie] nach Wunsch für die Leiber zurecht.

na ghraṃs tatāpa na himo jaghāna / pra sarsṛte pṛthivī jīradānuḥ | / āpaś cid asmai sadam it kṣaranti / yatra somaḥ sadam it tatra bhadram ||

Weder hat der Glutwind (?) gebrannt noch hat der Frost getötet; / die Erde ist fortgeflossen, schnell laufend (?). / Auch die Wasser fließen ihm stets; / wo Soma stets ist, da ist Glück.

yasyā idaṃ pradiśi yad virocate / anumatiṃ prati bhūṣanty āyavaḥ | / yasyā upastha urv antarikṣaṃ / sā naḥ śarma bahulaṃ ni yacchāt ||

Deren Vorderrichtung dies ist, was hell leuchtet, / zu Anumati hin sich die Menschen schmücken; / in deren Schoß der weite Luftraum ist – / diese soll uns reichen Schutz gewähren.

anv adya no anumatir / yajñaṃ deveṣu yacchatām | / agniś ca havyavāhano / bhavatāṃ dāśuṣe mayaḥ ||

Heute sollen uns Anumati / und Agni, der Opfergabenfahrer, / das Opfer bei den Göttern zuteilen; / sie beide sollen dem Opferspender Wohltat sein.

anv id anumate tvaṃ / maṃsase śaṃ ca nas kṛdhi | / iṣaṃ tokāya no dadhaḥ / pra ṇa āyūṃṣi tāriṣaḥ ||

Ja, Anumati, du wirst zustimmen / und uns Heil verschaffen. / Nahrung für unsere Nachkommen sollst du verleihen; / unsere Lebensjahre sollst du verlängern.