Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.34 Wohlergehen; Väter und Yama; Mittel gegen Harnfluss

śaṃ mā vāto abhi vātu / śaṃ me tapatu sūryaḥ | / ahāni śaṃ bhavantu me / śaṃ rātrī prati dhīyatāṃ / śam uṣā me vy ucchatu ||

Wohltuend soll der Wind mich anwehen, / wohltuend soll mir die Sonne scheinen; / die Tage sollen mir wohltuend sein, / wohltuend soll die Nacht sich [an mich] legen, / wohltuend soll mir die Morgenröte aufleuchten.

ut tiṣṭhata pitaro ye purāsthan / yamaṃ rājānam avasānam arcata | / ayaṃ nṛṇāṃ nṛtamaḥ śreṣṭha āgan / tasmai lokaṃ kṛṇuta yāvatsabandhu ||

Steht auf, Väter, die ihr früher da wart; / König Yama, [den] Ruheplatz, preist; / dieser, der Männerbeste, Vortrefflichste, ist gekommen: / macht ihm Raum, so weit [er] Verwandte [hat].

yasyedaṃ śastaṃ pratimākṛtaṃ / devair dattam asūriyaṃ ca saṃbhṛtam | / triḥ sapta kṛtva ṛṣayaḥ paretā / mṛtyuṃ praty auhan padayopanena ||

Wessen dieses gepriesene Abbild gemacht, / von Göttern gegeben und unversehrt zusammengetragen [ist]: / dreimal sieben Mal haben die Seher, hinweggegangen, / den Tod mit dem Fußtritt (?) abgewehrt [?].

agaman gāvaḥ sadanam / agamad vasatiṃ vayaḥ | / āsthāne parvatā asthuḥ / sthāman vṛkkāv arīramam ||

Die Kühe sind zum Stall gegangen, / der Vogel ist zur Wohnung gegangen; / am Standplatz standen die Berge; / an seiner Stelle habe ich die beiden Nieren zur Ruhe gebracht.

ā gāvo goṣṭham agamann / āgnidhānāny agnayaḥ | / ā vṛkkau sam avitsātām / utsaktabheṣajam asi ||

Zum Stall sind die Kühe gekommen, / zu den Feuerstätten die Feuer; / die beiden Nieren haben sich zusammengefunden; / du bist ein umgehängtes (?) Heilmittel.

yathā dyāṃ ca pṛthivīṃ c- ca / -āntas tiṣṭhati tejanam | / evā rogaṃ cāsrāvaṃ ca / muñjas tiṣṭhatiy antarā ||

Wie zwischen Himmel und Erde / das Rohr dazwischen steht, / so steht das Muñja-Gras / zwischen Krankheit und Ausfluss.

asthād idaṃ viśvaṃ bhuvanam / asthād vāto vanacyavaḥ | / asthur vṛkṣā ūrdhvasvapnās / tiṣṭhād rogo ayaṃ tava ||

Es hat sich hingestellt diese ganze Welt; / es stand der Wind, der die Wälder erschüttert; / es standen die Bäume, im Stehen schlafend; / stehen bleiben soll diese deine Krankheit.

śataṃ yad bheṣajāni te / sahasraṃ saṃbhṛtāni ca | / teṣām asi tvam uttamaṃ / śreṣṭham āsrāvabheṣajaṃ / vasiṣṭhaṃ roganāśanam ||

Hundert sind deine Heilmittel, / und tausend sind zusammengetragen; / von diesen bist du das oberste, / das beste Mittel gegen Ausfluss, / das trefflichste, der Krankheitsvernichter.

yad adya tvā prayati yajñe asmin / hotaś cikitvann avṛṇīmahīha | / dhruvam ayo dhruvam utā śamiṣṭha / prajānan vidvān upa yāhi somam ||

Wenn wir dich heute bei diesem Opfer, / Hotṛ, Wissender, hier gewählt haben – / fest … fest und, du bester Besänftiger [?] –, / wissend, kundig geh zum Soma.

sam indra no manasā neṣa gobhiḥ / saṃ sūribhir harivan saṃ svastyā | / saṃ brahmaṇā devakṛtaṃ yad asti ||

Führe uns, Indra, mit dem Sinn zusammen mit Kühen; / mit den Gönnern, Falbenherr, mit Wohlergehen; / mit Brahman, das Göttergemachte, was es gibt.