Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.37 Speisezauber und Verlorenes

viśvaṃ vivyajmi pṛthivīva puṣṭam / āyadāyat prati gṛhṇāmy annam | / vaiśvānarasya mahato mahimnā / syonam asmabhyaṃ madhumat kṛṇotu ||

Alles Genährte nehme ich auf wie die Erde; jede Speise, die herankommt, nehme ich an. Durch die Größe des großen Vaiśvānara möge er sie uns wohltuend, honigsüß machen.

triśṛṅgam asi durabhidharṣam / indrāya dhriyase | / pūṣā te prāśitā ||

Dreihörnig bist du, schwer anzugreifen; für Indra wirst du gehalten. Pūṣan ist dein Erstesser.

pāhi no agne tanvaṃ / pāhi gāḥ pāhi yat tanūkṛtam | / ahutādāv amartyau / tāv asmān pāto aṃhasaḥ ||

Schütze uns, Agni, den Leib; schütze die Kühe; schütze, was [vom Leib] gemacht/geschaffen ist. Die beiden Unsterblichen, die Ungeopfertes essen – diese beiden sollen uns vor Bedrängnis schützen.

yau devānām ahutādāv amartyau / svarbhānuś ca svarjyotiś ca | / tayos tvāsyena prāśnāmy / agneṣ ṭvā vaiśvānarasya tvāsyena prāśnāmi ||

Die beiden Unsterblichen unter den Göttern, die Ungeopfertes essen, Svarbhānu und Svarjyotis – mit dem Mund dieser beiden esse ich dich; mit dem Mund Agnis Vaiśvānara esse ich dich.

dakṣaś ca tvā mānasaḥ prāśnītāṃ / svarbhānuś ca mārutaḥ | / mā pṛṇan pūrtyā vi rādhi / mo vayaṃ prajayā dhanena ||

Dakṣa und Mānasa sollen dich verzehren, und Svarbhānu Mārutá. Erfülle nicht [nur] uns [so]; verfehle nicht … [uns] nicht in Nachkommenschaft und Reichtum.

anādhṛṣyasya te pito / anādhṛṣyaśavasaḥ | / sarvavīrāḥ sarvātmāno / bhakṣaṃ kriyāsma ||

Des Unangreifbaren, Trunk von dir, dessen Stärke unangreifbar ist – [nach ihm] sollen wir mit allen Helden, ganzen Leibes, den Genuss (Bhakṣa) bereiten.

kāmo me rājñi pra viveśa / tvāṃ tam ahaṃ nir hvaye punaḥ | / gṛheṣu goṣu me mano / akṣyor astu me bhago / jihvāyām astu me raso / bāhvor astu me balam / ūrvor astu me javaḥ ||

Das Verlangen ist in mich gefahren, o Königin; dich, dieses [Verlangen], rufe ich wieder heraus. In den Häusern, bei den Kühen sei mein Sinn; in meinen Augen sei mein Glück; auf meiner Zunge sei meine Würze/Saft; in meinen Armen sei meine Kraft; in meinen Schenkeln sei meine Schnelligkeit.

divo 'si nirmathitaṃ / pṛthivyā adhy udbhṛtam | / samudrād ucyase jātam / akṣyāmayabheṣajam asy ātharvaṇam ||

Du bist aus dem Himmel gequirlt, aus der Erde emporgehoben; aus dem Meer wirst du gesagt/genannt, geboren. Du bist das Augenleiden-Heilmittel des Atharvan.

pūṣā parastād ā vartayatu / catasro bhūmyā diśaḥ | / sagalika puṣalika / punar no naṣṭam āyati / jīvena bhunajāmahai ||

Pūṣan soll von hinten heranbringen die vier Himmelsrichtungen der Erde. – [Zauberworte:] Sagalika, Puṣalika! – Das Verlorene komme zu uns zurück; mit [dem Wiedergefundenen] wollen wir lebend genießen.

yad ābharac chṛtad agnis / tejane naṣṭavedanam | / khargaleva punar dattaṃ / punar asmā aśvinā naṣṭam ājatam ||

Was Agni, der Gekochte/Hergerichtete, [im] Zünder Verlorenes an Wissen [Erkennen] herbeibrachte – wie ein Riegel/Schloss wieder zurückgegeben: bringt, ihr Aśvins, das Verlorene wieder hierher.