indra jīva sūrya jīva / devā jīvā jīvyāsam aham | / sarvam āyur jīvyāsam ||
Indra lebe, Sonne lebe, die Götter leben; leben möchte ich. Das ganze Leben möchte ich leben.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20
indra jīva sūrya jīva / devā jīvā jīvyāsam aham | / sarvam āyur jīvyāsam ||
Indra lebe, Sonne lebe, die Götter leben; leben möchte ich. Das ganze Leben möchte ich leben.
anābhūr asmi naitave / tantyāṃ baddho divi śritaḥ | / āhā tvā nirṛtaye ||
Ich bin nicht [aus dem Nabel/Dasein] zum Gehen bestimmt; am Faden gebunden bin ich an den Himmel geknüpft. [Ich] rufe [dich] für Nirṛti.
rantir asi ramatir asi | / saṃ śrutena rādhiṣīya / mā śrutena vi rādhiṣi ||
Du bist Wonne, du bist Ruhe. Mit Gehörtem [Wissen] möge ich gedeihen; verfehle mich nicht mit Gehörtem.
darśo 'si darśato 'si / viśvataḥ saṃdṛṣṭaḥ | / somo asi rudro asi ||
Du bist Anblick, du bist sehenswert, von allen Seiten gesehen. Du bist Soma, du bist Rudra.
taṃ tvā yaṃ devā aṃśum āpyāyanti / taṃ tvā yam ādityā aṃśum āpyāyanti | / taṃ tvā yam akṣitam akṣitaye pibanti / sa naḥ somaḥ pra tirad dīrgham āyuḥ ||
Dich, den Halm [Soma], den die Götter anschwellen lassen; dich, den die Ādityas anschwellen lassen; dich, den sie, den Unversiegbaren, für Unversiegbarkeit trinken – dieser Soma soll uns langes Leben verlängern.
anyeṣāṃ prāṇenā pyāyasva / māsmākaṃ prāṇena | / yo 'smān dveṣṭi yaṃ vayaṃ dviṣmas / tasya prāṇenā pyāyasva ||
Schwelle an mit dem Atem anderer, nicht mit unserem! Wer uns hasst und wen wir hassen – mit dessen Atem schwelle an!
cid asi samudrayoniḥ śyena ṛtāvān | / somapīthopa na ehy arvāṅ / rāyaspoṣeṇa prajayā dhanena ||
Du bist Erkenntnis, der Meeresschoß, [der] Falke, der Ṛta-Besitzer. Komm zu uns her, Somatrunk, mit Reichtumsfülle, Nachkommen, Besitz!
svarava stha namo vo mahatām ūrjāyai | / parṇāṃ māva gām ||
Ihr seid Wohlklingende; Verneigung euch zur Kraft der Großen. Geh nicht zum Blatt [zu ‚parṇa‘]!
apaścāddaghvānnasya bhūyāsam | / annādāyānnapataye rudrāya namo agnaye ||
Möge ich nicht von dem der hinten [nachgestellt ist] an Speise [zurückbleiben]; dem Speiseesser, dem Speiseherrn, Rudra, dem Agni: Verneigung!
yā te vaso vāta iṣuḥ sā ta eṣā | / tayā no mṛḍa ||
Der Pfeil, den du hast, o Vasu, [Gott] Wind: dieser [ist] für dich. Mit ihm sei uns gnädig!