Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.60 Für Einsicht, Schutz der Gewässer, gegen Takman

ṛcaṃ sāma yad aprākṣaṃ / havir ojo yajur balam | / etaṃ mā tasmān mā hiṃsīd / vedaḥ pṛṣṭaḥ śacīpate ||

Das Ṛc, das Sāman, das ich erfragt habe, / Opfergabe, Kraft, Yajus, Stärke – / diesen (mich) soll deswegen nicht schädigen / der befragte Veda, Herr der Macht (Śacīpati).

ud bhare dyāvāpṛthivī sahauṣadhībhiḥ | / gṛhṇāmi prajāṃ nir apaḥ sṛjāmi ||

Ich hebe Himmel und Erde samt den Pflanzen empor, / ich ergreife die Nachkommenschaft, ich lasse die Wasser herausströmen.

mā na āpo medhāṃ / mā brahma pra mathiṣṭana | / suṣyadā yūyaṃ syandadhvam / upahūto 'haṃ sumedhā varcasvī ||

Nicht sollt ihr, Wasser, unsere Einsicht, / nicht das Brahman zerstören. / Leicht fließend strömt ihr. / Angerufen bin ich, wohlklug, glanzvoll.

mā no medhāṃ mā no dīkṣāṃ / mā no hiṃsiṣṭa yat tapaḥ | / śivā naḥ sarva āyuṣa Bhatt. āyuṣe / āpo bhavantu mātaraḥ ||

Nicht unsere Einsicht, nicht unsere Weihe, / nicht unsere Askese sollt ihr schädigen. / Heilvoll sollen uns für das ganze Leben / die Wasser sein, die Mütter.

iha prajā viśvarūpā ramantām / asmin goṣṭhe viśvabhṛto janitrīḥ | / agniṃ kulāyam upa saṃviśantīr / jānantu naḥ payasā ghṛtena ||

Hier sollen sich die Nachkommen mannigfacher Gestalt erfreuen, / in diesem Kuhstall die Allernährenden, die Gebärerinnen. / Zu Agni, dem Nest (der Heimstatt), eintretend, / sollen sie uns mit Milch und Ghee kennen (uns wohlwollend erkennen).

rantaya stha ramataya stha / mayi śrita stha mayi śrayadhvam | / manotā nāma stha grāmyā apsaraso / veda vo vittam ā mā viśata ||

Erfreuerinnen seid ihr, Ruheschenkerinnen seid ihr, / an mich gelehnt seid ihr, lehnt euch an mich. / ‚Manotā‘ heißt ihr, dörfliche Apsaras. / Ich kenne euch, euren Besitz; kommt in mich hinein.

śarva nīlaśikhaṇḍa / vīra karmaṇikarmaṇi | / imām asya prāśaṃ jahi / yenedaṃ vivadāmahe ||

Śarva mit blauem Haarschopf, / Held, bei jedem Werk: / schlage diese seine Rede [?] nieder, / womit wir hier streiten.

tṛtīyakaṃ vitṛtīyaṃ sadandiṃ / takmānam uta rājayakṣmam | / yathā śakra unmumoca tṛtīyakam / evāhaṃ tad un muñcāmi / tṛtīyakaṃ tam asyām / oṣadhyāṃ badhnāmi ||

Den Dritttägigen, den Wechseldritttägigen, den Sadandi, / den Takman und den Königs-Yakṣma (Schwindsucht) – / wie Śakra den Dritttägigen losgelöst hat, / so löse ich ihn los; / den Dritttägigen binde ich an dieser Pflanze fest.

ādhvastapakṣṇe bṛhate / pathe 'ham akaraṃ namaḥ ||

Dem mit zerzausten Flügeln, dem Weg, dem großen, / habe ich Verneigung gemacht [?].

indrāya tviṣīmate pathe 'ham akaraṃ namaḥ ||

Dem glanzvollen Indra, dem Weg, / habe ich Verneigung gemacht.