Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.36 Indrāṇī, Sieg und Träume

indrāṇī nārī subhagā supatny / ud aṃśena patividye bibheda | / triṃśad yasyā jaghanaṃ yojanāny / upastha indraṃ sthaviraṃ pipartu ||

Indrāṇī, die glückliche Frau mit gutem Gatten, hat im Anteil [der Gattenwahl] den Gatten-Finder (Freier) gespalten/durchbrochen. Deren Hüfte dreißig Yojanas [misst] – im Schoß möge sie den greisen Indra sättigen/erfüllen.

senāsi pṛthivī dhanaṃjay- dhanaṃjayā / -āditir viśvarūpā sūryatvak | / indrāṇī prāṣāṭ saṃjayantī / tasyai ta enā haviṣā vidhema ||

Du bist das Heer, die Erde, Reichtum-Erobernde, Aditi, vielgestaltig, sonnenhäutig; Indrāṇī, die Überwältigende, die Siegreiche – dieser dir wollen wir mit dieser Opferspeise dienen.

ajirottiṣṭhanty utthitāgre / tvarī prāṣāṭ tūrtam upacarantīm | / prāṣāṭ kas tvariṣā tvāgre / tvarikas tvayiṣamesa tvā bhadre ||

[Verderbte Stelle.] Morgens/zu Beginn sich erhebend, aufgestanden, die Eilige, die Überwältigende, die dem Schnellen Aufwartende; ‚Wer ist der Überwältiger …, dich zuerst …, dich, o Gute, …‘

paryāvarte duṣvapnyāt / pāpāt svapnād abhūtyāḥ | / brahmāham antaraṃ kṛṇve / parā svapnamukhāḥ śucaḥ ||

Bei der Wendung/Umkehr, vor dem schlechten Traum, vor dem bösen Schlaf, vor dem Unheil: Ich mache das Brahman zum Zwischenraum (Schutzwand); fort [seien] die Kümmernisse, die vom Schlaf ihren Ausgang nehmen.

yat svapne annam aśnāmi / na prātar adhigamyate | / sarvaṃ tad astu naḥ śivaṃ / nahi tad dṛśyate divā ||

Was ich im Traum an Speise esse, [was] am Morgen nicht [mehr] zu finden ist, – all das soll uns heilbringend sein, denn es wird bei Tage nicht gesehen.