Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.49 Gerste, Reichtum und Abwehr

sṛjāmy āpa uśatīr upemāḥ / saṃrarāṇāḥ payasā saṃ babhūvuḥ | / datto asmabhyaṃ draviṇeha bhadrā / apāṃ prati prati gṛhṇātv enāḥ ||

Ich lasse diese begehrenden Wasser los; sie haben sich zusammen mit Milch vereint, rauschend. Der Reichtum hier sei uns gegeben, [der] glückliche; jedes Wasser soll diese der Reihe nach aufnehmen.

uc chrayasva bahur bhava / svena mahasā yava | / pṛṇīhi sarvā pātrāṇi / mā tvā divyāśanir vadhīt ||

Steig empor, werde reichlich, o Gerste, mit eigener Kraft! Fülle alle Gefäße! Der himmlische Blitz soll dich nicht erschlagen.

āśṛṇvantaṃ yavaṃ devaṃ / yatra tvācchāvadāmasi | / tad uc chrayasva dyaur iva / samudra ivaidhy akṣitaḥ ||

Die Gerste, den Gott, der [sich] hören lässt, dort, wo wir dich ansprechen: dort steig empor wie der Himmel, sei unversiegbar wie das Meer.

akṣitās ta upasado / akṣitāḥ santu rāśayaḥ | / pṛṇanto akṣitāḥ santv / attāraḥ santv akṣitāḥ ||

Unversiegbar sollen deine Besucher sein, unversiegbar die Haufen; die [ihn] füllen, seien unversiegbar, die Essenden seien unversiegbar.

sakṛd yad dyaur ajāyata / sakṛd bhūmir ajāyata | / sakṛd yaḥ pṛśniyā dugdhaṃ / tad anyo nānu jāyate / mā tvānu jani kaś cana ||

Als einmal der Himmel geboren wurde, einmal die Erde geboren wurde, einmal, was die Pṛśni [Kuh] gemolken hat – danach wird nichts anderes mehr geboren; nach dir werde niemand geboren.

iṣvagram iṣuyāvanaṃ / maṇiṃ kṛṇve sumaṅgalam | / sa mā śaravyābhyaḥ pātu / divānaktaṃ ca jīvase ||

Pfeilspitze, Pfeilabwehrer: Ich mache den Talisman zu einem sehr glückverheißenden. Er soll mich vor den Pfeilen schützen, bei Tag und Nacht, zum Leben.

pratiṣṭhito 'si brahmaṇā / jambhayāmasi tvā vayam | / apāmārgeṇa vidvalā / idaṃ tvāpa mṛjmahe / yuvantaṃ kṣipantaṃ jahi ||

Du bist durch Brahman festgestellt. Wir zermalmen dich. Mit dem Apāmārga (Abwehrkraut), o Kundiger, wischen wir dieses von dir ab. Schlage den Jungen, den Schleudernden!

śīrṇaṃ ta etan na kṣutaṃ ta etat / saṃkṣutaṃ duḥkṣutaṃ tubhyam astu | / rudrāśaniṣ ṭe jaghanena grīvā / indra iva vṛtraṃ vajreṇa hantu ||

Zerbrochen ist dir dies, nicht Niesen ist dir dies; Niesen, Fehlniesen soll dir sein. Rudras Blitzstrahl soll deinen Nacken mit [seinem] Hinterteil [treffen]; Indra soll [ihn] wie Vṛtra mit dem Vajra töten.

anuhavaṃ parihavaṃ / parivādaṃ parikṣavam | / savyermaṃ riktakumbhāṃ / parā tāṃ savitaḥ suva ||

Anruf, Umruf, Verwünschung, Umniesen, … die mit leerem Krug: schick sie fort, o Savitar!

apapāpaṃ parikṣavaṃ / puṇyaṃ bhakṣīmahi kṣavam | / śivā te pāpanāsikāṃ / parṇakaś cābhi mehatām ||

Wegen Unheil, Umniesen: Wir wollen das Heilvolle, das Niesen genießen. Freundlich sollen sie dir sein; deine Unglücksnase und das Blatt sollen [auf dich] urinieren.