Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.19 Vertreibung der unheilvollen Lakṣmīs

yat ta ātman tanvāṃ ghoram asti / yad vā keśeṣu praticakṣaṇe vā | / tat te vidvān apa bādhe ahaṃ / pra tvā suvāt savitā saubhagāya ||

Was an dir, in deinem Selbst, am Leib Furchtbares ist, / oder in den Haaren oder im Aussehen: / das drängt wissend ich von dir weg; / dich soll Savitṛ zum Glück anregen.

nir lakṣmyaṃ lalāmyaṃ / nir arātiṃ suvāmasi | / yathā no vasyasīd aso / rāyaspoṣam ihā suva ||

Das Unglückszeichen an der Stirn, / die Missgunst (Arāti) treiben wir hinaus; / damit du uns [zum] Besseren seist, / bringe Gedeihen an Besitz hierher.

agnim accha devayatāṃ manāṃsi / cakṣūṃṣīva sūryaṃ saṃ caranti | / yadī suvāte uṣasā virūpe / śveto vājī jāyate agre ahnām ||

Zu Agni hin gehen die Gedanken der Götterergebenen, / wie Augen zur Sonne sich vereinen; / wenn die beiden ungleichgestaltigen Morgenröten gebären, / wird der weiße Renner geboren, als erster der Tage.

indro rājā jagataś carṣaṇīnām / adhi kṣami viṣurūpaṃ yad asti | / tato dadāti dāśuṣe vasūni / codad rādha upastutaś cid arvāk ||

Indra ist König der Welt, der Völker; / was es auf Erden an Vielgestaltigem gibt, / davon gibt er dem Opferer Güter, / und schickt Gabe, wenn er auch nur gepriesen wird, gern hierher.

śakunir bhūtvā pra babhasti pippalaṃ / patyāṃ niviṣṭā yadi vā gha patnyām | / bhīmā ghorā lakṣmyaḥ sahabhavyās / tā ito haviṣā nir yajāmaḥ ||

Als Vogel geworden, pickt sie die Beere ab, / [sie,] die in den Gatten oder in die Gattin eingedrungen ist; / die furchtbaren, schrecklichen, [zusammen] auftretenden Lakṣmīs [?] – / diese opfern wir mit der Opfergabe von hier hinaus.

yā te gṛheṣūta vā dhaneṣu / prajāṃ lakṣmīr yadi vā te babhasti | / tāṃ bṛhaspatir haviṣā bādhamāno / nirhūya pra dadhmāv adhi dūram asmat ||

Die Lakṣmī, die dir in den Häusern oder im Besitz / die Nachkommenschaft auffrisst: / sie hat Bṛhaspati mit der Opfergabe abdrängend / hinausgerufen und weit fort von uns geblasen.

riśyapadīṃ riśadvatīṃ / goṣedhāṃ vidhamām uta | / vilīḍhyaṃ vyādhyaṃ / brahmaṇā tā anīnaśam ||

Die Antilopenfüßige, die Zahnbewehrte (?), / die Kuh-Vertreiberin (?), die Zerstreuerin, / die Beleckte (?) und die Durchbohrende: / diese habe ich durch das Brahman vernichtet.

pratyoṣantīm utsaṅginīm / uta cchidrām utāraṇīm | / siṃhīṃ jyeṣṭhalakṣmīṃ / vyāghrīṃ nāśayāmasi ||

Die Zurückbrennende (?), die im Schoß Tragende (?), / die Durchlöcherte und die Araṇī, / die Löwin, die Erst-Lakṣmī, / die Tigerin machen wir verschwinden.

anudhyāyinīṃ paricarāṃ / vibādhām uta hiṃsatīm | / rodasya patnīṃ rodhanāṃ / pra tā dhamāmi lakṣmyaḥ ||

Die Nachsinnende, die Umherstreichende, / die Bedrängerin und die Verletzende, / des Weinens Gattin, die Hemmerin: / diese Lakṣmīs blase ich fort.

vāmaspṛhāṃ pitṛṣadaṃ / yeṣantīṃ tapanīm uta | / asidhyantīṃ pradhvaṃsinīm / aṣṭrāvadhāṃ ca lakṣmyaṃ / brahmaṇā tā anīnaśam ||

Die nach Schönem Verlangende (?), die beim Vater Sitzende, / die Sich-Abmühende, die Erhitzende, / die Nicht-Gelingende, die Zerstörerin, / und die Lakṣmī „Stachelschlag“ (aṣṭrāvadhā): / durch das Brahman habe ich sie vernichtet.