Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.54 Gegen Angeheftetes, für einen Sohn, gegen bösen Traum

yat te śliṣṭaṃ kloma karṇeṣu / yac ca śiśne sanābhyām | / indras tad abravīd bhiṣak / pārṣṇir āśliṣṭāvacchedanī ||

Was dir angeheftet ist, o Kloman, an den Ohren / und am Glied, bei den Nabelverwandten [?] – / Indra, der Arzt, hat es gesagt: / die Ferse ist die Ablöserin des Angehefteten.

eṣā vai duḥsahā nāma / pārṣṇir āśliṣṭāvacchedanī | / idam aham amuṣyāmuṣyāyaṇasyāmuṣyāḥ putrasyāśliṣṭāṃ pra cchinadmi ||

Diese ist ja die ‚Schwerbezwingliche‘ genannt, / die Ferse, Ablöserin des Angehefteten. / Hier schneide ich das Angeheftete des N.N., des Sohnes des N.N. und der N.N., ab.

vipaścit puccham ābharat / tad viṣṇuḥ punar ābharat | / tad agninā manasā saṃvidānaṃ / pumāṃsam asyai putraṃ dhehi svāhā ||

Der Weise brachte den Schweif herbei; / das brachte Viṣṇu wieder herbei; / einig mit Agni und dem Geist – / gib dieser einen männlichen Sohn, svāhā.

vipaścit puccham ā bhara / yarjjarahastā cittyā | / yathāsyāḥ putro jāyatā / abhibhūr ṇo vipaścitā ||

Weiser, bring den Schweif herbei, / (du) mit gebrechlichen [?] Händen, durch (deine) Absicht – / damit dieser (Frau) ein Sohn geboren werde, / überlegen, durch den Weisen.

apehīto vipaścit tvaṃ / pumān ayaṃ janiṣyate | / pumān puṃso adhi saṃbhūtaḥ / sa pumān eva jāyatām ||

Geh von hier weg, Weiser! / Ein Mann wird geboren werden. / Ein Mann ist aus dem Mann entstanden – / ein Mann eben soll geboren werden.

bhadrāya karṇaḥ krośatu / bhadrāyākṣi vi vepatām | / parā duṣvapnyaṃ suva / yad bhadraṃ tan na ā suva ||

Zum Heil soll das Ohr rufen, / zum Heil sollen die Augen zucken. / Treibe den bösen Traum fort; / was heilvoll ist, das treibe uns her.

akṣivepaṃ duṣvapnyam / ārtiṃ puruṣareṣiṇīm | / tad asmad aśvinā yuvam / apriye prati muñcatam ||

Das Augenzucken, den bösen Traum, / das Leiden, das Menschen schädigt – / das, ihr Aśvin, / bindet von uns weg auf den Unlieben.

yat pārśvād uraso me / aṅgādaṅgād avavepate | / aśvinā puṣkarasrajā / tasmān naḥ pātam aṃhasaḥ ||

Was mir von Seite und Brust, / aus Glied um Glied zittert – / ihr Aśvin mit Lotoskranz, / davor schützt uns, vor Bedrängnis.

yadīd amṛtakāmyāghaṃ / (· ·) ripram upeyima | · · = two illegible akṣaras in V/122, omitted in JM / andhaśroṇa iva hīyatāṃ / mā no nv āgād aghaṃ yataḥ ||

Wenn wir, nach Unsterblichkeit verlangend, [?] ein Übel [?] / (· ·) zum Makel [ripra] gelangt sind, / dann soll es zurückbleiben wie ein Hüftlahmer; / nicht komme uns weiter Übel, woher auch immer.

ariprā āpo apa ripram asmat | / yo 'smān dveṣṭi yaṃ vayaṃ dviṣmas / tasmin duṣvapnyam ā sṛjāmi ||

Makellos, ihr Wasser, (nehmt) den Makel von uns weg. / Wer uns hasst und wen wir hassen – / auf den lade ich den bösen Traum ab.

payo me kloma karṇeṣu / payo me vīrudho dadhan | / payo me sṛṣṭā deveṣu / payo me dadhat ||

Milch (sei) mir, o Kloman, in den Ohren, / Milch sollen mir die Pflanzen geben; / Milch (sei) mir, die unter den Göttern ausgegossen ist, / Milch soll er mir verschaffen [?].